Archiv des Autors: Frank Rath

Unterbauregal selber bauen

Unsere Mikrowelle steht seit Jahren an der gleichen Stelle und gleichzeitig im Weg. Als wir sie gekauft haben, habe ich sie in der Nähe einer Steckdose auf die Arbeitsplatte gestellt und dort steht sie seitdem… also seit knapp 8 Jahren…

Als ich die Lücke zwischen unseren Hängeschränken und der Wand mit einem modifizierten IKEA-Schrank schloss, kam mir die Idee, die Mikrowelle darunter anzubringen. Somit ist die Arbeitsfläche frei und der tote Raum unterhalb des Hängeschrankes wird sinnvoll genutzt.

Ich wollte nicht viel Aufwand betreiben und beschloss, zwei Rahmen aus Vierkantprofil zu schweißen und einen Regalboden aus weiß lackierter Spanplatte einzusetzen.

Weiterlesen

IKEA-Schrank umbauen

Seit etwa acht Jahren steht unsere IKEA-Küche und ich bin bis heute durchaus zufrieden. Sowohl mit der Planung, der Aufteilung und der Möbelqualität.

Wie das immer so ist, fehlte von Anfang an ein Schrank, der die Lücke zwischen zwei Hängeschränken und der Wand schließen sollte. Das Problem war nämlich, dass es für diese Breite keinen Standardschrank bei IKEA gab. Aber schon damals sah ich das nicht als Problem an, man kann den Schrank ja schmaler machen.

Das war wie bereits erwähnt vor etwa acht Jahren… Im Zuge meiner Aufräumaktion nach dem Ableben meiner Frau, fiel mir diese Lücke wieder auf. Um mich auf andere Gedanken zu bringen, ging ich in den Keller und suchte den original verpackten Schrank und machte mich an die Arbeit. Eigentlich ist dieses Projekt nichts Besonderes, aber ich habe im Zuge der Umbauarbeiten nahezu alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte. Da ich mich für die positive Entwicklung meiner Leser verantwortlich fühle, möchte ich Dich vor diesen Fehlern bewahren. Lerne also von mir und meinem Pfusch Fehlern…

Weiterlesen

Der Kellerwerker schreibt mal wieder

Liebe Leser,

einigen ist es vielleicht aufgefallen: ich habe mich seit Monaten nur sporadisch zu Wort gemeldet. Das hatte einen Grund.

Meine Frau ist letztes Jahr an Krebs erkrankt. Sie hat gekämpft, gehofft und wir haben alles in unserer Macht stehende versucht. Leider hat sie diesen Kampf am 15.06.17 – an unserem 16. Hochzeitstag verloren. Meine Frau Daniela ist im Kreise ihrer Familie und ihrer Freunde friedlich mit 46 Jahren zu Hause eingeschlafen, nachdem wir sie bis zum Schluss gepflegt haben.

In den letzten Monaten hatte ich also keine Zeit für die Werkstatt oder für spezielle Projekte. Auch meine Autorentätigkeit für Einhell habe ich komplett ruhen lassen.

Letzte Woche war die Beisetzung und nun müssen wir nach vorne blicken. Was die Zukunft bringen wird ist mir nicht klar. Ich habe zwei Kinder – 11 und 13 Jahre alt und sie stehen natürlich an erster Stelle in meiner Zukunftsplanung.

Nichtsdestotrotz gibt es immer wieder etwas Heimwerkliches zu tun. Im April habe ich – nicht ganz freiwillig- die Dachgeschosswohnung komplett saniert. In den letzten Tagen räumte ich unsere Wohnung auf und um. Dabei habe ich schon ein IKEA-Regal umgebaut und ein simples Regal für die Mikrowelle gebaut. Kleinigkeiten, aber aus alter Gewohnheit knipse ich die ganze Zeit mit meinem Handy die Arbeitsschritte. Es ist naturgemäß viel liegen geblieben und in einem Altbauhaus gibt es immer viel zu tun. Vielleicht beschreibe ich demnächst meine Sanierung der Dachgeschosswohnung. Ich habe dort das  Badezimmer komplett neu gemacht, inklusive Einbau von Sanblocs, Fliesenarbeiten, usw.

Da das Schreiben für mich immer eine Art Entspannung, Ausgleich und auch einen therapeutischen Effekt hat, werde ich langsam wieder mit kleinen Beiträgen anfangen.

Ich freue mich, wenn Du mich wieder auf meine Heimwerker-Reise begleitest. So wie es aussieht, wird es also wieder weitergehen mit dem Kellerwerker, wenn auch bestimmt nicht regelmäßig. Sei also gespannt…

Bis dahin

Frank

-der Kellerwerker

Wasserschaden marsch…!

Meinen treuen Lesern – also auch dir- ist sicherlich bekannt, dass ich stolzer Eigentümer eines (uralten) Mehrfamilienhauses bin. Neben den drei vermieteten Wohnungen wohne ich mit meiner Familie in der untersten Wohnung. Das ist toll, hat es mich doch zum Heimwerken gebracht und mich motiviert, meine heimwerklichen Fähigkeiten auszubauen…

Na ja um ehrlich zu sein, habe ich anfangs alles selbst gemacht, weil wir aus Geldmangel keine andere Möglichkeit hatten. Wer selbst ein Haus hat, weiß, dass es immer etwas zu tun gibt. Wenn Mieter mit im Haus wohnen gibt es mehr zu tun. Und wenn die Mieterstruktur aus lauter Studenten-WGs besteht, gibt es richtig viel zu tun…

Nun habe ich glücklicherweise Spaß am Heimwerken und ich empfinde es nicht als großartige Belastung. Es gibt aber tatsächlich Situationen, in denen ich auch nicht weiter weiß. Ich beschreibe hier mal den letzten Vorfall, weil er wirklich etwas außergewöhnlich war:

Abends um 23.00 Uhr klingelt es an der Tür und eine Mieterin aus dem zweiten Stock steht im Bademantel vor mir. Sie erzählte mir aufgeregt von einem großen Wasserfleck an der Decke, der offensichtlich immer größer zu werden schien. Eigentlich selbst im Begriff ins Bett zu gehen, schlurfte ich mit ihr in die Wohnung und staunte nicht schlecht, als Wasser aus der IKEA-Deckenlampe direkt in ihre Winterstiefel tropfte. Im Gegensatz zu meiner Mieterin waren mir ihre Schuhe relativ gleichgültig und dachte nur an die Ursache des Wasserschaden. Ich überlegte kurz und hastete in die obere Wohnung.

Was soll ich sagen… diese WG erfüllt alle Klischees einer Studenten-WG. Es ist dort immer laut, immer mindestens die doppelte Anzahl an Menschen wie gemeldete Mieter anwesend und es riecht stets leicht nach Tannennadeln… Ich klopfte also aufgeregt an der Tür, nach dem keiner auf das Klingeln reagierte. Nach einiger Zeit hörte ich Lebenszeichen und eine mir völlig fremde Person öffnete total verschlafen die Wohnungstür. Nachdem ich versuchte ihm die Problematik in kurzen Sätzen zu erklären, schob ich ihn einfach beiseite und machte das Licht im Flur an. Ich blickte auf einen komplett überschwemmten Flur, der seinen Wassernachschub offensichtlich aus dem Badezimmer bezog. Ich watete durch das Wasser, bemerkte das die Klospülung ununterbrochen lief und versuchte den Absperrhahn am Spülkasten zu schließen. Das gelang mir auch irgendwann. Der “Gast” ging zwischenzeitlich ohne weitere Anteilnahme wieder in ein Zimmer, wo das Wasser noch nicht angekommen war.

Nachdem ich mir sicher war, dass kein weiteres Wasser aus dem Klo floss, erhob ich leicht meine Stimme und lud zur spontanen Mieterversammlung ein… also ich war doch recht laut, denn ich war ob der geringen Anteilnahme eines akuten Wasserschaden etwas… sagen wir entrüstet. Meine Chaosmieter kamen aus ihren Zimmern und fragten aufgeregt, ob es den brennen würde. Nein, im Gegenteil… es war bereits GELÖSCHT!!!!!

Fakt war, irgendeine Pappnase hat die Spülung gedrückt und nicht darauf geachtet, dass sie nicht aufhörte zu spülen. Zusätzlich haben alle Mieter verdrängt, dass das Wasser seit Monaten schlecht ablief. Tja eins kam zum anderen und der Abfluss war verstopft, die Spülung lief und das Wasser floss über den Toilettenrand in den Flur.

Irgendwie hatte ich nicht den Eindruck, dass sich irgendjemand für die Situation auch nur ansatzweise interessierte. Die ersten machten den Ansatz wieder zurück in ihr Bett zu gehen. Ich kramte in Gedanken mein Vokabular aus meiner Bundeswehrgrundausbildung heraus und… äh… delegierte die Aufräumarbeiten. Das Problem war nur, dass alles nass und mit den üblichen Hausmitteln der Wasserschaden nicht zu bewältigen war. Mittlerweile war es 23.40 Uhr und ich suchte entnervt die Nummer meines Versicherungsmenschen in mein Handy. Mir war eigentlich klar, dass da keiner rangehen würde, wurde aber eines besseren belehrt… Mein Versicherungsonkel (alter Kumpel von mir) ging ran und meinte, ich solle mir einen Trocknungsservice rufen. Er regelt dann am nächsten Tag den Rest. Gut, ich ran an Google und nachdem ich zwei lokale Nummern abtelefonierte und keiner ran ging, kam ich auf Schadenengel.de

Der Name passte, die Telefonnummer war groß auf der Internetseite lesbar, also rief ich an. Boing, sofort ging eine freundliche Dame ran, nahm meinen Schaden auf und versicherte mir, dass gleich jemand anrufen und dann vorbeikommen würde. Klar… um 23.45 Uhr…

Um 23.49 Uhr rief mich Herr Völz an und fragte mich, ob das Wasser noch läuft… Ähhh… nein… Gut dann kommt gleich sein Monteur vorbei und stellt bei Bedarf gleich einen Kondenstrockner auf. Ich müsste nur vor Ort sein, um den Auftragsbogen auszufüllen. Geld bräuchte ich aber keines, das wird mit der Gebäudepflicht geregelt.

Um 0.25 Uhr stand ein Monteur in dem besagten Flur und begutachtete den Schaden. Meine Studenten waren übrigens alle wieder im Bett… Er riss den Teppich im Flur hoch und saugte das Wasser im Flur und im Bad ab. Danach kam der (sehr laute 🙂 ) Kondenstrockner zum Einsatz.

Am nächsten Tag kam ein Klempner mit einer Rohr-Kamera und stellte fest, dass der Abfluss verkalkt war… also Vermietersache. Die Dame von Schadenengel.de nahm meine Sorgen auf und regelte mit der Versicherung die Kostenübernahme der Trocknungs- und Aufräumarbeiten, sowie der Sanierung des Flurbodens inklusive neuen Teppich, der Trocknung der Zwischendecke und die Malerarbeiten in der unteren Wohnung. Ich kümmerte mich in dieser Zeit um die Beseitigung der Verstopfung, was keine angenehme Aufgabe war… Die Ablagerungen rührten von einer schlecht verlegten Abwasserleitung, die einen ambitionierten Knick aufwies.

die Ursache…

Ich musste ein Zwischenstück aussägen und ein neues Stück mit Muffe einsetzen.

Bäh…

 

endlich geschafft…

Das klingt zwar einfach, dauerte aber etwa 3 Stunden mit unzähligen Wutausbrüchen und gedanklich durchgespielter Räumung der gesamten Wohnung samt Studenten… Meine Frau berichtete mir später, dass sie beobachtete, wie alle Studenten das Haus fluchtartig verließen… 🙂

Zwei Tage später kam der Fußbodenleger, tauschte die OSB-Platten im Flur aus und legte neuen Teppich. Nachdem der Monteur den Kondenstrockner abgeholt hatte, kam zwei Tage später der Maler und strich die Decke in der Wohnung darunter. Zwischendurch kam die schriftliche Kostenübernahme meiner Versicherung. Nach also etwa zwei Wochen war alles wieder so, als wenn nichts geschehen wäre… bis auf die WG, die ich erstmal neu “kalibrierte”.

Ich kann dir also die Firma Schadenengel.de wirklich empfehlen und sie kommt daher auch in meine Rubrik “best of Heimwerkerpartner“, denn das hat sie sich wirklich verdient…

Ich wünsche dir zwar nicht, dass du die Schadenengel in Anspruch nehmen musst, aber wenn es zu einem Wasserschaden kommt, wende dich vertrauensvoll an sie.

Herzliche Grüße

Frank

 

 

 

Arbeitshandschuhe im Heimwerkeralltag

Ich muss gestehen, dass ich seit Jahren für alle möglichen Arbeiten Arbeitshandschuhe verwende. Auch wenn es den Anschein einer verweichlichten Arbeitsweise hat, komme ich mit diesem Vorurteil doch so gut zurecht, dass ich sie in der Werkstatt kaum ausziehe.

In einem meiner youtube-Kommentare wurde ich nun (zurecht) intensiv darauf hingewiesen, dass ich sogar an der Standbohrmaschine Handschuhe trage. Ich Teufelskerl….

Aber im Ernst… stimmt, ist nicht richtig und kann wirklich gefährlich werden. Ich machte mir aber das erste mal Gedanken über das Thema Arbeitshandschuhe. Meistens sehen meine Handschuhe nach kurzer Zeit so aus:

In so einem Fall geben die Arbeitshandschuhe zwar einen gewissen Schutz vor Verunreinigungen, aber nicht vor Verletzungen. Im Gegenteil, ist die Gefahr, mit den losen Enden irgendwo hängen zu bleiben, doch deutlich höher.

Wo setze ich aber nun welche Arbeitshandschuhe (eigentlich heißt es Schutzhandschuhe) ein und vor allem… warum Ich habe mir noch nie richtig Gedanken dazu gemacht und mich mal näher damit beschäftigt?

Arten von Arbeitshandschuhen

Schutzhandschuhe sollen deine Hände schützen bei Arbeiten mit

  • scharfen oder spitzen Gegenständen
  • rauhen Materialen
  • gefährlichen Stoffen (Gefahrstoffen)

Natürlich gibt es auch den Schutz vor Verunreinigungen, z.B. beim Lackieren oder beim Arbeiten mit Harzen oder mit ölhaltigen Gegenständen. Das Reinigen der Hände dauert manchmal genauso lange wie die Arbeit an sich…

Ich habe bei mir eigentlich nur drei Arten von Schutzhandschuhen im Einsatz:

  • schwere Lederhandschuhe (zum Schweißen oder für grobe Arbeiten)
  • leichte Baumwollhandschuhe (Holz- und Metallarbeiten, Gartenarbeiten, etc.)
  • Latexhandschuhe (Lackierarbeiten Prostatavorsorge, Arbeiten mit Epoxidharz)

Lederhandschuhe

Die typischen Lederhandschuhe bestehen im Griffbereich aus festem Leder (z.B. Spaltleder) und sind im Bereich des Handrückens mit einem Stoff ausgestattet. Die Lederhandschuhe halten bei mir ewig, weil ich sie nur selten benutze und dann auch nur kurz. Zum Beispiel beim Schweißen oder wenn ich grobe Metallarbeiten zu erledigen habe. Auch bei Holzarbeiten mit sägerauhem Holz, wo die Gefahr sich einen Splitter in die Hände zu jagen sehr hoch ist, trage ich solche Handschuhe.

Latex- oder Vinylhandschuhe

Auch bekannt als “Einweghandschuhe” kannte ich früher eher aus der Arztpraxis oder dem Krankenhaus. Die Latexhandschuhe hole ich mir beim Discounter im 100er-Pack für unter 10 € und werfe sie nach jedem Gebrauch weg, weil das auf Linksdrehen sich als nicht nützlich erwies… Ich gehe damit recht verschwenderisch um. Zum einen, weil sie doch schnell kaputtgehen, zum anderen, weil ich sie wegen der Schweißbildung nicht lange tragen mag.

Baumwollhandschuhe

Am häufigsten benutze ich die Baumwollhandschuhe, die in der Innenfläche eine Kunststoffbeschichtung haben. Sie bieten einen leichten Schutz vor Holzsplitter oder Metallspänen, schützen vor Verunreinigungen und sind angenehm zu tragen. Außer an der Standbohrmaschine (!) habe ich sie eigentlich ständig an. Dementsprechend sind sie auch schnell kaputt oder so verunreinigt, dass ich sie nur noch für bestimmte Arbeiten nehmen kann, z.B. für Metallarbeiten. Mein Verbrauch ist also relativ hoch und leider sind sie nicht so günstig, wie die Latexhandschuhe.

Ich habe billige Versionen im Internet gekauft und war tief enttäuscht, weil sie sehr schnell kaputt gingen und dafür dann doch zu teuer waren. Die meisten Angebote von den einschlägigen Discountern sind zwar recht günstig, aber sie sind immer nur in grau oder grün erhältlich. Ich habe mir nicht nur einmal ein Werkstück aus Holz ruiniert, weil ich nicht darauf geachtet habe, dass die Handschuhe total verschmutzt waren. Gerade vor Kurzem habe ich die Deckplatte eines Schränkchens neu machen müssen, weil ich die falschen Handschuhe gegriffen habe, mit denen ich vorher ölige Metallwinkel transportiert habe. Die Ölflecken habe ich nicht mehr weggeschliffen bekommen… Daraufhin habe ich alle alten Handschuhe ordnungsgemäß entsorgt… im Fegefeuer…

Meine letzte Bestellung erfolgt bei “www.gaerner.de“, weil ich diesen Shop aus meinem beruflichen Alltag her kenne. Eigentlich ist die Firma gaerner GmbH ein Lieferant für die Industrie, aber natürlich kannst du auch als Heimwerker dort bestellen. Für 24 Handschuhe bezahle ich etwa 2,70 € das Stück und das ist deutlich weniger, als ich bisher bezahlte – außer die Dinger von ebay, die aber leider ihr Geld nicht wert waren… Das Wichtigste war mir aber, dass die Handschuhe weiß sein sollten. So erkenne ich sofort, wenn sie verdreckt sind und vermeide damit solche Unfälle wie oben beschrieben.

Somit hat es die Firma gaerner GmbH geschafft in meine “best of Heimwerkerpartner” zu kommen. Glückwunsch! 🙂

Wo nutzt du Handschuhe im Heimwerkeralltag, worauf achtest du besonders und wo kaufst du sie? Hast du einen Tipp zum Thema “Handschuhe”? Schreibe einfach in die Kommentarzeile.

Bis bald und herzliche Grüße

Frank

 

 

 

 

Spielzeug-Laserwaffe selber bauen

Hier ein älteres Projekt, dass ich bisher vergessen habe zu veröffentlichen.:

Mein Sohn ist nicht nur ein großer LEGO-Fan, sondern liebt auch alles, was mit Star Wars zu tun hat.

In diesem Zusammenhang hatte ich ihm vor langer Zeit ein “Rotationslasergewehr” nach einer Vorlage von Star Wars The Clone Wars gebaut. Leider ist es irgendwie abhanden gekommen und mein Sohn war entsprechend traurig. Wochenlang lag er mir in den Ohren, dass wir eine neue Waffe bauen sollten. Da ich zeitlich stark eingespannt war, er aber nicht locker ließ, einigten wir uns darauf, einen neuen Rotationslaser zu bauen, der weniger Details aufwies als die alte Version. Zeitvorgabe war maximal zwei Stunden, wenn er mir hilft.

Das Material war schnell zusammengesammelt. Wir brauchten nur jeweils ein Stück 110er (Abwasserrohr) und ein 70er (Dachrinnen-Fallrohr) PVC Rohr, 16er Elektroinstallationsrohre (PVC), zwei 10 mm Gewindestangen, etwas Flacheisen und Holz aus der Restekiste. Erstaunlich, wie gut sich mein Sohn in meiner Werkstatt auskennt…

IMG_3421

Wir haben nicht auf Maße geachtet, sondern einfach drauflos gebaut – nicht dass das ungewöhnlich wäre für mich, ich will es hier einfach nochmal betonen… Im ersten Schritt habe ich an der Bandsäge die zwei Holzscheiben ausgesägt, die in das 110er Rohr eingelassen werden. Dazu habe ich meinen selbstgebauten Zirkel genommen und zwei Kreise auf einem Stück Restholz gezeichnet.

IMG_3431

Mein Sohn hat in dieser Zeit das Installationsrohr in sechs gleiche Teile gesägt – etwa 25 cm lang.

Die Scheiben erhielten im Anschluss jeweils ein Loch, das dem Durchmesser des 70er PVC Rohres entsprach. Auch das habe ich mit der Bandsäge gemacht. Dabei habe ich durch den Rand bis an die Markierung des inneren Kreises gesägt und dann das Loch hergestellt. Da ich diese Ringe nachher sowieso an das Rohr kleben wollte, habe ich den Schnitt nicht verleimt.

IMG_3433

Hier kannst du das ganze nochmal in bewegten Bildern sehen:

Eine Scheibe habe ich auf das Rohr gesteckt und bündig mit der hinteren Kante festgeklebt. Die zweite sitzt mit einem Abstand von etwa 40 mm weiter zur Mitte hin. Ich habe übrigens für alle Klebearbeiten Heißkleber genommen, um auch hier Zeit zu sparen.

IMG_3439

Jetzt haben wir die sechs Rohre um das 70er Rohr gleichmäßig herum angeordnet und wieder mit Heißkleber befestigt.

IMG_3440IMG_3442

 

 

 

 

 

 

IMG_3441

Es folgte die Herstellung des hinteren Griffes. Der Rotationslaser wird aus der Hüfte “geschossen” (so wie viele meiner Projekte…), so dass der Griff nach oben zeigen und nach vorne geneigt sein muss. Dazu sägte ich an der Bandsäge zwei Vierkanthölzer auf Länge.  Ein Kantholz ist die Verlängerung des Gewehres, darauf kommt der Griff. Das untere Ende vom Griff habe ich an der Bandsäge angeschrägt. Auch die Form des Griffes habe ich an der Bandsäge ausgesägt.

IMG_3420

Die beiden Hölzer habe ich mit eine 80er Spaxschraube verbunden. Sieht fast aus wie ein zu kurz geratener Pushstick für die Tischkreissäge…

IMG_3423

Um den zusammengesetzten Griff am Gewehr zu befestigen, habe ich noch eine Holzscheibe ausgesägt. Mit zwei Schrauben wurde der Griff daran befestigt.

IMG_3426

Die Scheibe steckten wir nun in das 110er Rohr und schraubten es mit vier Holzschrauben von außen fest.

Es folgte der vordere Griff, der aus zwei Flacheisen und einer Gewindestange besteht. Die Flacheisen habe ich auf Länge gesägt, oben abgerundet und oben und unten jeweils ein 10 mm Loch gebohrt. Die beiden Flacheisen werden mit einer 10 mm Gewindestange verbunden. Damit es sich angenehmer anfassen lässt, habe ich ein Stück von dem Installationsrohr über die Gewindestange gezogen und alles mit Muttern befestigt.

IMG_3428

Diesen Griff befestigte ich etwa in der Mitte des 110er Rohres, in dem ich zwei 10 mm Bohrungen machte und mit einer zweiten Gewindestange den Griff anschraubte.

IMG_3430

Jetzt folgte die “Hochzeit”. Die Konstruktion mit dem 70er Rohr schoben wir mit viel Heißkleber in das große Rohr und richteten alles einigermaßen gerade aus. Nachdem der Heißkleber fest war, waren wir fertig!

IMG_3444

In den nächsten Tagen wollen wir noch einige Details nachrüsten und das Ganze schwarz lackieren.

Die zwei Stunden haben wir übrigens lässig eingehalten… 🙂

Herzliche Grüß

Der (die) Kellerwerker

 

 

Balkontür abdichten

Jetzt ist es bereits 10 Jahre her, dass wir unser Haus gekauft haben. Kinder, wie die Zeit vergeht… 10 Winter haben wir bereits hier verbracht und bisher gab es keinerlei Probleme damit, die Kälte draußen und die Wärme drinnen zu lassen.

Diesen Winter haben meine Frau und meine Tochter wir allerdings den Eindruck, dass es zieht. Es ist irgendwie immer fußkalt und wir können nicht richtig orten, woher es kommt.

Der erste, völlig abwegige Gedanke, bezog sich auf das fortgeschrittene Alter meiner Frau. Da sich aber auch meine Kinder beschwerten, schob ich diesen völlig absurden Gedanken beiseite. Auch um des lieben Hausfriedens willen… 🙂

Mit einer Kerze ging ich nun durch unsere Wohnung und versuchte den verantwortlichen Spalt für den Windzug ausfindig zu machen. Es dauerte ewig etwas, aber dann fand ich den Verursacher: die hölzerne Balkontür zum vorderen Balkon. Offensichtlich hat sie sich im Laufe der Jahre verzogen.

Da mittlerweile meine zweite Kamera ihren Dienst versagte, sind die Bilder vom Umbau leider verloren gegangen. Ich zeige dir hier also nur, wie das Endergebnis aussieht.

In diesem Fall gab es mehrere Ursachen für die Undichtigkeit. Zum einen hat sich die Tür tatsächlich so verzogen, dass auf der Beschlagsseite (da wo der Griff ist) jeweils oben und unten ein Spalt von etwa 5 mm entstand. Zum anderen war aber auch der Türverschluss mit Mehrfachverriegelung nicht mehr der jüngste. Die Mehrfachverriegelung hat vier Rollzapfen, die in die jeweiligen Schließbleche greifen, sobald die Tür abgeschlossen wird.

Rollzapfen

eingelassenes Schließblech

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Rollenzapfen lassen sich durch Drehen ein wenig verstellen. Leider griff hier einer der Rollenzapfen aufgrund der verzogenen Tür schon fast gar nicht mehr. Zusätzlich hakelte die gesamte Mehrfachverriegelung und ließ sich nur schwergängig öffnen und schließen. Ich habe deshalb beschlossen die Mehrfachverriegelung gegen eine Neue ausgetauscht. Eine Mehrfachverriegelung kommt in der Regel als Komplettset mit Schlosskasten und Stulpe (also der langen Stange an der die Rollenzapfen sitzen). Du musst im Vorwege nur genau ausmessen, wie hoch die Tür ist, wie die Abstände von den Rollenzapfen zueinander sind, usw… Am besten du baust das Teil aus und fährst zum Fachhandel, so wie ich… In meinem Fall hatte dieser den passenden Ersatz tatsächlich da. Ab nach Hause und alles schnell eingebaut. Ich musste zwar auch ein Schließblech auswechseln, das ging aber deutlich schneller, als ich dachte. Das alte kam raus, die Öffnung habe ich mit dem Stechbeitel etwas nachgearbeitet und das neue kam wieder rein. Fertig.

die neu eingesetzte Mehrfachverriegelung

das neu eingesetzte Schließblech

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach etwa einer Stunde und einem ausgekühltem Wohnzimmer, war es geschafft. Leider zog es immer noch etwas, wenn auch deutlich weniger als vorher. Ich fragte einen befreundeten Tischler, was er in diesem Fall machen würde. Er empfahl mir, dünne Holzleisten in den Türrahmen von Außen einzusetzen. Bei geschlossener Tür sollten die Leisten stramm von außen an der Tür sitzen.

Gesagt getan! Ich sägte und hobelte mir Leisten zurecht, die etwa 25 mm breit und 10 mm stark waren. Mit Acryl und Tacker befestigte ich sie an der Innenseite des Türrahmen und zwar von Außen, trotz der Kälte.

die Leiste sitzt stramm an der Tür

nur an der Beschlagsseite und unten sitzen Leisten

 

 

 

 

 

 

 

 

Was soll ich sagen… es sieht zwar im Moment nicht so toll aus, weil die Leisten noch nicht lackiert sind, aber das hole ich nach. Auf jeden Fall zieht es nicht mehr durch die Ritzen und damit ist mein unser Problem gelöst!

Solltest du an deinem Haus auch mal vor so einem Problem stehen und du bist mit der Wärmedämmung unzufrieden, bietet sich der Einsatz einer Wärmebildkamera (Thermografie) an. Mit ihrer Hilfe findest du solche Stellen deutlich schneller, als ich mit meiner Kerze… Die Thermografie ist ein Verfahren zur bildhaften Darstellung von Wärmestrahlen, die du mit dem bloßem Auge nicht sehen kannst. Wenn du dir das selbst nicht zutraust, weil dir vielleicht das Fachwissen fehlt, macht das gar nichts.

Gerade jetzt hat die TEAG (Thüringer Energie) eine Frühjahrs-Aktion am Start. Für 109,00 € kommt ein Fachmann bei dir vorbei und macht von deinem Haus bis zu 6 Bilder mit einer professionellen Wärmebildkamera. Damit lassen sich Wärmeverluste leicht erkennen und später beheben. Du erhälst einen ausführlichen Bericht über die Mängel und mögliche Sanierungsmaßnahmen. Hier findest du eine Broschüre mit vielen Informationen zu Dämmstoffen, Fenstern, zur Energiesparverordnung und vielem mehr.

Wenn du dir bis zum 10.02.2017 online einen Gutschein für den Thermografie-Check sicherst, erhälst du zusätzlich einen Rabatt von 10 EURO! Der Gutscheincode lautet: THERMO19CH10

Das ist der Link zur Thüringer Energie.  Hier findest du weitere interessante Infos zum Thema Thermografie und Energiesparen.

Also sei cleverer als ich und lass dich fachmännisch beraten… 🙂

Ich hingegen warte auf wärmeres Wetter, um die Tür neu lackieren zu können.

Bis dahin wünsche ich dir alles Gute!

Frank

 

Testbericht Bosch GBL 18V-120

Hey, nach vielen Monaten der Abstinenz kommt hier mal wieder ein neuer Beitrag in Form eines Testberichtes.
Die Firma mytoolstore.de hat mir freundlicherweise ein nagelneues Akku-Gebläse, den Bosch GBL 18V-120 zur Verfügung gestellt.
Ein Gebläse…? Für alle, die genau so wenig wissen, wie ich vorher, was das ist und wofür man so etwas einsetzen kann:
Es handelt sich um eine Art Fön für Heimwerker ohne Heizfunktion. 🙂 Das Haarefönen ist zwar nicht unbedingt die Hauptaufgabe dieses Werkzeuges, sinnvoll kann so ein Gebläse trotzdem sein.

Lieferumfang
Das Gebläse wird wird ohne Akku in einem Karton geliefert. Mit dabei ist eine Standarddüse, ein Verlängerungsrohr für die Standarddüse, eine sogenannte Bohrlochdüse und ein Staubfangrohr für die Bohrlochdüse.

Akku

Der Bosch GBL 18V-120 kommt als Sologerät ohne Akku daher und wird mit einem Akku aus der blauen 18 Volt Serie betrieben. Klar, das Blasgerät entstammt ja auch der blauen Profi-Serie. Für den jeweiligen Profi bedeutet das, Akku aus dem (blauen) Schrauber nehmen, in den GBL 18V-120 einstecken und den entstandenen Staub und Dreck wegpusten. Dadurch klassifiziert sich das Gebläse als Ergänzung zu anderen Bosch-Blau-Geräten.  Da die Akkus, die ich im Einsatz habe, eine Kapazität von 4 Ah vorweisen, hält der Bosch GBL 18V-120 etwa 20 Minuten im Dauerbetrieb.

Haptik und Optik

Das Gebläse wirkt handlich und ist mit einem gummierten Griff ausgestattet. Der Griff ist dabei so gestaltet, dass das Gebläse oben und hinten angefasst werden kann. Der Korpus wirkt gut verarbeitet und robust.

Die mitgelieferten Düsen werden mittels Bajonettverriegelung an dem Gebläse befestigt und sitzen fest.

Das Gebläse wird über einen Schiebeschalter eingeschaltet und kann mit zwei unterschiedlichen Leistungsstufen betrieben werden.

Technische Daten

  • Akku: 18 Volt
  • Leerlaufdrehzahl: 17000 U/min
  • Luftstrom: ca. 2000 ltr. / sek
  • Luftstromgeschwindigkeit: ca. 270 Km/h
  • Gewicht: 1,1 Kg ohne Akku

Anwendungsbgebiete
Alleine das Zubehör verrät bereits einen Verwendungszweck, der mich neugierig machte. Eine Bohrlochdüse um Bohrlöcher auszublasen. Macht der gemeine Heimwerker eher selten. Die Profis, die Verankerungen in Stahlbetonwände installieren brauchen es hingegen sehr wohl. Die Bohrlöcher werden ausgeblasen, bevor sie mit einem speziellen Kleber und Dübeln gefüllt werden, um darin z.B. Gewindestangen zu befestigen. Das funktioniert zwar auch mit “Auspusten”, ist aber ineffektiv, geht schnell auf die Atemwege und sieht auch nicht sexy aus…

Ich sehe mein Hauptanwendungsgebiet in dem “Sauberblasen” von Flächen und vor allem von schwer zugänglichen Ecken. In der Werkstatt mache ich das gerne mit meinem Kompressor und einer entsprechenden Blaspistole. Alles was 5 Meter vom Kompressor entfernt ist, konnte leider bisher nicht “beblast” werden, da mein Druckluftschlauch nicht länger ist. Mit dem Bosch GBL 18V-120 ändert sich das ab sofort.

Um herauszufinden, was für den Heimwerker mit dem Bosch GBL 18V-120 alles möglich ist, habe ich verschiedene Sachen ausprobiert. Ich habe auf Laub geblasen, habe in unserem Fahrradkeller herumgeblasen, habe den Treppenaufgang saubergeblasen, meine Werkstatt durchgeblasen, und Papierfetzen aus unserem Beeten weggeblasen. Das ging erstaunlich gut, war aber leider nicht immer sehr sinnvoll. Ich gehe mal näher auf die einzelnen Versuche ein.

Laub blasen

Das Gebläse ist nicht der klassische Laubbläser. Das Blasrohr ist dafür recht kurz. Nichtsdestotrotz kannst du natürlich Laub wegblasen. Das macht aber eher bei trockenem Laub Sinn. Nasses Laub lässt sich kaum von dem blauen Zwerg beeindrucken. Das gilt aber auch für echte Laubbläser, deshalb ist das kein richtiger Minuspunkt. Mit etwas Gefühl kannst du das trockene Laub zu Haufen zusammenblasen. Der Bosch GBL 18V-120 hat dafür die nötige Kraft und den entsprechenden Luftstrom.

Fahrradkeller reinigen

Der Bosch GBL 18V-120 eignet sich hervorragend als Aero-Besen. Statt sich mit dem herkömmlichen Besen über unebene Flächen und zwischen quergestellten Fahrrädern zu quälen, nutzt du den gebündelten Luftstrom, um alles wegzupusten, was da nicht hingehört. Aufgrund des kräftigen Luftstromes gehört dazu nicht nur Papier und Zigarettenstummel, sondern auch kleine Steinchen, Äste und Sand. Ich frage mich allerdings immer noch, woher die Zigarettenstummel und die Äste herkommen… Du solltest dir aber vorher überlegen, wo das Ganze hingepustet werden soll. Wenn du nämlich so wie ich, in dem geschlossenem Kellerraum herumpustest, wird der ganze Staub und Dreck lediglich gleichmäßig im Raum auf verschiedenen Ebenen verteilt. Also Tür auf uns raus mit dem Staub. Das ging dann wiederum schnell.

Treppenaufgang sauberblasen

Eine Arbeit, die mich schon immer richtig genervt hat. Jede Stufe einzeln mit dem Besen oder dem Handfeger bearbeiten und Stufe für Stufe heruntergehen. Fürchterlich und fast so doof wie Tapezieren… 🙂 Mit dem Blasgerät ging das innerhalb von wenigen Minuten in aufrechter (!) Körperhaltung. Unten angekommen wird der Schmutz aufgenommen und entsorgt. Zack – die gute Laune bleibt da wo sie hingehört… bei mir.

Werkstatt reinigen

Da ich bereits in der Vergangenheit mit dem Kompressor schnell mal die Arbeitsplatte oder die Kappsäge reinigte, probierte ich die Reinigung von schwer zugänglichen Stellen aus. Dazu gehörte zum Beispiel die Fläche unter meinem Schweißtisch inklusive dem Schweißgerät. Mit dem sauber gebündelten Luftstrom lassen sich sogar die überall herumliegenden Metallspäne gezielt “zusammenfegen”. Auch die unter dem Schweißgerät liegen “Fremdstoffe” werden dabei erfasst ohne dass ich es wegschieben musste. Klarer Vorteil gegenüber des haushaltsüblichen Besens.

Beet säubern

Auch bei schwer zugänglichen Beeten macht sich das Gebläse ganz gut. Papierfetzen und andere Sachen, die nicht in ein herkömmliches Beet gehören, lassen sich damit ganz gut wegpusten. Allerdings musst du aufpassen, wohin du pustest. Die Gefahr besteht nämlich darin, dass du die Sachen so wegbläst, dass du später nicht mehr zum Sammeln herankommst. Mir war das allerdings egal… aus den Augen, aus dem Sinn… naja, jedenfalls bis die Blätter ganz weg sind… 🙂

Fazit

Ich hätte nie gedacht, dass so ein kleines Gebläse so hilfreich sein kann. Es hat ziemlich Kraft und hielt mit den von mir betriebenen Akkus ausreichend lange durch. Der einzige Nachteil ist die enorme Lautstärke. Gehörschutz ist bei längerem Betrieb durchaus sinnvoll. Gerade da, wo du mit dem Besen schlecht ankommst, punktet das Gebläse. Auch als Begleiter im Auto, wenn du z.B. mit einem Anhänger Laub wegfährst, gestaltet sich die anschließende Reinigung extrem schnell und komfortabel. Aus meiner Sicht macht ein Kauf aber nur dann Sinn, wenn du sowieso schon Akkugeräte aus der blauen Bosch-Serie dein Eigen nennst. Der Kauf eines Ladegerätes mit Akku lohnt sich meiner Meinung nach für den recht begrenzten Einsatzbereich nicht. Aber das ist natürlich immer Ermessenssache. Ich jedenfalls bin froh, dass ich diesen kleinen blauen Helfer nun in meiner Werkzeugsammlung habe.

Danke nochmal an mytoolstore.de,  dass sie mir den Bosch GBL 18V-120 zur Verfügung gestellt haben.

Ein Lebenszeichen

Ja, lange ist es her, seit ich meinen letzten Beitrag in diesem Blog veröffentlichte – über zwei Monate…

Du als Stammleser hast dich sicherlich gefragt, was mit dem Kellerwerker los ist. Verschollen, unerwarteter Reichtum, Unfall, Steuerflucht…?

Nein, natürlich nicht.

In meiner Familie gibt es einen schweren Krankheitsfall und das erforderte und erfordert meinen ganzen Einsatz. Ich habe soweit alle Projekte ruhen lassen und auch das Schreiben der Gastbeiträge bei Einhell habe ich vorerst eingestellt. Es ist schlicht keine Zeit übrig für die Arbeit im Keller, weil es eben andere Dinge gibt, die wichtiger sind.

Wie lange das noch andauert, kann ich leider nicht sagen. Viele Projekte und Ideen warten darauf beendet oder angefangen zu werden. Viele Arbeiten im und ums Haus zeigen sich mir vorwurfsvoll und wollen erledigt werden. Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sagen würde, aber es gibt wirklich wichtigere Dinge, als Heimwerken…

Das klingt jetzt alles vielleicht etwas traurig und depressiv, aber das entspricht nicht meiner Art. Man kann auch durchaus positive Aspekte aus der aktuellen Situation ziehen: zum Beispiel macht man sich mal Gedanken über Prioritäten, über Werte, über Dinge, die man immer vor sich her schob oder krampfhaft am Laufen hielt. Ich werde und wurde mit Menschen konfrontiert, die über meine “Probleme” nur müde lächeln können und ich sah staunend zu wie sich diese Menschen über Kleinigkeiten mehr freuen, einfache Sachen mehr wertschätzen als ich mir je vorstellen konnte.

Es ist eine Chance, sich mal Gedanken über sein Leben, seine Ziele – natürlich auch über diesen Blog, meine Projekte und meine bisherige Internetkarriere zu machen. Ich weiß nicht was kommen wird, aber ich habe für mich festgestellt, dass ich gerne Dinge baue und mich gerne heimwerklich betätige. Das werde ich auch bestimmt wieder machen. Auch das Schreiben macht mir Spaß, so dass auch dieser Blog sicherlich wieder aufleben wird. Vielleicht in einem anderen Rhythmus aber der Kellerwerker kommt auf jeden Fall wieder!

Bis dahin wünsche ich dir alles Gute – vor allem Gesundheit – und freue mich auf das nächste Projekt, dass ich dir hier präsentieren darf.

Herzliche Grüße
Frank
-der Kellerwerker

Schweißgerät aufrüsten

… oder “pimp up my welder”!

Wie du als Stammleser natürlich weißt, besitze ich seit geraumer Zeit ein Schutzgas-Schweißgerät, welches ich bei einigen Projekten bereits fleißig im Einsatz hatte.

IMG_5957

Während dieser Einsätze zeigen sich natürlich die Schwachstellen, bzw. das Verbesserungspotential und irgendwie hatte ich das überaus dringende Bedürfnis, dieses Potential zu nutzen. Wer mich und meinen Blog kennt, ist sich schon jetzt gewiss, dass dabei irgendetwas schief läuft etwas zu lernen gibt und ich es aber überraschenderweise wieder hinkriege… ja, das war hier auch so… du kennst mich einfach zu gut…:-)

Folgende Dinge haben mich also beim Arbeiten mit dem Güde MIG 170 gestört:

  • zu kurzes Massekabel
  • zu kleine Masseklemme
  • zu kurzes Schlauchpaket
  • zu hoher Druckpunkt beim Schalter am Brenner

Folgende Lösungen habe ich mir dafür überlegt:

  • langes Massekabel
  • größere Masseklemme
  • längeres Schlauchpaket
  • anderen Brenner

Äh…, ja das klingt jetzt nicht sehr überraschend oder innovativ, aber um diese Lösungsansätze hinzukriegen, mussten umfangreiche Umbaumaßnahmen durchgeführt werden.

Die Masse-Geschichte wäre kein Problem. Anderes Kabel mit einer anderen Klemme anbasteln, fertig. Aber das wäre ja zu einfach. Für das Schlauchpaket geht das zum Beispiel nicht.

Ich habe aber herausgefunden, dass es sogenannte Euro-Anschlüsse für Schweißgeräte gibt. Das sind genormte Anschlüsse, die es dir erlauben, das Schlauchpaket unkompliziert auszutauschen. Für das Massekabel gibt es Bajonettverschlüsse in unterschiedlichen Größen, so dass du auch das Massekabel jederzeit tauschen kannst, ohne das ganze Gerät auseinander nehmen zu müssen. Diese Anschlüsse gibt es bei Ebay und rate mal, wer sich umgehend so etwas gekauft hat… 🙂

ABER (Jetzt kommts):

Es gibt Gründe, warum der Schalter an meinem Brenner so schwer zu schalten ging. Unter anderem wird mit ihm das Ventil für das Schutzgas betätigt, welches im Brenner sitzt. Der Gasdruck steht also bis zum Brenner ständig an. Das war auch der Grund, warum ich meine Gasflaschen bei Nichtgebrauch immer zugedreht habe… sie waren sonst am nächsten Tag leer… das Ventil war wohl nicht ganz dicht.

Um den Euro-Anschluss einbauen zu können, muss das Gas über ein Magnetventil geschaltet werden, weil der Brenner nur einen Schalter für den Schweißvorgang beinhaltet. Das Gas würde also ohne Magnetventil dauerhaft ausströmen. Also habe ich mir ein passendes Magnetventil gleich mitbestellt.

Folgende Materialien habe ich bestellt:

  • Magnetventil für Gasanschluss ca. 14 €
  • Schlauchpaket mit Brenner und Euro-Anschluss – 4 Meter ca. 30 €
  • Buchse Euro-Anschluss mit Kragen, Schlauch und Kabel ca. 17 €
  • Massekabel mit Klemme – 5 Meter ca. 35 €
  • Bajonett-Buchse für Massekabel ca. 5 €

Für diese ganzen tollen Sachen habe ich also etwa 100 € bezahlt. Find ich OK.

Ach ja… kurzer Hinweis in eigener Sache:

Der Umbau eines Schweißgerätes bedingt, dass man in der Elektrik, bzw in der Elektronik Veränderungen durchführt.

DAS IST NICHT GANZ UNGEFÄHRLICH!!!

Ich bin ein ausgebildeter Energieelektroniker, habe also zumindest ansatzweise Ahnung von der Materie. Bitte fummel nicht einfach an deinem Schweißgerät herum, wenn du nicht genau weißt, was du tust. Dieser Artikel soll lediglich der Unterhaltung dienen und ist

KEINE VERBINDLICHE ANLEITUNG!!!

Deshalb gehe ich auch nicht sehr stark auf die technischen Details ein. Du wirst gleich sehen, warum ich das so betone…

Umbau des Massekabels

Fangen wir mit dem einfachsten an: dem Ausbau des kurzen Massekabels und dem Einbau der Massebuchse.

Vom Trafo kommen der Plus- und der Minuspol an zwei Schraubklemmen an.

Schweissgeraet (10)

Das neue Massekabel hat einen Querschnitt von 25 mm² und deshalb habe ich von der Klemme auch mit einem Stück 25 mm² Kabel die Verbindung zur Massebuchse hergestellt. Dazu habe ich passende Kabelschuhe aufgequetscht. Das kurze Stück Massekabel, sowie die 25 mm² Kabelschuhe habe in der Yacht-Abteilung im Baumarkt gekauft (Batteriezubehör). Die Massebuchse wird mit einer Kontermutter in die Blechverkleidung des Schweißgerätes verschraubt. Die vorhandene Öffnung hatte sogar eine Aussparung für die “Nase” der Buchse, so dass ich an der Öffnung keinerlei Veränderungen vorzunehmen brauchte. Die Nase verhindert später das Drehen der Buchse beim Einschrauben des Steckers. Der Kabelschuh des Massekabels wird einfach auf das vorhandene Gewinde aufgeschraubt… fertig!

Schweissgeraet (11) Schweissgeraet (38) Schweissgeraet (37)

Ich war von dem Material und meinen unglaublichen Fähigkeiten so dermaßen beeindruckt, dass ich gleich den nächsten Schritt anging:

Einbau des Magnetventils

Das Magnetventil weist drei Anschlüsse in Form von Flachsteckern auf. Da es sich ja bei diesem Bauteil um eine Spule handelt, die angesteuert wird und dann das Ventil öffnet, ist es nicht schwer herauszufinden, welche die richtigen Anschlüsse sind. Ich habe mit meinem Messgerät gemessen, welche beiden Anschlüsse eine elektrische Verbindung hatten (Spule) und quetschte auf zwei flexible Leitungen jeweils einen Kabelschuh. Die Masse schloss ich an den Masseanschluss an, der vom Netzkabel kam. Doch jetzt wurde es kniffelig. Das Magnetventil soll nur dann aufmachen, wenn ich den Schalter drücke und schweißen will. Ich musste also den Anschluss des Trafos suchen und den Weg zu dem jeweiligen Schaltrelais finden. Da nahm ich die Spannungsversorgung für das Magnetventil ab und fertig… dachte ich… aber gehen wir weiter.

Das Magnetventil wurde mit zwei Schlauchtüllen geliefert, die eingedreht werden und wo der Schlauch nur darüber gezogen wird. Eine Schlauchtülle drehte ich durch das Blechgehäuse mit U-Scheibe und Gummidichtung in das Ventil, so dass es stramm innen am Gehäuse sitzt und dicht ist… dachte ich… aber gehen wir weiter.

Schweissgeraet (42)

Einbau des Euro-Anschlusses

Davor hatte ich am meisten Respekt. Der Anschluss muss nicht nur an den “Pluspol” des Trafos angeschlossen werden, sondern er muss auch so sitzen, dass der Drahtvorschub den Schweißdraht gerade in die Seele des Schlauchpaketes führen kann. Auch hier war ich von der Qualität der bestellten Ware wirklich sehr angetan. Mit einem Stück 15 mm Siebdruckplatte konnte ich den Anschluss mit dem Montagekragen so am Gehäuse befestigen, dass alles richtig saß.

Schweissgeraet (33)

Mit einem Stück 25 mm² Massekabel und zwei Kabelschuhen, wurde der Euro-Anschluss mit dem Trafo verbunden, den Schlauch führte ich zum Magnetventil und befestigte ihn an der Schlauchtülle mit einem Kabelbinder – nur zur Sicherheit…

Jetzt fehlten noch die beiden Leitungen, die vom Schalter des Brenners, bzw. des Euro-Anschlusses kamen. Sie mussten so an der Steuerplatine angeschlossen werden, dass das jeweilige Relais schalten kann. Auch das war nicht sehr schwer zu ermitteln. Ich folgte im Vorwege, also bevor ich das alte Schlauchpaket ausbaute, den Steuerkabeln und ermittelte die richtigen Anschlüsse. Auch hier kamen Kabelschuhe zum Einsatz.

Nachdem alles angeschlossen war, kam der Testlauf. Nun bin ich aufgrund meiner Ausbildung ziemlich vorsichtig, wenn ich umgebaute Geräte das erste Mal teste. Zum Glück!

Das Drama beginnt…

1. Akt: Strom lügt… eigentlich…

Ich stellte das Schweißgerät so hin, dass ich es von etwa zwei Metern Entfernung einschalten und den Schalter am Brenner betätigen konnte. Ich schaltete das Gerät ein und der Lüfter lief erwartungsgemäß an. Super. Ich betätigte den Schalter am Brenner und …. alles war dunkel…

Ein Hoch auf Gottfried Biegelmeier, dem Erfinder des FI-Schutzschalters!

Ja die Sicherung fiel und der Haupt-FI-Schutzschalter gleich mit. Hmmmm…

Ich trennte alles vom Netz, drückte Sicherung und FI wieder rein und machte mich auf die Fehlersuche. Augenscheinlich gab es keinerlei Schäden am Schweißgerät, keine Versengungen oder ähnliches.

ich verfolgte die neu angeschlossenen Leitungen und war mir sicher alles richtig angeschlossen zu haben. Ich zog die Ansteuerung für das Magnetventil ab und versuchte es nochmal. Gerät einschalten… Lüfter läuft… Schalter am Brenner betätigen… Drahtvorschub läuft… Hmmmm komisch. Der Fehler lag also an der Ansteuerung für das Magnetventil. Ich überprüfte alles nochmal und kam zu dem Schluss, dass sich alle Sicherheitseinrichtungen und auch der Strom an sich einfach nur geirrt hatten. Kann ja mal vorkommen… (Spätestens hier erkennst du die massive Baudiele, die sich vor meinem Kopf befand…) Im Nachhinein könnte ich mir immer noch in den A….rm beißen.

In der Gewissheit, dass sich Alles und Jeder außer mir irrte, schloss ich alles genauso an, wie vor dem Knall und probierte es nochmal aus. Das Ergebnis ist jedem normaldenkendem Heimwerker klar: es knallte wieder und diesmal waren auch zwei Leiterbahnen auf der Platine verraucht. Nachdem ich mit meinem Messgerät auf Fehlersuche ging, stellte ich schnell fest, dass das Steuerrelais seiner Empörung über mein stümperhaftes Verhalten mit kontinuierlichem Durchgang Ausdruck verlieh… Und erst jetzt fielt mir auf, dass ich …Simsalabim… die Anschlüsse am Magnetventil vertauscht hatte… Ich habe einen Kurzschluss hergestellt… zweimal hintereinander…! Bravo Kellerwerker!

Zum Jammern fehlte mir die Lust, also suchte ich im Internet nach einem Ersatzrelais und bestellte ein Neues in… Italien… über Ebay… wo sonst? In ganz Deutschland gab es keinen Ersatz. Also nochmal 12 € investiert und vier Tage warten, bis es geliefert wird. In der Zwischenzeit reparierte ich die Platine.

Statt einem kamen vier Relais. Ok nicht schlimm. Wenn du mal eines brauchst, schick mir eine Mail. Kostet nur 12€… Freundschaftspreis…:-).

Nachdem ich das Relais ausgetauscht und die Verdrahtung korrekt hergestellt hatte kam der Probelauf und die Begeisterung war wieder da! Es funktionierte tadellos… fast… na ja eigentlich stotterte der Lichtbogen beim Schweißen ständig. Okay, eine vernünftige Naht war nicht herzustellen… Hmmmm…

2. Akt: Kunststoff gibt auf Dauer nach

Die Ursache: der Drahtvorschub. Es lag weniger an der Kraft des Motors, als vielmehr an der Billig-Verarbeitung des Gehäuses. Alles Kunststoff. Das Kugellager, das den Gegendruck zur Antriebswalze aufbaut steckt in einem Kunststofflager, das im Laufe der Zeit ausgniedelte. (Ein weiterer Begriff für Manuels Heimwerker-Lexikon). Das eigentliche Problem ist aber die Lagerung der Antriebswelle.

Schweissgeraet (1)

Sie eiert, weil sie nur durch ein Kunststofflager gehalten wird. Durch dieses Eiern hat der Drahtvorschub keine Kraft den Schweißdraht durch das ohnehin längere Schlauchpaket zu transportieren. Wenn dann noch das Schlauchpaket nicht ganz gerade liegt stottert der Drahtvorschub und der Lichtbogen reißt ständig ab.

Die Lösung: einen neuen Drahtvorschub kaufen. Ich habe gleich bei Ebay geschaut und eins gefunden. Nochmal 50 €. Aber Aufgeben war keine Option!

Der neue Drahtvorschub kam und ich überlegte also, wie ich ihn am besten einbauen könnte.

Schweissgeraet (22)

Es traf sich ganz gut, dass der neue Drahtvorschub, etwa gleich groß ist, wie der alte. Trotzdem musste ich das Loch des Bleches, an dem der Drahtvorschub befestigt werden sollte, vergrößern. Oder?

Nö. Ich fand die ganze Blechgeschichte an dem Schweißgerät sowieso beschämend. Gerade dieses Blech, das etwas Stabilität für den Drahtvorschub geben sollte, wabbelte (Manuel…) wie Zeitungspapier. Die Lösung lag nahe, ein zusätzliches Blech einzusetzen.

Ich fertigte also ein 3 mm starkes Blech an, sägte die Ausschnitte für die Kabel und Schläuche und bohrte 5 mm Löcher für die Poppnieten, mit denen ich das Blech befestigen wollte.

Ich war nun soweit frei, was die Platzierung des Drahtvorschubs anging und musste somit den Euro-Anschluss nicht auch noch versetzen. Nur eine Stelle der großen Öffnung musste für den Euro-Anschluss mit dem Druckluftgeradeschleifer nachgearbeitet werden, weil das Blech nun mal 3 mm auftrug.  Na ja und die drei Bohrlöcher mussten zu Langlöchern umgearbeitet werden, weil ich ja nicht ganz genau wusste, wie der Anschluss sitzen musste… Also wieder eine riesen Fummelarbeit alles ganz einfach und schnell gemacht…

Schweissgeraet (39)

Schweissgeraet (27)

 

 

 

 

 

 

Ich zeichnete den späteren Sitz des Drahtvorschubs an und flexte die Öffnung ein. Jetzt konnte ich die Löcher für die Durchgangsverschraubung, sowie für den Halter der Drahtrolle anzeichnen und bohren. Das Blech befestigte ich mit Poppnieten und setzte dann den Drahtvorschub ein.

Schweissgeraet (26)Schweissgeraet (40)

 

 

 

 

 

Alles wurde ordentlich befestigt. Ich setzte den Draht in die Seel und schob ihn die ersten paar Zentimeter von Hand ein. Nachdem ich die Kabel auf die Anschlüsse am Motor gesteckt hatte, startete ich den Testlauf.

Schweissgeraet (32)

Trommelwirbel und… zack die Bohne… alles klappte wie am Schnürchen! Anfangs stotterte es ein wenig, aber der Draht musste ja auch erstmal durch das ganze Schlauchpaket geführt werden. Als er dann austrat und ich etwa 50 cm durchlaufen ließ, lief alles gleichmäßig.

Fertig!

Ach nee, doch nicht… Als ich so verträumt und selbstverliebt auf das innere meines schönen Schweißgerätes schaute, bemerkte ich ein sanftes Zischen. Nachdem ich mich drauf konzentrierte, fand ich die Leckage. Der Gasanschluss des Magnetventils war nicht dicht. Ich hatte ihn nur mit einer Dichtung versehen, die ich von außen zwischen Blechwand und Schlauchtülle anbrachte. Das reichte nicht, aber eine zweite Dichtung, die hinter der Blechwand sitzen sollte passte wegen des kurzen Gewindeteils nicht auf die Schlauchtülle. Kurzerhand schaltete ich meine Heißklebepistole an und verlegte das Magnetventil. Ich klebte es mit einer ordentlichen Portion Heißkleber an die Innenwand. Die beiden Schlauchtüllen schraubte ich ordentlich fest und Jetzt zischte gar nichts mehr. Danach konnte ich die Kabel ordnen und mit Kabelbindern fixieren.

Schweissgeraet (46)

Ein letzter Testlauf und danach schraubte ich alles wieder zu.

Fertig!

Jo, jetzt wirklich…

Rückblickend würde ich sagen, dass ich für die etwa 150 € Investition jetzt ein Schweißgerät besitze, wie es mir schon immer gewünscht habe… Ich habe damals 180 € für das gebrauchte Schweißgerät bezahlt, macht also zusammen 330 €. Das ist noch im Rahmen. Hätte ich aber vorher gewusst, welchen Aufwand ich betreiben müsste, hätte ich doch gemacht. 🙂 Es war zwar zeitweise etwas frustrierend, aber ich habe mal wieder einiges gelernt und es hat Spaß gemacht!

Falls du mal dein Schweißgerät auch so umbauen möchtest, wie ich, dann viel Glück… 🙂

Herzliche Grüße

Frank

-der Kellerwerker