Archiv des Autors: Frank Rath

Stahltresen bauen

Wieso baut der Kellerwerker einen Stahltresen?

In dem Friseursalon in dem meine Frau arbeitete, stand ein Tresen, der meinen optischen Anforderungen nicht genügte. Vor allem, nachdem ich eine neue Ladeneinrichtung gebaut habe.

Nach gefühlt zwei Jahren habe ich nun endlich das Video über den Bau des Empfangstresens erstellt. Die Bilder hatte ich bereits auf Facebook geteilt, aber einen richtigen Beitrag dazu gab es bisher nicht. Dem ging voraus, dass kurz nach Fertigstellung des Tresens, mein Laptop mit etwa 300 GB Video- und Bildmaterial gestohlen wurde. Darunter auch viele Arbeitsschritte zu diesem Projekt.

Ich habe nun aus den verbliebenen Resten versucht den Prozess zu beschreiben. Zugegeben, es ist nicht wirklich ideal, aber mit etwas gutem Willen, kann man sich das Video durchaus anschauen…:-)

Kurz noch einige Infos zu dem Tresen:

Er ist etwa 160 cm lang, etwa 55 cm tief und 90 cm hoch. Er wiegt ca. 180 Kg und besteht aus Schwarzstahl-Profilen, die ich überwiegend vom Schrott habe. Die Holzplatten bestehen alle aus Leimholzplatten (Kiefer) aus dem Baumarkt und wurden je nach Anforderung zu größeren Platten verleimt.

Den Tresen habe ich so konstruiert, dass er leicht zu zerlegen ist. Man kriegt das Teil sonst nicht einen Meter bewegt… Außerdem hätte der fertige Tresen nicht ansatzweise durch meine kleiner Werkstatttür gepasst.

 

Die Schubladenauszüge habe ich aus dem Internet gekauft. Sie halten pro Paar 70 Kg aus und lassen sich komplett ausziehen.

Die Schubladen selbst habe ich aus 10 mm Multiplex gebaut. Dabei habe ich Zinkenverbindungen mit der Oberfräse hergestellt. In diesem Artikel habe ich die dafür notwendige Schablone bereits erwähnt. Leider waren die Ausrisse am Multiplex so stark, dass ich mich entschloss, eine Frontplatte anzusetzen. Das hätte ich wahrscheinlich sowieso gemacht, weil die Auszüge sichtbar waren, aber geärgert habe ich mich trotzdem…

 

Dieses Projekt war der Grund für den Bau meiner Korpuszwingen. Ich musste mehrere Leimplatten herstellen und brauchte dafür lange und stabile Korpuszwingen. Sie haben hervorragend ihren Dienst erledigt und ich bin sehr froh, dass ich sie habe.

Auf den beiden oberen Schubladen-Fotos ist zu erkennen, dass die Einlegeplatte über die Schubladen steht. Das fand ich doof. Deshalb habe ich zwei Winkelprofile so angeschweißt, dass die Platte richtig eingelegt werden kann- nun war es auch eine Einlegeplatte und nicht eine Auflegeplatte…  😀

Die Ablageregale für den Drucker und die Kabelage war ursprünglich auch anders geplant. Ich wollte sie als eine Art verschließbaren Unterkasten bauen. Ich entscheid mich beim ansetzen der Holzplatten dagegen. Ich hätte den Drucker auf Gleitschienen setzen müssen und außerdem hätte der Industrie-Look gelitten.

Allerdings habe ich beim Verschweißen der Halteprofile einen Denkfehler gemacht. Ich habe die Winkelprofile nicht nur von Außen, sondern auch von Innen verschweißt.

Als ich dann die Einlegebretter anpassen wollte, störten die Schweißnähte und versuch mal mit konventionellen Methoden, eine Schweißnaht innen zu beseitigen… Meine Lösung bestand darin, die Einlegebretter auszuklinken…

Das sind so die Kleinigkeiten, die man (ich) bei einer Planung nicht berücksichtigt und erst beim Bauen bemerkt.

Zwischendurch ist mir noch mein Automatik-Schweißhelm kaupttgegangen. Du hättest mein Gesicht sehen sollen, als mitten während des Schweißens, der Helm “aufmachte” also der Filter versagte… Ich habe mich ziemlich erschreckt und glücklicherweise ist dabei nichts passiert. Schuld daran war ein schlecht zusammengebauter Helm. Der Draht eines Sensors war beim Montieren eingeklemmt und hat sich dann irgendwann abgelöst.

Das war aber schnell repariert und das Schweißen konnte weitergehen.

Das Stahlgestell habe ich vor dem Lackieren mit Aceton gereinigt und entfettet. Der Klarlack kam auch aus einem Baumarkt und ist speziell für Stahl geeignet. Ich habe auch nichts vergleichbares woanders gefunden. Er ließ sich aber sehr gut verarbeiten und ich habe ihn mittlerweile auch schon für andere Projekte verwendet.

Das Holz habe ich mit dem gleichen Dekorwachs behandelt, wie die restliche Ladeneinrichtung. Es ist der “Dekorwachs transparent in Nuß vom Osmo”. Ich bin sehr angetan von diesem Wachs, obwohl ich bis heute nicht verstehe, warum das Wort “transparent” im Namen auftaucht…

Die Buchstaben habe ich aus 6 mm Multiplexplatten ausgesägt. Mit dem Programm von Matthias Wandel “Big Print” habe ich von einem Foto die Buchstaben in Originalgröße übertragen und ausgedruckt. Nach dem Aussägen habe ich sie mit Kupfermetall-Farbe lackiert. Diese Farbe gab es nur im Bastelladen und war sehr teuer… Aber sie sah auch extrem gut aus.

Der ganze Bau hat etwa 8 Monate gedauert, weil mir immer wieder etwas dazwischen gekommen ist. Ich war am Ende wirklich froh, dieses Monstrum nicht weiter von rechts nach links in der Werkstatt herumschieben zu müssen. Im Großen und Ganzen hat uns der Tresen etwa 350 € – 400 € gekostet, dabei waren die Schubladenauszüge mit knapp 80 € der größte Einzelposten.

Zugegeben, für einen Friseursalon ist das Ganze etwas überdimensioniert – hat eher den Charakter für ein Werft-Büro.. Aber bisher gab es noch keine Klagen über die Optik…

Herzliche Grüße

Frank

-der Kellerwerker

Umbau Dachgeschoss – das Gäste-WC

Willkommen zum zweiten Teil der Serie mit dem eingängigen Titel “Umbau Dachgeschoss”. Heute berichte ich über den Umbau des Gäste-WC. Viel Spaß!

Neben dem Badezimmer befand sich ein Gäste-WC. Nach Rücksprache mit dem neuen Mieter (einer ist geblieben, sogar während der Bauphase!) wurde das jedoch nie genutzt. Das fiel mir zwar schwer zu glauben, vor allem in einer WG mit männlichen Studenten, aber OK…

Um den Raum sinnvoll zu nutzen, habe ich ihn kurzerhand zum Hauswirtschaftsraum ernannt. Alle Sanitärinstallationen flogen raus und nur eine Anschlussmöglichkeit für eine Waschmaschine habe ich vorgehalten.

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Umbau Dachgeschoss – Badezimmer

Das ist der erste Teil der Serie “Umbau Dachgeschoss” und hier geht es um den Umbau des Badezimmers. Ich werde nicht so sehr auf alle Details, als vielmehr auf die “vorher/nachher-Situation” eingehen. Es ist also weniger eine Anleitung, als vielmehr eine Dokumentation des Umbaus.

Wir entschlossen uns, das ganze Bad zu entkernen, weil dort eine Studenten-WG für etwa 10 Jahre gehaust hatte. Sämtliche Ecken waren verschimmelt, es wurde dort in 10 Jahren weder einmal gestrichen, noch ordentlich geputzt. Das Bad war somit ein Totalschaden…. Statt Badewanne wollten wir eine Dusche einbauen und um das spätere Putzen zu erleichtern ein Wand-WC. Da wir bereits einen Schaden wegen eines fehlerhaft verlegten Abflußrohres hatten, wollte ich diese Schwachstelle auch gleich beseitigen.

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Meine Serie geht weiter, eine neue fängt an…

Tja, was soll ich sagen… Kaum dass ich mit meinen Kindern versuche einen einigermaßen normalen Alltag zu gestalten, breche ich mir den rechten Fuß… das Sprunggelenk um genau zu sein.

Jetzt heißt es erstmal Kopf… äh… Fuß hoch und auf der Couch liegen… genau mein Ding. Wie du aber siehst, passt das Bild und die Arbeit der Chirurgen thematisch zu diesem Blog. Auf die Frage, ob ich die lange Schraube selbst nach sechs Wochen ziehen könne, meinte der Arzt lächelnd:” Dafür haben sie gar nicht das richtige Werkzeug.” Daraufhin habe ich ihn angelächelt…

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Lego-Tisch selber bauen

Der Titel mag etwas verwirren… Es handelt sich dabei um einen Tisch, der nicht aus, sondern für Lego gebaut wird.

Mein Sohn ist ein leidenschaftlicher Lego-Fan und sein Zimmer sieht entsprechend danach aus. Jeder Vater, der in so einem Zimmer barfuß im Dunkeln durchmarschieren muss, weiß um die Gefahren von herumliegenden Legoteilchen… Die Lösung: das Lego muss von unten nach oben, in diesem Fall auf einen zusätzlichen Tisch, den wir als Vater-Sohn-Projekt bauen wollten. Mein Sohn sollte sich um die Vorgaben und die Schönheitsdetails kümmern, ich übernahm die Bauleitung.

Das Besondere an diesem Projekt ist die Schublade aus Massivholz mit Schwalbenschwanzverzinkung, die ich mit der Oberfräse herstellte!

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Stadion-Sitzbank selber bauen

Aus einer alten Stadionbank und dazu passenden Sitzen kann man hervorragend eine Stadion-Sitzbank selber bauen – für das private Stadion im eigenen Garten…

Mein Kumpel und Nachbar ist ein großer Fußballfan. Der 1. FC-St. Pauli aus Hamburg ist sein Verein und als dieser Verein vor einigen Jahren das Stadion sanierte, hatte er die Möglichkeit, eine Bank samt Original-Sitzen zu kaufen.

Es handelt sich vielmehr um eine stark in Mitleidenschaft gezogene Bohle und drei Kunststoffsitzen, die man auf eben diese Bohle aufsteckt. Natürlich hat das Ganze Charme – vor allem als Fan. Deshalb soll diese Bank nun auch gegen alle Widerstände der holden Gattin im Garten stehen. Mein Aufgabe bei diesem Projekt beschränkt sich auf das Herstellen einer Unterkonstruktion aus Vierkantrohren, dem Klugscheißen fachlichen Beraten in Bezug auf die Behandlung der Bohle und dem Mitverfolgen der Diskussionen, ob die Bank im Garten stehen darf oder nicht… 🙂

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Couchtisch selber bauen Teil 2

Hier kommt der lang ersehnte zweite Teil von “Couchtisch selber bauen”! In diesem Teil zeige ich Dir, wie ich die Oberfläche geflammt und das Stahlgestell gebaut habe.

Oberfläche abflammen

Da mir die fertige Tischplatte optisch deutlich zu langweilig erschien, wollte ich sie irgendwie auf alt trimmen. Das geht mit Beizen oder mit Lasuren oder aber mit dem Gasbrenner. Du kannst auch einen Heißluftfön verwenden, aber ich finde, das ist wie beim Grillen. Wer mit Kohle grillt, würde nie auf die Idee kommen, einen Elektrogrill zu nehmen… 🙂

Interessant sind die weiteren Bearbeitungsmöglichkeiten. Nach dem Abflammen kannst du die Oberfläche bürsten oder schleifen, um den Farbton anzupassen. Beim Bürsten solltest du eine weiche Messingbürste verwenden. So werden die härteren Jahresringe etwas herausgearbeitet und betont.

Ich wollte aber nicht bürsten, sondern schleifen, da ich ja nur den Antiklook etwas betonen wollte.

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Couchtisch selber bauen Teil 1

Ich wollte schon immer mal einen Couchtisch selber bauen. Warum? Keine Ahnung, mich hat es irgendwie gereizt bestimmte Techniken und Materialien auszuprobieren.

In diesem Fall wollte ich ein Stahlgestell aus Winkelprofilen als Basis zusammenschweißen. Darauf sollte eine Holzplatte eingelassen werden, bei der die Bretter in einem 45 Grad Winkel zu den Seiten abgehen. Als Krönung sollte die Oberfläche mit Epoxidharz ausgegossen und der Stahl mit einer Schnellbrünierung brüniert werden.

Was soll ich sagen… ich hab´s gemacht, einfach so und vor allem ohne einen konkreten Bedarf zu haben… was mich nun vor die nächste Herausforderung stellt… wohin mit dem Teil…

Aber der Reihe nach:

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Unterbauregal selber bauen

Unsere Mikrowelle steht seit Jahren an der gleichen Stelle und gleichzeitig im Weg. Als wir sie gekauft haben, habe ich sie in der Nähe einer Steckdose auf die Arbeitsplatte gestellt und dort steht sie seitdem… also seit knapp 8 Jahren…

Als ich die Lücke zwischen unseren Hängeschränken und der Wand mit einem modifizierten IKEA-Schrank schloss, kam mir die Idee, die Mikrowelle darunter anzubringen. Somit ist die Arbeitsfläche frei und der tote Raum unterhalb des Hängeschrankes wird sinnvoll genutzt.

Ich wollte nicht viel Aufwand betreiben und beschloss, zwei Rahmen aus Vierkantprofil zu schweißen und einen Regalboden aus weiß lackierter Spanplatte einzusetzen.

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