Futterstation für Katzen selber bauen

Wir haben zwei Katzen, die beide eigentlich immer Hunger haben. Sie kriegen Nass- und auch Trockenfutter.
Leider sind die Essmanieren der beiden nicht wirklich salonfähig und sie sauen ihren Essplatz immer ziemlich ein. Am meisten nervt mich das Futter, dass aus den Näpfen geschoben wird und dann am Boden festklebt… Die Lösung ist eine Futterstation, in der die Näpfe nicht nur erhöht eingelassen werden, sondern, die auch dafür sorgt, dass das Futter nicht auf den Boden kommt.
Ich habe also vier neue Futternäpfe aus Edelstahl gekauft, ein paar Holzreste herausgesucht und ohne großartige Vorplanung losgelegt.

Die Basis

Mit dem Kreisschneider habe ich zwei passende Löcher für die Näpfe geschnitten. Ich habe immer ein wenig Respekt vor dem Teil, weil es doch mit einer ziemliche Ausladung und hoher Drehzahl auch schon mal gefährlich werden kann. Vor allem, wenn man das Werkstück nicht richtig fixiert und es sich dann selbstständig macht.

Die Federzwingen habe ich vor dem Schneiden durch Einhandzwingen ersetzt…
sehr saubere Ausschnitte

Die Seitenteile

Nun kamen die Seitenteile an die Reihe. Da ich mir wie bereits gesagt, vorher keinerlei Gedanken über das Design gemacht habe, habe ich mit dem Restholz erstmal herumgespielt. Es sollten aber keine Schrauben sichtbar sein. Ich entschied mich für ein etwas stärkeres Material und sägte mit der Tischkreissäge eine Nut ein. Dadurch vergrößert sich die Leimfläche und ich brauche keine Schrauben, Dübel oder sonstige Verbindungselemente.

Obere Rück- und Seitenwände

Das sah ja nun alles schon recht gut aus, aber die Herausforderung mit dem herumliegenden Futter war noch nicht gelöst. Ich brauchte eine Rückwand und zwei Seitenwände. Die sollten auch etwas hübsch aussehen – ich brauchte etwas Schwingung… :-

Ich faltete ein Stück Papier, das die gleiche Größe hatte, wie die geplante Rückwand der Futterstation und faltete es in der Mitte zusammen und zeichnete die Form auf, die mir in den Sinn kam..

So sollte die Schwingung sein. Nachdem ich damit zufrieden war, schnitt ich an der Linie entlang und faltete es wieder auf. Nun hatte ich eine Vorlage für die beiden Rückwände.

Die Form sägte ich an der Bandsäge aus.

Sie niedrigeren Seitenwände sollten auch geschwungen sein. Ich nahm ein Stück Holz in der richtigen Größe und zeichnete die Form freihändig an, sägte sie an der Bandsäge aus und änderte sie bestimmt noch 40 mal… Aber irgendwann war ich zufrieden, die Restholzkiste war leer und ich hatte eine Vorlage für die anderen drei Seitenwände.

es hat lange gedauert, bis die Form passte…

Die Löcher habe ich mit dem Halbrundfräse mit Anlaufkugellager abgerundet und dann alles verleimt… wieder ohne Verbindungselemente. Im Nachhinein hätte ich auch gleich die Seitenwände abrunden sollen. So musste ich das alles beim Schleifen abrunden…

Die Oberfläche

Nachdem ich alles geschliffen habe, wurden die Futterstationen mit Kreidelack lackiert. VORSICHT! Kreidelack eignet sich überhaupt nicht für diesen Einsatzzweck. Das habe ich aber auch erst nach ein paar Wochen feststellen müssen. Die Futterreste lassen sich nämlich nicht vom Lack entfernen. Ich habe später alles abgeschliffen und dann Hartwachsöl in weiß aufgetragen. Das geht besser…

Sieht zwar jetzt gut aus, nach einigen Wochen sehen die Futterstationen aber unansehnlich aus und lassen sich nur sehr schlecht reinigen.

Zubehör

Damit die Katzen sich nicht aus Versehen an die falschen Näpfe stellen, habe ich aus dünnem Restholz und mit dem Lasergravierer kleine Namensschilder angefertigt und sie auf die Futterstationen aufgeklebt.

Außerdem habe ich noch Gummifüsse eingelassen, damit sich die Futterstationen nicht so leicht verschieben lassen. Auch nicht bei großem Hunger…

Den Katzen gefällt die neue Futterlösung und der Boden sieht ringsherum deutlich besser aus.

Vielleicht ist dieses kleine Projekt ja eine Anregung für deinen Vierbeiner auch so etwas zu bauen. Ich habe bewusst auf komplizierte Verbindungen oder Konstruktionen verzichtet. Ich rate Dir aber, einen vernünftigen und vor allem abriebfesten Lack zu verwenden

Viel Spaß beim Nachbauen und herzliche Grüße
Frank
– der Kellerwerker

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