Archiv der Kategorie: Miniprojekt

Spielzeug-Laserwaffe selber bauen

Hier ein älteres Projekt, dass ich bisher vergessen habe zu veröffentlichen.:

Mein Sohn ist nicht nur ein großer LEGO-Fan, sondern liebt auch alles, was mit Star Wars zu tun hat.

In diesem Zusammenhang hatte ich ihm vor langer Zeit ein “Rotationslasergewehr” nach einer Vorlage von Star Wars The Clone Wars gebaut. Leider ist es irgendwie abhanden gekommen und mein Sohn war entsprechend traurig. Wochenlang lag er mir in den Ohren, dass wir eine neue Waffe bauen sollten. Da ich zeitlich stark eingespannt war, er aber nicht locker ließ, einigten wir uns darauf, einen neuen Rotationslaser zu bauen, der weniger Details aufwies als die alte Version. Zeitvorgabe war maximal zwei Stunden, wenn er mir hilft.

Das Material war schnell zusammengesammelt. Wir brauchten nur jeweils ein Stück 110er (Abwasserrohr) und ein 70er (Dachrinnen-Fallrohr) PVC Rohr, 16er Elektroinstallationsrohre (PVC), zwei 10 mm Gewindestangen, etwas Flacheisen und Holz aus der Restekiste. Erstaunlich, wie gut sich mein Sohn in meiner Werkstatt auskennt…

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Wir haben nicht auf Maße geachtet, sondern einfach drauflos gebaut – nicht dass das ungewöhnlich wäre für mich, ich will es hier einfach nochmal betonen… Im ersten Schritt habe ich an der Bandsäge die zwei Holzscheiben ausgesägt, die in das 110er Rohr eingelassen werden. Dazu habe ich meinen selbstgebauten Zirkel genommen und zwei Kreise auf einem Stück Restholz gezeichnet.

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Mein Sohn hat in dieser Zeit das Installationsrohr in sechs gleiche Teile gesägt – etwa 25 cm lang.

Die Scheiben erhielten im Anschluss jeweils ein Loch, das dem Durchmesser des 70er PVC Rohres entsprach. Auch das habe ich mit der Bandsäge gemacht. Dabei habe ich durch den Rand bis an die Markierung des inneren Kreises gesägt und dann das Loch hergestellt. Da ich diese Ringe nachher sowieso an das Rohr kleben wollte, habe ich den Schnitt nicht verleimt.

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Hier kannst du das ganze nochmal in bewegten Bildern sehen:

Eine Scheibe habe ich auf das Rohr gesteckt und bündig mit der hinteren Kante festgeklebt. Die zweite sitzt mit einem Abstand von etwa 40 mm weiter zur Mitte hin. Ich habe übrigens für alle Klebearbeiten Heißkleber genommen, um auch hier Zeit zu sparen.

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Jetzt haben wir die sechs Rohre um das 70er Rohr gleichmäßig herum angeordnet und wieder mit Heißkleber befestigt.

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Es folgte die Herstellung des hinteren Griffes. Der Rotationslaser wird aus der Hüfte “geschossen” (so wie viele meiner Projekte…), so dass der Griff nach oben zeigen und nach vorne geneigt sein muss. Dazu sägte ich an der Bandsäge zwei Vierkanthölzer auf Länge.  Ein Kantholz ist die Verlängerung des Gewehres, darauf kommt der Griff. Das untere Ende vom Griff habe ich an der Bandsäge angeschrägt. Auch die Form des Griffes habe ich an der Bandsäge ausgesägt.

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Die beiden Hölzer habe ich mit eine 80er Spaxschraube verbunden. Sieht fast aus wie ein zu kurz geratener Pushstick für die Tischkreissäge…

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Um den zusammengesetzten Griff am Gewehr zu befestigen, habe ich noch eine Holzscheibe ausgesägt. Mit zwei Schrauben wurde der Griff daran befestigt.

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Die Scheibe steckten wir nun in das 110er Rohr und schraubten es mit vier Holzschrauben von außen fest.

Es folgte der vordere Griff, der aus zwei Flacheisen und einer Gewindestange besteht. Die Flacheisen habe ich auf Länge gesägt, oben abgerundet und oben und unten jeweils ein 10 mm Loch gebohrt. Die beiden Flacheisen werden mit einer 10 mm Gewindestange verbunden. Damit es sich angenehmer anfassen lässt, habe ich ein Stück von dem Installationsrohr über die Gewindestange gezogen und alles mit Muttern befestigt.

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Diesen Griff befestigte ich etwa in der Mitte des 110er Rohres, in dem ich zwei 10 mm Bohrungen machte und mit einer zweiten Gewindestange den Griff anschraubte.

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Jetzt folgte die “Hochzeit”. Die Konstruktion mit dem 70er Rohr schoben wir mit viel Heißkleber in das große Rohr und richteten alles einigermaßen gerade aus. Nachdem der Heißkleber fest war, waren wir fertig!

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In den nächsten Tagen wollen wir noch einige Details nachrüsten und das Ganze schwarz lackieren.

Die zwei Stunden haben wir übrigens lässig eingehalten… 🙂

Herzliche Grüß

Der (die) Kellerwerker

 

 

Einfaches Regal bauen

Frisch aus dem Urlaub zurück, möchte ich dir mein letztes Miniprojekt nicht vorenthalten.

Meine Werkstatt ist recht klein und Platz entsprechend kostbar. Da in letzter Zeit neue Maschinen bei mir eingezogen sind, benötigte ich für die Zubehörteile einen festen Platz. Den gab es nur an der Wand über meiner Werkbank und ließ sich nur in Form eines funktionalen aber stylischen Wandregales realisieren. Also schnappte ich mir einige Reste einer 20 mm Leimholzplatte und fing einfach an.  Ich wollte ein einfaches Regal bauen und keine Zeit mit komplizierten Verbindungen oder Leimarbeiten verschwenden.  Deshalb habe ich alles verschraubt.

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Stationärer Blechknabberer

Für meinen Wurfinator 3000 benötigte ich sechs gleich große Blechplatten, die ich aus einem großen Stück Abfallblech herausschneiden wollte.

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das Rohmaterial stammt vom Schrott

Dafür habe ich mir eigens einen Blechknabberer gekauft, den man mit einer handelsüblichen Bohrmaschine betreiben kann.

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das Schneidwerk des Knabberers, aus dem Loch kommen die “Halbmonde” – also die Späne des Bleches heraus

Der Vorteil so eines Blechknabberers ist der, dass sich Blech bis etwa 2-3 mm sehr einfach und sauber schneiden lässt – viel besser als z.B. mit dem Winkelschleifer. Die “richtigen” Blechknabberer kosten alle ab 100€ aufwärts, da ist diese 40 €-Variante für mich absolut ausreichend.

Im Freihandbetrieb lässt sich das Blech sehr leicht, schnell und vor allem gratfrei schneiden. Es ist ziemlich laut, aber nicht ansatzweise so laut wie mit einem Winkelschleifer.

Allerdings ist es ziemlich schwierig gerade Schnitte auszuführen.

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Umbau Tischkreissäge – der Sägetisch

Nun war der Läufer des Paralellanschlages mit der Verriegelung fertig.

Bevor ich nun den Anschlag anschweiße, wollte ich die stark in Mitleidenschaft gezogene Oberfläche des Sägetisches erneuern.

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Dazu sägte eine 12 mm Siebdruckplatte auf die Außenmaße des Tisches zurecht und übertrug mit einem Winkel die Maße für den Einsatz auf die Platte

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Zahnräder aus Holz?

Ich kaue nun schon seit Monaten auf der Idee herum, mir einen eigenen oszillierenden Spindelschleifer zu bauen.

Ich habe sogar schon einen Motor, den ich dafür nutzen könnte. Es handelt sich um einen alten Motor aus einem Schleifbock mit einer schnell drehenden Scheibe und einer langsam drehenden Naßschleifscheibe. An der Seite, wo die Naßschleifscheibe saß, sitzt eine Schnecke auf der Welle.

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Um den Spindelschleifer auf und abfahren zu lassen, überlegte ich mir, die Schnecke zu nutzen und mit Zahnrädern den Hub zu generieren.

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Schiff aus Restholz bauen

Meine Frau war auf zu einer Abschiedsfeier eingeladen und wünschte sich als “Geschenkverpackung” ein Holzschiff für die Gastgeberin.

Du ahnst es sicherlich… das Holzschiff musste erst noch gebaut werden…

Folgende Vorgaben gab es:

Nicht zu klein (!), es muss ein Buch reinpassen (?), als Segel werden vergrößerte Fotos genommen – also mit Mast, es muss von alleine stehen und darf nicht umkippen. Ach ja und die Abschiedsfeier ist morgen…

Da die Baumärkte schon geschlossen hatten, musste ich das Schiff aus Restholz bauen.

Dann mal schnell ans Werk…

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Spielekeller-Upgrade

Unsere Kinder haben vor einem Jahr nach langem Hin- und Her im Keller einen Raum als Spielekeller  gekriegt.

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die Lego-Stadt platzt aus allen Nähten…

Jedes Kind hat sein eigenes Zimmer, allerdings spielen beide gerne mit Lego und haben vor geraumer Zeit gemeinsam beschlossen, eine Lego-Stadt zu gründen… im Zimmer meines Sohnes.

Es endete darin, dass nicht mehr im Zimmer gesaugt werden , geschweige das man sich im Zimmer bewegen konnte. Wenn ich meinen Sohn morgens wecken wollte ging das nur durch Rufen von der Zimmertür aus, weil ich nicht mehr auf irgendwelche (spitzen) Legoteilchen treten wollte.

Also haben wir einen Raum im Keller fertig gemacht und Teppich reingelegt. Für die Lego-Stadt habe ich eine Platte (2,2m x 1,2m) auf Füße gestellt.

Nach kurzer Zeit, war die Platte voll. Ja richtig voll und meine Kinder lagen mir in den Ohren, dass sie die Platte vergrößert haben wollten. Nur der Keller war nicht nur mit Lego gefüllt, sondern auch mit all den Spielsachen, die für oben nicht mehr aktuell genug oder einfach zu sperrig waren.

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