Test Skil Multisäge 5330

Die Firma Skil war so freundlich und hat mir schon vor längerer Zeit zum Testen die Einhandsäge “Multisaw 5330 AA” zur Verfügung gestellt.

Noch am Tag der Ankunft, testete ich die Maschine in meiner Kellerwerkstatt.

Hier kommt nun etwas verspätet der Testbericht.

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Lieferumfang:

Die Maschine kommt in einem kleinem Karton mit folgendem Zubehör:

– die Multisäge “5330 AA Multisaw”

– zwei Sägeblätter (80 Z)

– ein Diamant-Sägeblatt für abrasive Werkstoffe (Fliesen, Beton, Keramik, etc.)

– ein Absaugschlauch

– ein Parallelanschlag

– ein Inbus-Schlüssel für das Wechseln des Sägeblattes

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Zunächst fällt auf, dass die Multisäge sauber verarbeitet ist. Sie ist für ihre Größe ziemlich schwer (etwa 2 Kg), liegt aber gut in der Hand.

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Vorne kann die Eintauchtiefe eingestellt werden. Dazu wird eine Schnellverstellung mittels Hebel arretiert.

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Hier sind Schnitte bis zu 28 (komma fünf… naja…) mm möglich.

Ich habe zuerst das Multisägeblatt eingesetzt.

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Dazu wird mit dem Inbusschlüssel die Schraube mit Linksgewinde und Unterlegscheibe abgeschraubt. Das Sägeblatt wird eingelegt (auf Pfeilrichtung achten!) und festgeschraubt.

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Mit einem Knopf wird die Spindel arretiert, so dass die Schraube leicht festgezogen werden kann.

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Der Inbusschlüssel kann in einer Gummi-Öse am hinteren Griff aufbewahrt werden.

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Wie bei einer Handkreissäge läuft das Sägeblatt beim Sägen gegen die Schnittrichtung. Ausrisse sind also auf der Oberseite zu erwarten.

Vor dem Sägen steckte ich den Schlauch für die Staubabsaugung an die Maschine. Der Schlauch ist sehr dünn, genauso wie die Aufnahme an der Maschine und wirkt im ersten Moment nicht sehr vertrauenserweckend. Das andere Ende des Schlauches passt an einen herkömmlichen Staubsaugeranschluss.

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die Staubabsaugung… klingt komisch… ist aber so

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tja… wirkt ungewohnt

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Als ersten Versuch sägte ich ein Stück von einem 18 mm Kieferbrett ab. Staubsauger an und los.

WOW! Die Maschine ist etwa so laut, wie meine Handkreissäge und beim Starten ist man vom plötzlichen Anrucken durchaus beeindruckt. Sie hat also Kraft, die kleine Skil Minisäge…

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Das Sägen geht recht leicht von der Hand.

Die Maschine wird mit dem unten liegenden Schalter gestartet. Vorher muss ein Sicherheitshebel umgelegt werden.

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Um das Sägeblatt einzutauchen muss noch die Arretierung gelöst werden. Sie sorgt dafür, dass das laufende Sägeblatt kontrolliert und nicht aus Versehen in das Werkstück eintaucht.

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Zum Entriegeln drückt man auf den oben liegenden Knopf. Das ist anfangs etwas umständlich, beim dritten Schnitt hat man sich daran gewöhnt.

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Der absolute Hammer ist aber tatsächlich die Staubabsaugung!

Ich habe bei keiner meiner Maschinen eine so effektive Absaugung des Staubes erlebt.

Dadurch, dass der Anschlussschlauch so klein und flexibel ist, lässt sich die Maschine leicht handhaben.

Ich habe den meinen Staubsaugerschlauch  an der Werkbank mit Klemmen fixiert, damit sich der Schlauch nicht löst oder die Handhabung beeinträchtigt. Er könnte etwas länger sein, damit man mehr Freiraum hat.

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Der Hersteller hat  sich aber doch etwas bei dieser anfangs skurill wirkenden Einrichtung gedacht!

Die Schnitte sind erstaunlich sauber und ohne Ausrisse.

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Sie sind nicht exakt gerade, weil die Sicht auf das Sägeblatt nur von der linken Seite möglich ist und der Umgang mit der durchaus kraftvollen Maschine erstmal umgewohnt ist.

Dafür gibt es ja aber einen mitgelieferten Parallelanschlag!

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Die Montage ist recht simpel und erfolgt ohne Werkzeug. Eine Skala ist eingefräst. Leider hat der Parallelanschlag etwas Spiel, was das Sägen leider auch ein wenig ungenau macht.

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Nun wollte ich mal die angepriesene Tauchschnitt-Funktion testen. Es handelt sich ja sozusagen um eine Tauchsäge.

Ich nahm ein Reststück einer Leimholzplatte mit etwa 25 mm Stärke und zeichnete ein Rechteck an, welches ich ausschneiden möchte.

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dieses Rechteck soll raus

Auch hier muss ich die Firma Skil loben:

Auf dem Sägeschuh sind Markierungen vorhanden, die anzeigen, wo das Sägeblatt beginnt und wo es endet, wenn es ganz ausgefahren ist. Die Markierungen sind von der Seite und von oben gut erkennbar. Echt clever!

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Auch die Tauchschnitte sind kein Problem. Natürlich muss man mit einer anderen Säge nacharbeiten, weil das Sägeblatt ja nicht gerade von oben nach unten verläuft, sondern unten etwas stehen bleibt.

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Was mir auch sehr positiv aufgefallen ist, sind die Markierungen, die es dem ambitionierten Heimwerker ermöglicht, gerade Schnitte auf eine längere Strecke auszuführen, ohne den Parallelanschlag zu nutzen.

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Markierungen vorne

 

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Markierung hinten

Wenn man beim Sägen darauf achtet, die vordere und hintere Markierung jeweils auf dem Strich / Sägeschnitt zu halten, verläuft der Schnitt schön gerade. Das trapezförmige Fenster vorne sorgt zusätzlich dafür, dass man auf dem Strich bleibt.

Da meine Frau lauthals ihr Veto einlegte, als ich mal versuchsweise eine Fliese in unserem Badezimmer zerteilen wollte, bleibe ich Dir einen Erfahrungsbericht beim Schneiden von Fliesen vorerst schuldig… 🙂

Fazit:

Ich bin durchaus von der Skil Multisaw überzeugt. Vor allem die effektive Staubabsaugung macht sie bei Innenarbeiten zu einem nützlichen Helfer, z.B. beim Laminatverlegen oder beim Innenausbau in Verbindung mit einer Stichsäge.

Sie richtet sich meiner Meinung nach aber eher an

– die Heimwerker, die keinen größeren Maschinenpark haben und nicht viel Geld ausgeben wollen

– Laden-, Küchen- oder Messebauer, die viel mit Plattenwerkstoffen und ggf. mit Aluleisten und an engen Stellen arbeiten

Die Maschine ist schon ziemlich kräftig und im Vergleich zu den anderen Maschinen in dieser Klasse auch mit einer höheren Drehzahl ausgestattet. Durch diese höhere und nicht regelbare Drehzahl muss man beim Kauf von Zubehör darauf achten, dass alternative Sägeblätter für diese Geschwindigkeit geeignet sind.

Demnächst berichte ich über die Skil Mini-Handkreissäge im Zusammenhang mit einem Projekt. Mal sehen, wie sie sich im harten Heimwerkeralltag schlägt… 🙂

Weitere Informationen findest Du auf der Seite des Herstellers:

Skil Deutschland

Bis dahin herzliche Grüße

Frank

-der Kellerwerker

 

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