Knochenleim – der Test

Ich bin ein großer Fan von dem youtube-Kanal von Tischlermeister Lothar Jansen-Greef.

Hier berichtet Lothar von seiner Arbeit als Tischlermeister und Restaurator. Er zeigt nicht nur traditionelle Arbeitstechniken aus der Tischlerei, sondern beschreibt von der Schellack-Politur bis hin zur Anwendung von Knochenleim alles mögliche.

Hier gelangst Du zu seinem youtube-Kanal

Inspiriert von seinen Ausführungen über Knochenleim, habe ich mir im Internet Knochenleim in Perlenform gekauft, um eigene Versuche durchzuführen.

Knochenleim hat mehrere Vorzüge. Zum einen handelt es sich um ein natürliches Produkt ohne irgendwelcher künstlichen Zusätze.

Weiterhin ist Knochenleim reversibel, das heißt unter Zuführung von Wärme und ggf. Wasser, lösen sich die mit Knochenleim verleimten Werkstücke und lassen sich später wieder fest verbinden. Das ist vor allem bei alten Stühlen sehr interessant.

Mit Knochenleim kann man Holz, aber auch Papier, Filz und Leder sehr gut verkleben, wobei der Leim glashart aushärtet. Vor allem im Bau von Musikinstrumenten hat der Knochenleim seine Marktführerschaft behaupten können, da er den Schall besonders gut überträgt.

Knochenleim wird tatsächlich aus Knochen gekocht, wobei sich der eigentliche Leim – das sogenannte Glutin herauslöst. Dieses Glutin wird dann gereinigt und als Platten oder Perlen verkauft. In dieser Form ist Knochenleim praktisch ewig haltbar.

Knochenleim ist grundsätzlich nicht wasserfest und deshalb nur für die Verwendung in Innenräumen geeignet. Man kann ihn allerdings durch den Zusatz von Alaun wasserunlöslich machen.

Der größte Nachteil und damit auch der Grund, warum der Knochenleim aus den Tischlereien verbannt wurde, ist der Umstand, dass man Knochenleim nur aufgewärmt (etwa 60 Grad) verwenden kann. Auch das Werkstück sollte vor Auftragen des Leims erwärmt werden, weil sonst der Leim beim Auftragen schnell auskühlt und die Klebekraft dadurch deutlich abnimmt. Die alten Tischlereien hatten deshalb früher immer große Öfen in den Werkstätten, damit sie darauf die Werkstücke vorwärmen konnten. Der Leim musste zügig verarbeitet werden, vor allem beim Furnieren.

Das Aufwärmen sollte auch nur im Wasserbad erfolgen, weil der Leim nicht wärmer als 65 Grad werden darf, da sonst zum Leimen wichtige Enzyme zerstört werden. Auch darf der Leim nicht in Eisentöpfen erwärmt werden, weil das Eisen mit dem Leim reagiert und er dadurch unbrauchbar werden kann.

Durch den Einsatz von künstlichen Leimarten, wie z.B. Weißleim, wurde der Weg in die Massenproduktion geebnet und die Möbelindustrie konnte entstehen.

Weißleim ist aber eigentlich nichts anderes als flüssiger Kunststoff (Polyvinylacetat), der in Wasser gelöst wurde. Es lohnt sich also durchaus, mal natürliche Alternativen auszuprobieren.

Für die Freundschaftsbank, die immer noch im Bau ist (ich komm halt nicht dazu…), habe ich als Unterstützung für die Schraubzwingen Taschenbohrungen gesetzt. Da ich leider mit Senkkopfschrauben gearbeitet habe, sind einige Werkstücke gerissen. Also wenn Du mit dem undercover-jig arbeitest, nimm KEINE SENKKOPFSCHRAUBEN!!!!!

Ich habe nach dieser Aktion meine üblichen Seemannsgedichte aufgesagt und mich dann aber an den oben erwähnten Lothar Jansen-Greef erinnert, der mit flüssigem Knochenleim nicht nur schadhafte Stellen fixierte und vor dem weiteren Ausreissen bewahrte, sondern sich auch selbst eine Holz-Spachtelmasse herstellte.

Daraufhin habe ich bei Dieter Schmids “www.feinewerkzeuge.de” (nicht gesponsert!!!) Knochenleim-Perlen gekauft. Ein 1000g Beutel kostet etwa 9,00 € zzgl Versand. Da kann man nicht meckern – obwohl meckern kann man eigentlich immer… 😉

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Die Perlen müssen für etwa einen Tag in Wasser quellen. Dazu nimmt man sich ein Glas, füllt es mit Wasser und schüttet etwa den gleichen Volumenanteil Perlen hinzu.

Nun passiert erstmal nix… gar nix. Nach etwa einer halben Stunde fangen die Perlen an zu wachsen und irgendwann ist das Wasser weg und die Perlen sind um das doppelte gewachsen. Ich habe zwischendurch Wasser nachgekippt. Die Perlen fühlen sich nun an wie Fischeier, weich und nachgiebig aber doch fest – eben wie Gummi.

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zu viele Perlen und zuwenig Wasser…

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die Perlen wachsen aber schon…

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das Wasser ist weg! Ich habe dann noch etwas hineingegeben

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Am nächsten Tag ist das Wasser schon wieder weg, aber die Perlen sind doppelt so groß geworden

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wie Gummi, nur wesentlich geruchsintensiver…

Um den Knochenleim nun gebrauchsfertig zu machen, muss der Leim im Wasserbad auf etwa 60 Grad erhitzt werden. Ich habe dafür eine alte elektrische Kochplatte verwendet.

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Damit ich das Wasser nicht über 60 Grad erwärme, habe ich in eine Leiste ein 5 mm Loch gebohrt, dadurch ein Fleischthermometer gesteckt und sie über den Topf gelegt, so dass das Thermometer im Wasser steckte.

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Dann habe ich das Glas in den Topf mit dem warmen Wasser gestellt und gewartet.

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Nach kurzer Zeit fingen die Perlen an, sich zu verflüssigen. Es ging recht schnell und es bildete sich ein leichter Schaum an der Oberfläche.

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wärmer darf das Wasser nicht werden

Es roch aber alles andere als nach Rosen… Ich empfand den Geruch als sehr unangenehm, ja nach Ausscheidungen, die ich hier nicht näher beschreiben möchte. Ich bin eigentlich nicht sehr geruchsempfindlich – arbeite ich doch bei einem Entsorgungsunternehmen…, aber das war wirklich nicht sehr angenehm. Aber egal, es geht ja um etwas Größeres, also weitermachen!

Als erstes probierte ich das normale Verleimen von kleinen Sternen aus Fichte aus, die ich für ein Weihnachts-Projekt gebaut hatte, von dem Du hier aber nie etwas lesen wirst. Das hat aber nichts mit dem Knochenleim zu tun…

Den Leim trug ich mit einem Pinsel auf, der nicht mit Eisen eingefasst war, weil Knochenleim und Eisen sich nunmal nicht vertragen.

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leicht schaumig…

Das Auftragen ging gut, die Konsistenz ist leicht dickflüssig, anfangs etwas schaumig.

Dann wollte ich mir den Holzspachtel anmischen.

Dazu hatte ich Schleifstaub gesammelt und gesiebt. Einmal groben aus meinem Zyklonabscheider und einmal feineren aus dem Staubfangbehälter meines Excenterschleifers.

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links grob, rechts fein…

Um die großen Löcher zu verfüllen, mischte ich den groben Schleifstaub mit etwas Leim und stopfte die Löcher damit aus. Ich achtete besonders darauf, dass die Mischung nicht im Glas auskühlte.

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Ein loses Astloch, sowie die gerissenen Stellen versah ich mit dem Knochenleim und tränkte die Stellen sozusagen. Den Überschuss nahm ich gleich mit einem nassen Lappen ab.

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Dann ließ ich alles einige Tage in Ruhe, weil ich sehr sehr krank wurde… also ich hatte eine Erkältung… aber wirklich schlimm! 🙂

Als ich nach gefühlten zwei Monaten wieder nach der Bank schaute, war ich wegen der Härte der Klebestellen und der Klebekraft der Sterne sehr beeindruckt!

Die Unebenheiten der “gespachtelten” Stellen schliff ich mit dem Dreiecksschleifer einfach ab, eventuell mach ich nochmal einen Spachtel mit dem feineren Schleifstaub. Das Astloch ist bombenfest, weil der Knochenleim wirklich extrem hart ist. Bei den Bruchstellen bricht gar nichts mehr.

Allerdings hat der abgekühlte Knochenleim, den ich ohne Deckel auskühlen ließ, auf der Oberfläche Schimmel gebildet. Ich musste ihn also leider entsorgen… Den Deckel habe ich seinerzeit bewusst nicht aufgeschraubt, damit der Leim nicht schimmelt…

Fazit:

Es ist doch recht aufwändig mit Knochenleim zu arbeiten, wenn man nur ab und zu leimen muss. Das Erwärmen mit dem Wasserbad und das Erwärmen der Werkstücke halten auf. Der Geruch ist auch nicht schön.

Aber die Klebekraft ist der Wahnsinn! Er lässt sich auch sehr gut verarbeiten, wenn man eben zügig arbeitet. Hat man sich vertan oder ist das Werkstück doch nicht so, wie man es sich vorstellte, macht man das Ganze mit dem Heißluftfön warm und löst alles wieder.

Für meinen Kellerwerker-Alltag greife ich wohl weiterhin auf den handelsüblichen Leim zurück. Sollte ich mal wieder Kinderspielzeug bauen, werde ich mir aber überlegen, ob ich nicht doch auf Knochenleim setze. Es ist wohl auch nur eine Frage der Übung, denn normalerweise hält bereits erwärmter Knochenleim sehr lange und lässt sich auch immer wieder erwärmen. Ich brauche wohl doch noch einen festen Platz für die Kochplatte…

Was ist mit Dir? Hast Du bereits Erfahrungen mit Knochenleim gemacht? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

Bis dahin alles Gute und viel Spaß beim Heimwerken!

Frank – der KnochenKellerwerker

17 Gedanken zu „Knochenleim – der Test

  1. Tobias Rohde

    Ein sehr informativer Artikel. Ich selbst habe zwar bisher nur von Knochenleim gehört, aber noch nie damit gearbeitet. Bis auf die Möglichkeit, verleimte Bauteile wieder voneinander lösen zu können, scheint es gegenüber handelsüblichem Holzleim keinen Vorteil zu geben. Dafür ist der zu betreibende Aufwand doch etwas höher.

    Zum Thema Taschenbohrungen und Senkkopfschrauben gibt es einen interessanten Beitrag von Michael Hild unter http://michael-hild.blogspot.de/2015/01/tipp-alternative-pocket-hole-schrauben.html.

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    1. Frank Rath

      Hallo Tobias,
      vielen Dank für Deinen Kommentar.
      Du hast recht. Die einzigen Vorteile liegen darin, dass es sich um ein Naturprodukt handelt, welches reversibel ist und eine wahnsinnig Klebekraft aufweist. Meiner Meinung nach auf jeden Fall eine höhere Klebekraft als normaler Weißleim.

      Den Beitrag von Michael kenne ich natürlich und finde ihn auch sehr informativ, wie übrigens seinen gesamten Blog…

      Herzliche Grüße
      Frank

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  2. MAK

    Hallo, sehr guter und ausführlicher Bericht den Du hier beschrieben hast, ich bin gerade dabei eine Buckeltruhe zu Restaurieren und habe den Boden entfernen müssen, jetzt habe ich schon überlegt wie ich diesen mit neuen Brettern wieder belegen kann und verbinden, meine Frage war nur weiß oder Knochenleim. Diese Frage hat sich jetzt durch deinen schönen erklärenden Text hier beantwortet.

    Danke und weiter so

    Gruss
    Sven

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    1. Frank Rath

      Hallo Sven,
      vielen Dank für deinen Kommentar!
      Ja Knochenleim ist wirklich ein ganz besonderer Klebstoff.
      Wenn man sich die Zeit nimmt und Holzteile für den Innen bereich kleben will, ist er unschlagbar.
      Bei mir ist es häufig ein Zeitproblem, warum ich herkömmliche Leime benutze, trotzdem bin ich von Knochenleime überzeugt.
      Ich freue mich, dich als (neuen?) Leser begrüßen zu dürfen!
      Herzliche Grüße aus Portugal
      Frank

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  3. Roland

    Hallo,
    es stimmt das dieser Leim nicht in die Parfümerie gehört, aber es gibt Schlimmeres und das sage ich als absoluter Verfechter des guten Duftes! 🙂
    Zeit, diesen Faktor kann ich gelten lassen wenn man mit den Arbeiten Geld verdienen muss, wenn es aber Hobby ist dann sollte Zeit kein Faktor sein.
    Klar nimmt man auch mal schnell eine Schraube, oder Dübel um zwei Hölzer zu verbinden, aber eine Zinkenverbindung hat seinen Flair und der ist mehr als die Zeit. So verhält es sich mit dem Knochenleim – es muss einem halt wert sein, auf Gutes unserer Väter und Großväter zurückzugreifen.
    Lasst uns also wieder mehr Zeit in Nützliches investieren, das Objekt und die Umwelt werden es uns danken.

    Nix für ungut und ein gutes neues Jahr!

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    1. Frank Rath

      Hallo Roland,

      ich freue mich, das das Thema Knochenleim immer noch bei einigen Heimwerkern ein Thema ist.
      Duft, tja klar der ist nicht sehr angenehm, aber moderne PU-Kleber riechen auch nicht nach Rosen.
      Zeit spielt aber bei mir durchaus eine große Rolle. Die meisten meiner Projekte zeichnen sich durch eine schnelle Umsetzung aus, weil mir häufig die Zeit zum Heimwerken (und Bloggen) fehlt.
      Ich finde Knochenleim sehr interessant, weil er nicht nur umweltverträglich und reversibel ist, sondern auch sehr gut verbindet. Weiterhin finde ich den traditionellen Ansatz und den damit verbundenen Respekt vor altbewährtem wichtig.
      Bei Projekten, die nicht ganz so zeitabhängig sind, werde ich ihn auch bestimmt wieder einsetzen.
      Vielen Dank für deinen Kommentar lieber Roland!
      Herzliche Grüße
      Frank

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  4. Rebout bernard

    Hallo ich habe nur heute ihre Kommentaren gefunden,

    Vielleicht darf ich von mein erfahrung sprechen( entschuldigung mein Deutsch ist nicht perfekt weil ich Französich bin)
    ich habe schon jahre lang Knochenleim in mein Wekstatt , aber nicht nur.
    Knochen leim is nicht so flexible und mit den jahren wird es zerbrächlich deswegen benutze ich eine mischung von etwa 1/3 Nervenleim und 2/3 Knochenleim.
    Diese mischung is viel besser , besonders für Intarsien

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    1. Frank Rath

      Hallo Rebout,
      vielen Dank für Deine Nachricht! Mein Deutsch ist auch nicht perfekt, obwohl ich Deutscher bin… 🙂
      Von Nervenleim habe ich bisher noch nichts gehört. Klingt interessant…
      Vielen Dank für deinen Hinweis auf diese Mischung. Sobald ich wieder etwas mehr Ruhe habe, werde ich mich auch mit diesem Thema wieder näher befassen.

      Herzliche Grüße
      Frank

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  5. Patrick Schierding

    Hallo Heimwerker,
    Ein paar fachliche Anmerkungen. Alle Warmleime sind Eiweißleime (Collagen) und sollten nicht mehr als 54°C erwärmt werden, da ab dieser Temperatur die Struktur zerstört wird. Des Weiteren nicht schnell und kräftig umrühren, da auch hier die Eiweißstruktur zerstört wird (Eischnee). Je dunkeler der Leim um so schlechter die Leimqualität. Quellen des Leimes immer in kalten Wasser wie Gelatine. Der Leim ist nach der Klebkraft von schwach nach stark sortiert: Knochenleim, Hautleim, Hasenleim, Hausenblasenleim. Eine Ausnahme macht der Fischleim dieser ist auch kalt zu verarbeiten und hat eine schöne lange offene Zeit mit guter bis sehr guter Klebkraft.
    Viel Spaß mit dem Arbeiten vom historischen Leimen.

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    1. Frank Rath

      Hallo Patrik,
      vielen Dank für deine sehr interessanten Informationen!
      Ich sehe, Du bist Experte auf diesem Gebiet.
      Ich bin übrigens erstaunt, wie viele Heimwerker sich mit dem Thema Knochenleim beschäftigen. Ich finds toll!
      Herzliche Grüße
      Frank

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  6. christoph eitler

    Hallo zusammen. Mein Vater hatte eine Werkstatt und arbeitete immer mit Knochenleim. Zehn Jahre nach seinem Tod habe ich angefangen, selber mit diesem Leim zu hantieren. Ich hatte auch immer den üblen Geruch im Hinterkopf. Aber heutige leime riechen viel weniger stark. Ich mache es mir einfach. Sobald ich die Werkstatt betrete beginnt mein alter Leimkocher aus der DDR zu wärmen. Und das mehrmals pro Woche. Der Leim ist ein Granulat und ich gebe das in einen Chromstahltopf rein. Geht auch. Ich giesse destilliertes Wasser vom Entfeuchter dazu. Aber immer wenig. Ich quelle nie vor. Mehrmals pro Woche wird der Leim also auf 55° erwärmt, ob ich es brauche oder nicht. Und nach Bedarf gebe ich Wasser oder Leim dazu. Noch ein Tipp: ein Stück altes Kupferblech verhindert weitgehend die Schimmelbildung auf der Drehbank habe ich noch einen passenden Holzdeckel gedreht mit einem Pinselloch. So kommt kein Staub in den Leim. Ich empfehle euch also wärmstens, diese Methode zu verwenden. Bin jetzt schon ca. 9 Jahre auf dem Knochenleimtrip. Nie mehr verstopfte und vertrocknete Weissleime.

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    1. Frank Rath

      Hallo Christoph,

      vielen Dank für das Teilen deiner Erfahrungen mit Knochenleim!
      Wärmst du deine Werkstücke vor dem Verleimen vor oder trägst du den Leim einfach so auf?

      Herzliche Grüße
      Frank

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  7. Frank

    Wasserfestigkeit durch zugabe von Alaun habe ich ausprobiert und kann dies nicht bestätigen. Löste sich beim eeßten regen gleich auf zu einer glitschigen massen bei aktuell 7 grad außentemperatur.

    Antworten
  8. gafu

    ich benutze einen flaschenwärmer für babybreigläser, und ein glas als behälter.
    wenn man nicht viel braucht, kann man kleine mengen leim bereiten, und dann wieder eintrocknen lassen.
    die dünne eingetrocknete schicht am boden lässt sich durch einwirkung von wasser und wärme binnen weniger stunden nichtstuen wieder aktivieren.

    Antworten
    1. Frank Rath

      Moin,

      das ist eine wirklich gute Idee! Leider sind meine Kinder lange aus dem Babybreialter heraus, so dass ich nicht auf diese Idee kam… 🙂

      Vielen Dank für den Tipp!

      Herzliche Grüße
      Frank

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  9. Erwin

    Hallo Frank
    Knochenleim kann man auch für Modell-Eisenbahnen verwenden !
    Mein Bruder und ich bauten für unsere Eisenbahn das Gelände mit Jute Säcke und Knochenleim.Den bekamen wir beim Schreiner kostenlos.Zum Formen des Gebirges haben wir alte Zeitungen zerknuellt und so wie wir es wollten auf und nebeneinander gelegt.Da drauf kam die Jute.
    Leim warm machen und mit Pinsel auf der Jute verteilen.nach dem erkalten die Zeitungen entfernen.Meist haben wir noch,solange der Leim noch warm war, Gelände-Streu aufgebracht.So hatten wir ein schönes stabiles Gebirge.
    Danke für den Blog
    MFG Erwin
    PS: soviel ich noch weiss,haben wir den Leim vor dem erwärmen NICHT eingeweicht

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  10. Franziska Bünger

    Hallo liebe Heimhandwerker,
    Vielen Dank für die tollen Beiträge!
    Bei so viel Männerkompetenz hier mal was von einer Handwerkerin
    Ich bin Sattlerin und kenne den Knochenleim zur Versäuberung von Lederschnittkanten wie z.B. an ganz einfachen, offenkantigen Gürteln oder Riemen. Dazu wird der Leim wie oben beschrieben erwärmt und dann stark verdünnt. Man trägt ihn auf die Schnittkante auf und reibt immer wieder mit einem Baumwolltuch schnell darüber. Durch Reibungshitze und Druck wird der verdünnte Leim glänzend und die Schnittkante verdichtet. Das Leder wird sich dort lange Zeit nicht aufrubbeln und schön glatt aussehen. Wichtig ist es, den Knochenleim zu verdünnen, da er sonst am Baumwolltuch klebt und anschließend brüchig vom Leder rieselt.
    Was mir noch fehlt, ist ein gut zu verarbeitender Lederleim, der flexibel bleibt und weder auf Hitze noch auf Feuchtigkeit reagiert. In erster Linie wird eine Trense ja genäht. Aber sollte ich doch mal was kleben wollen, ist es schade, wenn dem Tier beim Schwitzen die Riemen vom Kopf fallen.
    Weiterhin viel Freude beim Dinge erschaffen!
    Franzi aka Riemenflicker

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