Eine neue Tischkreissäge

Ich bin ein großer Fan von Ebay-Kleinanzeigen.

Im Gegensatz zu Ebay, findet man hier noch wirklich interessante Angebote.

Seit langem wünsche ich mir schon ein Schutzgasschweißgerät, sowie eine größere Tischkreissäge. Das Schweissgerät habe ich ja nun gefunden und auch ordentlich damit geübt.

Bisher nutzte ich eine Einhell TKS 1500 mit einem 250 mm Sägeblatt, die ich vor drei Jahren für 50€ erwarb, reparierte und auch fleißig im Einsatz habe. Vor allem meinen selbstgebauten Schiebschlitten nutze ich sehr häufig.

Kreissäge mit Schlitten

Im Laufe meiner Heimwerkerkarriere haben sich offensichtlich meine Ansprüche an eine Tischkreissäge verändert. Mich stört nicht nur der Parallelanschlag (Modell Micky Maus), sondern auch das umständliche Verstellen der Sägeblattneigung und vor allem der wackelige Aufbau der Sägeblatthalterung. Wenn ich die Höhe exakt eingestellt habe, hat sich diese nach kurzer Zeit von selbst verstellt.

Zu guter Letzt hat der Motor immer häufiger Aussetzer und ich beschloss mich intensiver um eine neue Tischkreissäge zu kümmern.

Sie sollte nicht viel Geld kosten, möglichst ein größeres Blatt haben und stabiler sein als meine Einhell. Dabei durfte sie aufgrund meiner engen Platzverhältnisse nicht zu groß sein und musste mit 230 V betrieben werden können.

Eine Formatkreissäge fiel damit raus, weil sie nicht nur zu teuer, sondern auch häufig zu groß ist.

Nach langem Grübeln entschloss ich mich, nach einer Baukreissäge mit einem 315er Blatt Ausschau zu halten. Dabei habe ich gleich mit eingeplant, einen neuen Parallelanschlag zu bauen (Schweissgerät sei dank…) und ggf. den Sägetisch mit einer neuen Platte zu belegen.

Ich kaufte letztendlich eine vier Jahre alte Metabo 315 für 130€! Die Säge ist gut in Schuß und es gab noch zwei zusätzliche Sägeblätter von Metabo dazu.

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Die Säge hat von Hause aus einen Parallelanschlag, den man durch eine seitlich angebrachte Führungsschiene aus als Quer- und Gehrungsanschlag nutzen kann. Aber auch hier ist mir die Konstruktion der Anschläge zu wackelig und ungenau. Also ab damit!

Auf youtube habe ich ein tolles  Video gesehen, wo ein junger Bursche einen Parallelanschlag selbst baut. Davon inspiriert baute ich drauf los… und machte richtig viele Fehler…

Eine detaillierte Beschreibung werde ich in den nächsten Tagen nachreichen.

Hier mal einige Bilder, wie meine Säge jetzt aussieht:

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Da der Blechtisch schon ziemlich angegriffen und nicht mehr ganz eben war, habe ich mich dafür entschieden, eine 12 mm Siebdruckplatte aufzuschrauben.

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Nun habe ich eine Sägehöhe von etwa 65 mm. Das ist leider weniger, als ich mir gewünscht habe, vor allem mit einem Sägetisch, bei dem ich auch nochmal 10 mm verliere. Aber erstmal ist das so in Ordnung.

Ich bin nicht so richtig zufrieden mit dem Parallelanschlag, vor allem mit der Arretierung werde ich mir nochmal etwas einfallen lassen.

Da ich leider nicht sehr exakt gearbeitet habe, lässt sich der Anschlag nur arretieren, wenn der Hebel oben ist, statt unten…

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Deshalb musste ich den Hebel kürzen und ein Stück Stahl abgewinkelt anschweißen. Das geht zwar vorerst, nervt mich aber. Die Arretierung hält sonst aber sehr gut.

Auf den eigentlichen Parallelanschlag habe ich einen langen Aluwinkel aufgesetzt, der aus zwei Aluprofilen besteht.

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Die Idee war gut, das Ausrichten zum Tisch und der anschließenden Befestigung eine Katastrophe. Auch hier war ich wieder zu voreilig und habe nicht richtig nachgedacht.

Wahrscheinlich baue ich einen neuen Anschlag.

Als der Anschlag fertig war, habe ich eine Nut für einen Schiebeschlitten eingefräst.

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Das ging ganz gut, obwohl bei meine Oberfräse der Schalter kaputt ging und ich sie nur über eine schaltbare Verlängerung ein und ausschalten kann…

Als nächstes folgt erstmal ein Schiebeschlitten und dann eine Absauganlage mit meinem Radiallüfter. Die Säge macht trotz meiner Absauganlage extrem viel Dreck und das ist in einer Kellerwerkstatt sehr unangenehm…

Das Sägeblatt ist leider auch ziemlich wackelig. Das liegt an der Aufhängung des Motors und der Höhenverstellung. Der Korb in dem der Motor sitzt ist aus relativ dünnem Blech. Vielleicht fällt mir dazu auch noch etwas ein.

Der Spaltkeil war total verstellt. Er war nicht in einer Flucht mit dem Sägeblatt und somit war ein vernünftiges Sägen nicht möglich, weil das Holz beim Durchschieben am Spaltkeil hakte. Das lag wohl zum Teil an der Motoraufhängung, die ich dann nachjustiert habe.

Auf jeden Fall hat sie deutlich mehr Kraft als meine alte Kreissäge und ist dabei wesentlich leiser. Ich will ja nicht nur meckern…

Ich werde sie jetzt erstmal so weiter nutzen und sie dann nach und nach auf meine Bedürfnisse umbauen. Ich habe es mir aber leichter vorgestellt.

Ich halte Dich auf dem Laufenden!

Herzliche Grüße

Frank

-Der Kellerwerker-

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