Archiv für den Monat: Mai 2014

Balkondeck – Die Treppe

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die neue Treppe

 

 

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die alte Treppe…

 

 

 

 

 

 

Einer der Hauptgründe, warum ich dieses doch recht umfangreiche Projekt “Balkondeck” für meine Nachbarn anging, war die alte Treppe.

Sie wurde vor drei Jahren nachträglich von einem (angeblich gelernten) Maurer gebaut. Die Stufen waren nicht nur allesamt schief, sondern die Trittflächen waren auch unterschiedlich tief. Von 12 cm bis 18 cm war alles dabei.

Geht man eine Treppe rauf oder runter, merkt man unbewußt, ob die Trittflächen oder die Höhen unterschiedlich sind. Man geht bei einer unregelmäßig gebauten Treppe unsicherer.

Ich persönlich habe mich zweimal beim “Abstieg” professionell abgerollt, weil ich eine Stufe nicht richtig erwischt habe. Colt Seavers wäre stolz auf mich gewesen…

Es war mir also tatsächlich eine Herzensangelegenheit, diesen Zustand zu verändern.

Es gibt ziemlich strenge Normen und Vorgaben, wie groß die Trittfläche und wie hoch eine Stufe zu sein hat. Hat man sich damit erstmal beschäftigt, stellt sich natürlich die Frage, wie kriege ich eine vernünftige Unterkonstruktion hin, die nicht nach einem Jahr weggegammelt ist.

Mit all diesen Fragen beschäftigt sich dieser Beitrag.

Hier gehts zur Baubeschreibung

Und hier gehts zur Treppenberechnung

Holzlampe selber bauen

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Holzlampe aus Restholz

Für meine Standbohrmaschine brauchte ich eine Lampe.

Da ich keine Lust auf eine – in meinen Augen – überteuerte Plastiklampe hatte, beschloss ich eine zu bauen.

In eine der zahlreichen Lifestyle-Zeitschriften meiner Frau, sah ich vor einiger Zeit eine Designerlampe aus Holz, die mir gefiel. Die ist zwar auch überteuert aber wenigstens ist sie aus Holz.

Also ran an die Restekiste und ohne große Planung eine Lampe zusammenbauen!

Während der “Bauarbeiten”, fiel mir ein Video von Izzy Swan ein, in dem er zeigte, wie man mit “Wedgies” – also mit Holzkeilen, Holzteile zum Leimen fixierte. Das wollte ich auch ausprobieren, weil der Lampenkorb nicht gerade sein sollte. Die Teile lassen sich deshalb schlecht mit Schraubzwingen zusammenhalten.

Statt Muttern habe ich einfach aus Resten einer Birken-Multiplexplatte Holzmuttern gesägt und mit einem Gewinde versehen.

Ursprünglich wollte ich die Lampe gleichzeitig als Halter für meinen Staubsaugerschlauch nutzen, aber die Lampenfunktion hat sich durchgesetzt. Vielleicht baue ich nochmal einen Staubsaugerhalter.

 Hier gehts zur Baubeschreibung

 

Vorschau auf kommende Projekte

 

Um die Spannung ins Unermessliche zu treiben, zeige ich hier ein paar “Blitzlichter”, von den in nächster Zeit hier erscheinenden Projekten:

Frästisch verstaut

Frästisch, der als Aufsatz für meinen Arbeitstisch ausgelegt ist. Wird er nicht gerade gebraucht, hängt er mit dem Anschlag an der Wand.

Zyklonabscheider mit Staubsauger

Zyklonabscheider, der zusammen mit meinem alten Industriestaubsauger auf einem Wagen befestigt ist. Er ist das Herzstück meiner zentralen Absauganlage.

Leimhilfen

Leimhilfen, mit denen ich Werkstücke rechtwinklig zusammenhalten kann, um sie ordentlich zu verleimen.

 

 

 

Kinderschreibtisch, höhenverstellbar

Kinderschreibtisch, der mitwächst, inklusive Schublade und Ablage.

Holzlampe

EIne verstellbare Lampe aus Holzresten

Tellerschleifer

Mein Tellerschleifer, der an die zentrale Absaugung angeschlossen wird.

Ehebett mit großer Schublade

Ein Ehebett mit Wänden aus IKEA-Arbeitsplatten und einer großen Schublade, die nach vorne aufgeht.

vielseitiger Arbeitsbock

Ein vielseitigert Arbeitsbock nach einer Vorlage aus dem Internet

Holzdübelschneider

Eine einfache Vorrichtung um Holzdübel in unterschiedlichen Größen herzustellen.

Vogelhaus deluxe

Ein zweistöckiges Vogelhaus mit Gaube

mobile Vorderzange für die Werkbank

EIne massive Vorderzange, die mit Flügelmuttern auf meiner Werkbank befestigt werden kann.

Wikinger-Schild "Ohnezahn"

Wikinger-Schild “Ohnezahn”

Balkondeck mit Geländer

Meine Nachbarn haben hinten zum Garten raus, einen kleinen Balkon, über den man über eine Treppe in den Garten gelangt.

Der Balkon ist recht schmal und die Treppe ist aufgrund ihrer Bauweise lebensgefährlich. Die Treppenstufen sind teilweise 12 cm tief und alle Tritthöhen sind eigentlich alle unterschiedlich.

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Zum Nachbargrundstück sind noch ca. 1,5 Meter freier Platz, der nicht genutzt werden kann, weil er wie ein Schlauch 8 Meter zwischen Haus und Grundstücksgrenze lang führt.

Irgendwann beim Grillen hatte ich die Idee, dass man diesen Platz ja mit einem Holzdeck besser nutzen könne und überlegte mir, wie das zu bewerkstelligen sei.

Der Balkon ist etwa 1,3 Meter hoch, das heißt, das Holzdeck muss in dem Schlauch auf Pfosten stehen, so dass man über dem alten Balkon und in dem Schlauch eine Ebene hätte.

Meine Nachbarn fanden die Idee gut und so spann ich den Faden weiter.

Wir waren uns einig, dass wir ausreichend Pfosten mit Trägern einbetonieren und darauf das Holzdeck bauen. Das Geländer, sowie die Treppen werden aus dem gleichen Holz – nämlich Lärche, gebaut. Hier findet Ihr die Planungsskizze: Balkon Deck mit Geländer

Nach langem Hin- und Her und einer Winterpause, die ich für Planungsarbeiten nutzte, kam im März das bestellte Material.

Zum Einbetonieren der Pfosten nahm ich H-Pfostenanker. Die Pfosten selbst, sowie die Träger sind aus Lärche (90×90). Die Pfosten haben alle einen Abstand von 1 Meter zueinander und die Träger liegen auf den Pfosten mit einem Abstand von 65 cm. Die Träger werden mit 8x200er Tellerschrauben und 8x200er Holzbauschrauben montiert. Das hält…!

Auf die Träger kommen Lärche-Latten (90×45) und darauf dann die Lärchen-Riffelbohlen, die mit Edelstahlschrauben verschraubt werden.

Da der Balkon krumm und schief ist, musste ich die die Unterkonstruktion mit 6mm Bauschutzmatten-Abschnitten ausgleichen. Da wo Holz und Beton aufeinander treffen lege ich sowieso Bauschutzmatten-Abschnitte unter (konstruktiver Holzsschutz).

Die Unterkonstruktion, sowie das Deck und das Geländer werden mit einem speziellen Lärchenöl aus dem Baumarkt behandelt.

Der Ablauf ist wie folgt geplant:

  1. Pfostenanker einbetonieren
  2. Pfosten montieren (10er Schlossschrauben)
  3. Träger montieren
  4. Latten ausrichten
  5. Unterkonstruktion ölen
  6. Bohlen im vorderen Bereich anschrauben
  7. Bohlen ölen
  8. Treppe bauen und ölen
  9. Geländer bauen, montieren und ölen
  10. Grillen und ölen (Bier trinken)

Die Punkte 1 bis 7 sind bis jetzt erledigt.

Es folgt nun eigentlich die Treppe, aber aufgrund des schlechten Wetters haben wir nun einen Baustop.

Anlaß genug, detaillierter auf die o.g. Punkte einzugehen. Ich werde also nicht wie bei den bisher erschienen Artikeln eine Baubeschreibung erstellen, sondern immer Etappenweise berichten.

Viel Spaß beim Lesen!

Baubeschreibung Pfostenanker setzen

Baubeschreibung zum Balkondeck

Baubeschreibung Treppe

Die teilbare Gartentafel

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Vor einigen Jahren brach der schöne Gartentisch unserer Nachbarn aus Altersgründen zusammen. Er stellte lange Zeit den Mittelpunkt für unsere regelmäßigen Nachbarschafts-Grillevents dar. Er war groß, massiv und einfach nur toll!
Da weder wir noch unsere Nachbarn einen adäquaten Ersatz in den einschlägigen Baumärkten finden konnten (Preis / Leistung passten gar nicht…), habe ich mir überlegt, wie so ein Tisch wohl beschaffen sein müsste, damit er alle unsere Anforderungen erfüllt.
Mit den Resten aus unserer letzten Umbauaktion baute ich also kräftig drauf los und erschuf den Prototyp der Gartentafel. Groß, massiv und einfach nur toll!
Kein Gewackel, kein Anstoßen der Knie beim Hinsetzen, kein “Weingläser-Massenunfall”, wenn mal jemand gegen den Tisch stößt und schick sah er auch aus…
Nach der ersten Einweihung erhielt ich von allen Seiten “Folgeaufträge” bei denen ich immer einige Verbesserungen einbrachte. Zu guter Letzt hat sich die Konstruktion, die ich hier beschreibe, für uns als ideal durchgesetzt.
Für mich ist weiterhin wichtig, dass ich den Tisch aus nur zwei Arten von Holz bauen kann: Glattkantbretter (95 x 21) und Konstruktionsvollholz (KVH 100 x 100), um die Kosten im Rahmen zu halten. Ursprünglich waren die Tischbeine auch aus den Glattkantbrettern, allerdings finde ich diese massiven Beine viel schöner.
Da der Tisch ziemlich groß ist (254 x 116 cm), habe ich eine teilbare Variante gebaut.
Klar, ich bin kein Tischler, aber bis jetzt hat sich noch keiner der zahlreichen Gartentafel-Besitzer beschwert…;-). Ich bitte deshalb in meiner Beschreibung auch um Nachsicht, wenn ich die Bauteile nicht fachgerecht benannt haben sollte…

Viel Spaß beim Nachbauen und Verbessern! Ich freue mich auf Euer Feedback!

Hier geht es zur Baubeschreibung

 

Buchständer mal anders

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Für unsere Küche benötigen wir – jedenfalls nach meiner Ansicht – einen Buchständer.

Nicht, weil ich gerade zufällig Lust auf ein Mini-Projekt hatte, sondern um unsere schönen Kochbücher vor Flecken zu schützen… na ja.. OK… es gehört definitiv zu den Dingen, die zwar “nice to have” sind, aber eigentlich nur im Weg stehen und Platz vergeuden.
Also musste dieser zukünftige Staubfänger wenigstens wie eine Art Buch zu verstauen sein. Und es mussten meine frisch erworbenen Minimagneten zum Einsatz kommen, weil… äh.. ja.. weil das einfach Sinn macht.
Sollte bis hier der Eindruck entstanden sein, ich hätte ein Projekt entwickelt, nur um mal wieder einen Grund zu haben, meine Werkstatt aufzusuchen und etwas zu basteln… dem bescheinige ich hiermit ein hohes Maß an Menschenkenntniss… Ja, Ihr wißt offensichtlich wie es um die Freizeit eines berufstätigen, verheirateten Enddreißiger mit eigenem Haus und zwei Schulkindern geht…
Also los gehts!

Gartenbank selber bauen

 

DIe Gartenbank mit Öl behandelt

Schon lange habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie ich eine Gartenbank selber bauen würde.

Es gab auch bereits diverse Baupläne, die ich allerdings nie zu Ende gedacht habe.
Als dann mein Nachbar aber mal erwähnte, er hätte gerne eine Gartenbank für seinen Balkon, war ich nicht mehr zu bremsen. Gartenbank? Gerne!

Ich entschied mich (in seinem Namen und zu seinem Besten…) für Douglasie aus dem Baumarkt. Ich bin ein Freund davon, möglichst immer nur eine Art von Holzbrettern oder Balken für ein Projekt zu verwenden. In diesem Fall sind die Balkenmaße 70 x 35 mm.
Weiterhin wollte ich keine sichtbaren Schraubenköpfe haben. Ich endeckte dabei den PU-Kleber (D4) aus dem Internet für mich… cooles Zeugs! Statt Zapfenverbindungen entschied ich mich für 10 mm Holzdübel – eben mit dem PU-Kleber. Die Einlegebretter der Sitzfläche sind zusätzlich von unten mit Edelstahlschrauben befestigt.

Herausgekommen ist eine schicke und wirklich gemütliche Gartenbank, die ich sicherlich noch einige male bauen werde (wir haben eine große Nachbarschaft…)

Der Vorteil an dieser Konstruktion ist, dass eigentlich kein großer Maschinenpark erforderlich ist, so dass auch Beginner diese Gartenbank selber bauen können. Es empfiehlt sich eventuell die eine oder andere Maschine aus dem Baumarkt für einen Tag zu leihen, z.B. eine Kappsäge, eine Stichsäge. Aber das ist ja eigentlich keine große Sache mehr… und vielleicht hat ja auch der nette Nachbar so eine Maschine.

Viel Spaß beim Lesen und Nachbauen!

Hier geht es zur Baubeschreibung