Gartentafel

1. Die Tischplattenhälften

Die geteilte Gartentafel besteht aus drei Baugruppen: den beiden Tischplatten und der Unterkonstruktion.

Gartentafel_frei Gartentafel_frei_Untergestell

Ich habe in diesem Fall Glattkantbretter aus Fichte mit einer Breite von 95 mm und einer Stärke von 21 mm genommen.

Im Vorwege habe ich alle Bretter gemäß der Gartentafel_Sägeliste zugesägt und beschriftet.

Ich habe mir kleine Abstandshalter aus Resthölzern hergestellt. Die Maße hierfür sind
20 x 40 x 7 mm für die Fugen der Füllbretter und 20 x 1200 x 7 mm für die langen Fugen rechts und links. Weiterhin ist es für die Montage der Füllbretter hilfreich, sich vier Haltebretter zurecht zu legen, die der Länge der Tischplattenhälfte entsprechen.

Im ersten Schritt werden die beiden Tischplatten gebaut.

Auf Brett 2 habe ich die Mitte angerissen und Brett 1 mit der Längskante an die angerissene Linie angelegt. Auf der einen Stirnseite sollen die übereinander liegenden Außenkanten 95 mm und auf der anderen Seite 44 mm überlappen.

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Die Bretter habe ich mit Schraubzwingen fixiert und von unten – also durch Brett 2- miteinander verschraubt.

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Das Ganze habe ich viermal gemacht.

Nun habe ich zwei von diesen Rahmenteilen so hingelegt, dass die oberen, kurzen Bretter nach außen zeigen.

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Die Kopfteile 3 und 4 wurden an die entsprechende Seite angelegt, so dass sich ein Viereck ergibt. Wieder alles mit Schraubzwingen fixiert und mit einem Winkel das Viereck ausgerichtet. Die Kopfteile wurden wieder von unten durch Brett 2 angeschraubt.

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Die Füllbretter legte ich in den Rahmen ein und setzte die Abstandshalter ein.

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Nun kommen die Haltebretter zum Einsatz. Das obere Haltebrett setzte ich mittig auf die Längsfuge zwischen Füllbretter und Rahmenbrett und das andere Haltebrett kommt auf die Unterseite. Die Haltebretter wurden dann mit Schraubzwingen fixiert und die ganze Platte umgedreht.

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Jetzt kann man bequem die Füllbretter durch das Brett 2 festschrauben. Jedes Füllbrett wird auf jeder Seite mit zwei Schrauben befestigt.

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Wenn alle Füllbretter montiert sind, wird der untere Tischrahmen gesetzt. Dazu habe ich Brett 9 und zweimal Brett 5 genommen und sie zu einem offenen Kasten unter die Platte gesetzt. Die offene Seite zeigt zu dem Ende, an dem das schmalere Kopfbrett (Brett 3) sitzt.

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Die Außenkanten der Bretter 5 schließen bündig mit der Längskante von Brett 5 ab. Die Bretter werden von innen an das Brett 2 angeschraubt. Das untere Kopfbrett (Brett 9) wird an die Außenkanten auf der anderen Seite angeschraubt.

Nun folgt das Mittelbrett (Brett 7), dass, wie der Name bereits erahnen lässt, in der Mitte der Tischplatte sitzt. Dazu wird es mittig an das Kopfbrett gelegt, winklig ausgerichtet und mit Schraubzwingen fixiert. Jetzt kommen die 44 mm breiten Fixierbretter rechts und links neben das Mittelbrett und alles wurde mittig ausgerichtet. Nun schraubte ich eines dieser Bretter von oben an die Füllbretter (an jedem Füllbrett eine Schraube) und das Mittelbrett schraubte ich von der anderen Seite an diesem Brett fest.

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Hier reichen vier bis fünf Schrauben. Jetzt das andere Fixierbrett an das Mittelbrett setzen und auch dieses an die Füllbretter schrauben.
Fertig ist die erste Tischplattenhälfte!

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Gleich danach kam die zweite Tischplattenhälfte und dann stellte ich die beiden Prachtstücke erstmal an die Seite.

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2. Die Tischbeine

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Die Beine werden oben so ausgeklinkt, dass sie mittig auf dem Brett 5 sitzen. Sie müssen also nicht nur in der Mitte eine Aussparung in der Breite der Brettstärke haben, sondern müssen auch auf der Außenseite um eine Brettstärke gekürzt werden.

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Am besten geht das natürlich mit einer Bandsäge. Sollten Sie, so wie ich damals keine Bandsäge Ihr Eigentum nennen können (Gott sei Dank sind diese Zeiten vorbei…), müssen Sie sich eben anders behelfen. Ich habe dazu meine Stichsäge mit einem extralangem Sägeblatt benutzt. Die Feinheiten habe ich mit Raspel, Feile und Schleifpapier bearbeitet.
Wichtig ist hierbei, dass die Beine bündig auf der Tischplattenunterseite anliegen.

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Nachdem ich die Beine eingepasst habe, bohrte ich im gleichen Abstand zwei 8,5 mm Durchgangslöcher als Befestigung an der Tischplatte in die Beine. Als Befestigungsmaterial sind 110 mm Schloßschrauben (M8) vorgesehen.

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Von der kürzeren der beiden Flankenaußenseite habe ich ca. 37 mm Richtung Beinmitte gemessen. Die Schraubenlöcher habe ich etwa 20 mm von den Kanten gebohrt. Die Löcher für die Rahmenbretter der Tischplatte kommen später!
Die beiden Beinpaare werden mit einer Querstrebe verbunden. Es gibt mehrere Möglichkeiten eine stabile Verbindung herzustellen. Ich habe mich für die Zapfenverbindung mit Verschraubung von Außen entschieden.

 

Dazu habe ich die Zapfen an der Querstütze (Brett 13) mit meiner Tischkreissäge (auf jeder Seite 5 mm Abtrag) und die Nut (10 mm) an den Beinen mit meiner Oberfräse hergestellt. Die Feinarbeiten wieder mit Feile / Schleifpapier.

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Von der Beinaußenseite habe ich eine Durchgangsbohrung in der Mitte der Nut gemacht und die Querstrebe von außen mit einer 120er Teller-Spaxschraube befestigt.

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Alternativ kann man sich die Arbeit mit der Zapfenverbindung auch sparen und verbindet die Querstützen mit zwei Tellerschrauben. Hier ist aber exaktes Bohren angesagt.
Jetzt erst werden die mit der Querstütze verbundenen Beinpaare auf das Rahmenbrett gesteckt, rechtwinklig ausgerichtet und durch die Durchgangsbohrung der Beine wird das Rahmenbrett durchbohrt.
Die verbundenen Beinpaare kommen jetzt erstmal beiseite, denn es folgt die Verbindung der beiden Tischplattenhälften.

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3. Die Montage

Gemäß meiner Sägeliste habe ich vier Verbinder zurechtgesägt. Zwei davon sind 95 mm und zwei jeweils 74 mm breit.
In diese Verbinder werden nun jeweils vier Löcher (8,5 mm) in gleichen Abständen gebohrt (jeweils 100mm und 200 mm von jeder Seite). Die schmalen Verbinder werden für die Verbindung der beiden Mittelbretter genommen, die breiteren Verbinder werden an den äußeren Rahmenbrettern befestigt.

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Die Tischplattenhälften habe ich mit der Oberseite nach unten auf eine geeignete Unterlage gelegt und sie zusammengeschoben. Ich habe einen Arbeitstisch (als Mittelauflage) und zwei Sägeböcke dafür genommen. Wichtig ist hierbei nur, dass der Tisch gerade zusammengefügt wird – also dass alle Auflagepunkte die gleiche Höhe haben.
Alle Verbinder habe ich mittig an die Schnittstellen gesetzt und mit Schraubzwingen fixiert. Jetzt noch schnell die letzten feinen Korrekturen vornehmen, so dass die Tischplattenhälften bündig zusammen sitzen.

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Nun habe ich die Löcher in die Rahmenbrettern durch die vorhandenen Löcher der Verbinder gebohrt. Die Schloßschrauben werden von Außen durchgesteckt und mit Unterlegscheibe und Mutter festgezogen.

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Wenn alle Beine montiert sind, fehlt nur noch die Längsstütze (Brett 11).
Damit der Tisch häufig auf- und abgebaut werden kann, wird die Längsstütze mit vier Winkeln an den Querstützen montiert. Das mag vielleicht nicht ganz so schön aussehen wie eine Zapfenverbindung, aber in diesem Fall habe ich den praktischen Nutzen in den Vordergrund gestellt.

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An den Enden der Längsstütze wird auf jeder Brettseite jeweils ein Winkel mit zwei Durchgangsschrauben (M5 x 45), U-Scheiben und Muttern montiert.

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Die Längsstütze sitzt zwischen den Querstützen und wird auch hier mit Durchgangsschrauben,U-Scheiben und Muttern befestigt.

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Die Montage der Gartentafel ist nun fertig und es fehlt eigentlich nur noch die Behandlung der Oberfläche mit Öl, Lasur oder was immer Ihnen gefällt.

Da ich diese Gartentafel eigentlich nur gebaut habe, um meine konstruktiven Verbesserungen auszutesten, habe ich sie noch nicht behandelt. Ich weiss nämlich noch nicht, wer sie kriegt…:-)

Viel Spaß!

 

Ein Gedanke zu „Gartentafel

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