Archiv für den Monat: Februar 2017

Spielzeug-Laserwaffe selber bauen

Hier ein älteres Projekt, dass ich bisher vergessen habe zu veröffentlichen.:

Mein Sohn ist nicht nur ein großer LEGO-Fan, sondern liebt auch alles, was mit Star Wars zu tun hat.

In diesem Zusammenhang hatte ich ihm vor langer Zeit ein “Rotationslasergewehr” nach einer Vorlage von Star Wars The Clone Wars gebaut. Leider ist es irgendwie abhanden gekommen und mein Sohn war entsprechend traurig. Wochenlang lag er mir in den Ohren, dass wir eine neue Waffe bauen sollten. Da ich zeitlich stark eingespannt war, er aber nicht locker ließ, einigten wir uns darauf, einen neuen Rotationslaser zu bauen, der weniger Details aufwies als die alte Version. Zeitvorgabe war maximal zwei Stunden, wenn er mir hilft.

Das Material war schnell zusammengesammelt. Wir brauchten nur jeweils ein Stück 110er (Abwasserrohr) und ein 70er (Dachrinnen-Fallrohr) PVC Rohr, 16er Elektroinstallationsrohre (PVC), zwei 10 mm Gewindestangen, etwas Flacheisen und Holz aus der Restekiste. Erstaunlich, wie gut sich mein Sohn in meiner Werkstatt auskennt…

IMG_3421

Wir haben nicht auf Maße geachtet, sondern einfach drauflos gebaut – nicht dass das ungewöhnlich wäre für mich, ich will es hier einfach nochmal betonen… Im ersten Schritt habe ich an der Bandsäge die zwei Holzscheiben ausgesägt, die in das 110er Rohr eingelassen werden. Dazu habe ich meinen selbstgebauten Zirkel genommen und zwei Kreise auf einem Stück Restholz gezeichnet.

IMG_3431

Mein Sohn hat in dieser Zeit das Installationsrohr in sechs gleiche Teile gesägt – etwa 25 cm lang.

Die Scheiben erhielten im Anschluss jeweils ein Loch, das dem Durchmesser des 70er PVC Rohres entsprach. Auch das habe ich mit der Bandsäge gemacht. Dabei habe ich durch den Rand bis an die Markierung des inneren Kreises gesägt und dann das Loch hergestellt. Da ich diese Ringe nachher sowieso an das Rohr kleben wollte, habe ich den Schnitt nicht verleimt.

IMG_3433

Hier kannst du das ganze nochmal in bewegten Bildern sehen:

Eine Scheibe habe ich auf das Rohr gesteckt und bündig mit der hinteren Kante festgeklebt. Die zweite sitzt mit einem Abstand von etwa 40 mm weiter zur Mitte hin. Ich habe übrigens für alle Klebearbeiten Heißkleber genommen, um auch hier Zeit zu sparen.

IMG_3439

Jetzt haben wir die sechs Rohre um das 70er Rohr gleichmäßig herum angeordnet und wieder mit Heißkleber befestigt.

IMG_3440IMG_3442

 

 

 

 

 

 

IMG_3441

Es folgte die Herstellung des hinteren Griffes. Der Rotationslaser wird aus der Hüfte “geschossen” (so wie viele meiner Projekte…), so dass der Griff nach oben zeigen und nach vorne geneigt sein muss. Dazu sägte ich an der Bandsäge zwei Vierkanthölzer auf Länge.  Ein Kantholz ist die Verlängerung des Gewehres, darauf kommt der Griff. Das untere Ende vom Griff habe ich an der Bandsäge angeschrägt. Auch die Form des Griffes habe ich an der Bandsäge ausgesägt.

IMG_3420

Die beiden Hölzer habe ich mit eine 80er Spaxschraube verbunden. Sieht fast aus wie ein zu kurz geratener Pushstick für die Tischkreissäge…

IMG_3423

Um den zusammengesetzten Griff am Gewehr zu befestigen, habe ich noch eine Holzscheibe ausgesägt. Mit zwei Schrauben wurde der Griff daran befestigt.

IMG_3426

Die Scheibe steckten wir nun in das 110er Rohr und schraubten es mit vier Holzschrauben von außen fest.

Es folgte der vordere Griff, der aus zwei Flacheisen und einer Gewindestange besteht. Die Flacheisen habe ich auf Länge gesägt, oben abgerundet und oben und unten jeweils ein 10 mm Loch gebohrt. Die beiden Flacheisen werden mit einer 10 mm Gewindestange verbunden. Damit es sich angenehmer anfassen lässt, habe ich ein Stück von dem Installationsrohr über die Gewindestange gezogen und alles mit Muttern befestigt.

IMG_3428

Diesen Griff befestigte ich etwa in der Mitte des 110er Rohres, in dem ich zwei 10 mm Bohrungen machte und mit einer zweiten Gewindestange den Griff anschraubte.

IMG_3430

Jetzt folgte die “Hochzeit”. Die Konstruktion mit dem 70er Rohr schoben wir mit viel Heißkleber in das große Rohr und richteten alles einigermaßen gerade aus. Nachdem der Heißkleber fest war, waren wir fertig!

IMG_3444

In den nächsten Tagen wollen wir noch einige Details nachrüsten und das Ganze schwarz lackieren.

Die zwei Stunden haben wir übrigens lässig eingehalten… 🙂

Herzliche Grüß

Der (die) Kellerwerker

 

 

Balkontür abdichten

Jetzt ist es bereits 10 Jahre her, dass wir unser Haus gekauft haben. Kinder, wie die Zeit vergeht… 10 Winter haben wir bereits hier verbracht und bisher gab es keinerlei Probleme damit, die Kälte draußen und die Wärme drinnen zu lassen.

Diesen Winter haben meine Frau und meine Tochter wir allerdings den Eindruck, dass es zieht. Es ist irgendwie immer fußkalt und wir können nicht richtig orten, woher es kommt.

Der erste, völlig abwegige Gedanke, bezog sich auf das fortgeschrittene Alter meiner Frau. Da sich aber auch meine Kinder beschwerten, schob ich diesen völlig absurden Gedanken beiseite. Auch um des lieben Hausfriedens willen… 🙂

Mit einer Kerze ging ich nun durch unsere Wohnung und versuchte den verantwortlichen Spalt für den Windzug ausfindig zu machen. Es dauerte ewig etwas, aber dann fand ich den Verursacher: die hölzerne Balkontür zum vorderen Balkon. Offensichtlich hat sie sich im Laufe der Jahre verzogen.

Da mittlerweile meine zweite Kamera ihren Dienst versagte, sind die Bilder vom Umbau leider verloren gegangen. Ich zeige dir hier also nur, wie das Endergebnis aussieht.

In diesem Fall gab es mehrere Ursachen für die Undichtigkeit. Zum einen hat sich die Tür tatsächlich so verzogen, dass auf der Beschlagsseite (da wo der Griff ist) jeweils oben und unten ein Spalt von etwa 5 mm entstand. Zum anderen war aber auch der Türverschluss mit Mehrfachverriegelung nicht mehr der jüngste. Die Mehrfachverriegelung hat vier Rollzapfen, die in die jeweiligen Schließbleche greifen, sobald die Tür abgeschlossen wird.

Rollzapfen

eingelassenes Schließblech

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Rollenzapfen lassen sich durch Drehen ein wenig verstellen. Leider griff hier einer der Rollenzapfen aufgrund der verzogenen Tür schon fast gar nicht mehr. Zusätzlich hakelte die gesamte Mehrfachverriegelung und ließ sich nur schwergängig öffnen und schließen. Ich habe deshalb beschlossen die Mehrfachverriegelung gegen eine Neue ausgetauscht. Eine Mehrfachverriegelung kommt in der Regel als Komplettset mit Schlosskasten und Stulpe (also der langen Stange an der die Rollenzapfen sitzen). Du musst im Vorwege nur genau ausmessen, wie hoch die Tür ist, wie die Abstände von den Rollenzapfen zueinander sind, usw… Am besten du baust das Teil aus und fährst zum Fachhandel, so wie ich… In meinem Fall hatte dieser den passenden Ersatz tatsächlich da. Ab nach Hause und alles schnell eingebaut. Ich musste zwar auch ein Schließblech auswechseln, das ging aber deutlich schneller, als ich dachte. Das alte kam raus, die Öffnung habe ich mit dem Stechbeitel etwas nachgearbeitet und das neue kam wieder rein. Fertig.

die neu eingesetzte Mehrfachverriegelung

das neu eingesetzte Schließblech

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach etwa einer Stunde und einem ausgekühltem Wohnzimmer, war es geschafft. Leider zog es immer noch etwas, wenn auch deutlich weniger als vorher. Ich fragte einen befreundeten Tischler, was er in diesem Fall machen würde. Er empfahl mir, dünne Holzleisten in den Türrahmen von Außen einzusetzen. Bei geschlossener Tür sollten die Leisten stramm von außen an der Tür sitzen.

Gesagt getan! Ich sägte und hobelte mir Leisten zurecht, die etwa 25 mm breit und 10 mm stark waren. Mit Acryl und Tacker befestigte ich sie an der Innenseite des Türrahmen und zwar von Außen, trotz der Kälte.

die Leiste sitzt stramm an der Tür

nur an der Beschlagsseite und unten sitzen Leisten

 

 

 

 

 

 

 

 

Was soll ich sagen… es sieht zwar im Moment nicht so toll aus, weil die Leisten noch nicht lackiert sind, aber das hole ich nach. Auf jeden Fall zieht es nicht mehr durch die Ritzen und damit ist mein unser Problem gelöst!

Solltest du an deinem Haus auch mal vor so einem Problem stehen und du bist mit der Wärmedämmung unzufrieden, bietet sich der Einsatz einer Wärmebildkamera (Thermografie) an. Mit ihrer Hilfe findest du solche Stellen deutlich schneller, als ich mit meiner Kerze… Die Thermografie ist ein Verfahren zur bildhaften Darstellung von Wärmestrahlen, die du mit dem bloßem Auge nicht sehen kannst. Wenn du dir das selbst nicht zutraust, weil dir vielleicht das Fachwissen fehlt, macht das gar nichts.

Gerade jetzt hat die TEAG (Thüringer Energie) eine Frühjahrs-Aktion am Start. Für 109,00 € kommt ein Fachmann bei dir vorbei und macht von deinem Haus bis zu 6 Bilder mit einer professionellen Wärmebildkamera. Damit lassen sich Wärmeverluste leicht erkennen und später beheben. Du erhälst einen ausführlichen Bericht über die Mängel und mögliche Sanierungsmaßnahmen. Hier findest du eine Broschüre mit vielen Informationen zu Dämmstoffen, Fenstern, zur Energiesparverordnung und vielem mehr.

Wenn du dir bis zum 10.02.2017 online einen Gutschein für den Thermografie-Check sicherst, erhälst du zusätzlich einen Rabatt von 10 EURO! Der Gutscheincode lautet: THERMO19CH10

Das ist der Link zur Thüringer Energie.  Hier findest du weitere interessante Infos zum Thema Thermografie und Energiesparen.

Also sei cleverer als ich und lass dich fachmännisch beraten… 🙂

Ich hingegen warte auf wärmeres Wetter, um die Tür neu lackieren zu können.

Bis dahin wünsche ich dir alles Gute!

Frank