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Weihnachtsbäckerei meets Heimwerker

Einmal im Jahr backen wir ein Lebkuchenhaus. Backen ist vielleicht nicht so ganz die richtige Bezeichnung… Klar, die Einzelteile backen wir wie es sich gehört aus ganz viel Zucker, Honig und Mehl. Der Unterschied liegt in dem Zusammenfügen der besagten Einzelteile. Da wir immer etwas größere Häuschen bauen, ist auch die Konstruktion etwas anders…

In diesem Fall bauen wir zwei große Lebkuchenhäuser, weil meine Tochter sie mit in die Schule nimmt, wo die Rohbauten durch sie und ihren Mitschülern entsprechend vollendet werden.

Die Maße der Häuser: 28 cm lang, 26 cm hoch, 23 cm breit!

Durch die Größe der Einzelteile neigt die Gesamtkonstruktion zum „Durchhängen“. Sie muss also etwas gestützt werden. Das geht am Besten mit Holzleisten, die ich im Keller für solche Zwecke aufbewahre.

Ich will hier nicht näher auf das Rezept eingehen – wer daran Interesse hat gebe mir kurz bescheid, ich suche es dann nochmal raus.

Meine Frau hat den Teig zubereitet und nach zwei Tagen Kühlschrank-Aufenthalt kam mein Einsatz als „Produktionsleiter Abteilung Elementherstellung“.

Ich rollte den Teig für jedes Teil aus und schnitt es zurecht. Beim zweiten Haus habe ich mir dann Schablonen aus Papier gemacht. Das ging schneller und war genauer.

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Dann ging jedes Teil in den Backofen. Die ganze Prozedur dauerte über drei Stunden!

Ach ja! Dieses Jahr haben wir das erste Mal Bonbon-Fensterscheiben eingebaut. Dazu habe ich diese harten Frucht-Bonbons zerkleinert und vor dem Reinschieben in den Backofen reichlich davon in die Ausschnitte für die Fenster gestreut. Durch die Hitze schmilzt das Krümelzeugs und wird zu einer klaren Scheibe. Coole Sache!

Am nächsten Tag setzten wir die Einzelteile zusammen. Alles wurde mit reichlich Zuckerguß verklebt, der extra dick angerührt wurde.

Als Bodenplatte habe ich auf die Schnelle zwei Leimholzplatten auf 40×40 cm zurechtgesägt.

Die Seitenteile fixierte ich mit Zahnstochern, für die ich mit meinem Akkuschrauber und einem 2 mm Bohrer ein Loch vorbohrte. Die Kanten, die an die Vorder- und Rückseite stoßen, haben wir mit der Küchenreibe begradigt.

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So hält es während des Trocknens sicher zusammen

Beim ersten Haus habe ich keine Dachplatten gemacht, sondern 3 cm breite Dachstege, die ich dann überlappend als Dach setzen wollte. Das klappte leider nicht, weil die meisten durchbrachen. Somit setzten wir auf jeder Seite drei Stege und belegten diese mit Spekulatius. Leider bogen sich auch die Stege durch und ich musste sie mit Holzleisten abstützen. Einige der Leisten musste ich auch mit Zahnstochern unterfangen, damit sie nicht herunterrutschten.

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Beim anderen Haus habe ich gleich Dachplatten gemacht. Auch diese musste ich mit fachmännisch eingesetzten Holzleisten abstützen, damit sie nicht durchhängen und abstürzen. Die Dachplatten habe ich ebenfalls vorgebohrt und mit Zahnstochern fixiert.

Nun sind beide Rohbauten fertig und meine Tochter kann sie morgen zusammen mit 19 anderen Kindern mit fünf Kilo Süßigkeiten verzieren…

Viel Spaß wünsche ich an dieser Stelle meiner Frau, die diese Aktion vor Ort begleitet…:-)

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nicht ganz gerade aber es hält…

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schön zu sehen: die Bonbon-Fenster

 

Ein Gedanke zu „Weihnachtsbäckerei meets Heimwerker

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