Umbau Dachgeschoss – das Gäste-WC

Willkommen zum zweiten Teil der Serie mit dem eingängigen Titel “Umbau Dachgeschoss”. Heute berichte ich über den Umbau des Gäste-WC. Viel Spaß!

Neben dem Badezimmer befand sich ein Gäste-WC. Nach Rücksprache mit dem neuen Mieter (einer ist geblieben, sogar während der Bauphase!) wurde das jedoch nie genutzt. Das fiel mir zwar schwer zu glauben, vor allem in einer WG mit männlichen Studenten, aber OK…

Um den Raum sinnvoll zu nutzen, habe ich ihn kurzerhand zum Hauswirtschaftsraum ernannt. Alle Sanitärinstallationen flogen raus und nur eine Anschlussmöglichkeit für eine Waschmaschine habe ich vorgehalten.

So sah das Design-Gäste-WC vorher aus:

Bitte beachten Sie den charmanten Farbton der Wandfliesen, die sich sanft in die hintersten Gehirnwindungen einbrennen und den Gebrauch von THC-haltigen Produkten gänzlich überflüssig machen… Dieses WC garantiert glückliche Sitzungen… 🙂


Das waren dann die nächsten Schritte:

 

Als ersten Schritt habe ich die Rohre für das Badezimer angeschlossen. Hier verläuft das Fallrohr für die Abwasserleitung und eine Steigeleitung für Kaltwasser vom Keller in diesem Schacht bis in diesen Raum. Die alten Kaltwasser- und Abwasserleitungen habe ich entfernt und die neuen Anschlüsse bis ins Badezimmer geführt.

Für den Übergang von Kupfer- auf Verbundrohr nutzte ich eine Schraubmuffe. Das ging erstaunlich gut und war auf Anhieb dicht.

Überhaupt haben sich meine Bedenken gegenüber der Installation der Wasserrohre komplett gelegt. Mit dem von mir genutzten Verbundrohrsystem (Baumarktware…) war es wirklich ein Kinderspiel die Kalt- und Warmwasserleitungen zu verlegen. Ich hatte aber auch Glück, denn ich wurde von einem Verkäufer im Baumarkt beraten, der selbst Klempner ist und mir alles ganz genau erklären konnte. Ich glaube im Übrigen nun auch wieder an Einhörner, denn die sind in etwa genauso schwer zu finden, wie gute Verkäufer in einem Baumarkt…

Allerdings bin ich was das Thema Werkzeugkauf angeht mittlerweile weg von den Baumärkten. Einfach, weil ich seit einiger Zeit überwiegend Qualitätswerkzeug kaufe, wenn mal wieder etwas ersetzt werden muss. Insbesondere bei diesem Projekt hatte ich einen ziemlich großen Werkzeugverschleiß. Alleine bei den Badezimmerarbeiten habe ich eine Wasserpumpenzange, diverse Multitool-Aufsätze (vor allem Sägeblätter) und Flexscheiben verschlissen. Bei meiner Internetrecherche bin ich auf den Werkzeugstore24 gestoßen, den ich ziemlich übersichtlich und vor allem günstig fand. Bei mir ist es immer wichtig, dass ich schnell das finde, was ich gerade suche und mich nicht erst durch tausend Unter- und Nebenseiten klicken muss… Ich habe dir den Link in meine Rubrik “best of Heimwerkerpartner” hinterlegt.

Als Nächstes baute ich einen Kasten über der Verrohrung. Dazu nahm ich Dachlattenreste und OSB-Platten-Abschnitte.

 

Wie du vielleicht gleich auf den ersten Blick bemerkt hast, habe ich die Fliesen vorgespachtelt. Dazu habe ich Flexkleber genommen. Ursprünglich wollte ich den Raum mit einer speziellen Spachtelmasse spachteln. Der Flexkleber sollte die Haftung dafür verbessern. Ich bemerkte aber recht schnell, dass ich zum einen nicht die Zeit und vor allem nicht mehr die Nerven für so eine Arbeit hatte. Ich entschied mich also für das Belegen mit Rigips. Ja ich weiß… nicht die tollste Lösung, aber in diesem Moment war mir das egal. Ich wollte nur fertig werden.

Auf die Decke habe ich auch Rigips geschraubt und darin das Kabel für die Lampe versteckt.

Das Schönste war aber das Verspachteln der Fugen. Ich, als komplett Ungeübter habe beim Spachteln sicherlich die größte Sauerei in ganz Norddeutschland angerichtet und mindestens dreimal soviel Spachtelmasse gebracht, wie der Durchschnittshandwerker. Ich hatte mehr Spachtelmasse auf meiner Arbeitshose, als an der Wand…

In alle Fugen habe ich aber Glasfasergewebe eingespachtelt und letztendlich sah es doch ganz gut aus, nachdem ich alles geschliffen, grundiert und mit Dispersionsfarbe gestrichen habe.

 
Im Zuge meiner Heizkörper-Lackier-Aktion habe ich auch diesen kleinen Heizkörper mit der Lackierpistole lackiert.
Deutlich später habe ich dann Laminat gelegt und auch den Kasten mit Laminat und einer Alukante versehen. Das Thema Laminat und Fußleisten stellen aber in dieser Serie einen eigenen Beitrag dar und werden später behandelt.
So sah der Abstellraum nach dem Umbau aus:
 So sah er eine Woche später aus, bitte achte auf die Fußleisten, die ich noch installierte habe:
Es hat sich also gelohnt…! 🙂
Ich hoffe, Dir hat der Beitrag gefallen. Der nächste Teile der Serie beschäftigt sich mit dem Problemen von Fußböden in Altbauwohnungen…
Herzliche Grüße
Frank
– der Abstellraumwerker

Ein Gedanke zu „Umbau Dachgeschoss – das Gäste-WC

  1. Julia von wolfcraft

    Lieber Frank,

    dem charmanten Fliesenton, wie du es so schön ausdrückst, muss man nun wirklich nicht hinterhertrauern. 🙂 Daumen hoch für so viel Eigenleistung, ich bin schon gespannt auf den Beitrag über das Laminat verlegen.

    Beste Grüße und ein schönes Wochenende,

    Julia von wolfcraft

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.