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Arbeitshandschuhe im Heimwerkeralltag

Ich muss gestehen, dass ich seit Jahren für alle möglichen Arbeiten Arbeitshandschuhe verwende. Auch wenn es den Anschein einer verweichlichten Arbeitsweise hat, komme ich mit diesem Vorurteil doch so gut zurecht, dass ich sie in der Werkstatt kaum ausziehe.

In einem meiner youtube-Kommentare wurde ich nun (zurecht) intensiv darauf hingewiesen, dass ich sogar an der Standbohrmaschine Handschuhe trage. Ich Teufelskerl….

Aber im Ernst… stimmt, ist nicht richtig und kann wirklich gefährlich werden. Ich machte mir aber das erste mal Gedanken über das Thema Arbeitshandschuhe. Meistens sehen meine Handschuhe nach kurzer Zeit so aus:

In so einem Fall geben die Arbeitshandschuhe zwar einen gewissen Schutz vor Verunreinigungen, aber nicht vor Verletzungen. Im Gegenteil, ist die Gefahr, mit den losen Enden irgendwo hängen zu bleiben, doch deutlich höher.

Wo setze ich aber nun welche Arbeitshandschuhe (eigentlich heißt es Schutzhandschuhe) ein und vor allem… warum Ich habe mir noch nie richtig Gedanken dazu gemacht und mich mal näher damit beschäftigt?

Arten von Arbeitshandschuhen

Schutzhandschuhe sollen deine Hände schützen bei Arbeiten mit

  • scharfen oder spitzen Gegenständen
  • rauhen Materialen
  • gefährlichen Stoffen (Gefahrstoffen)

Natürlich gibt es auch den Schutz vor Verunreinigungen, z.B. beim Lackieren oder beim Arbeiten mit Harzen oder mit ölhaltigen Gegenständen. Das Reinigen der Hände dauert manchmal genauso lange wie die Arbeit an sich…

Ich habe bei mir eigentlich nur drei Arten von Schutzhandschuhen im Einsatz:

  • schwere Lederhandschuhe (zum Schweißen oder für grobe Arbeiten)
  • leichte Baumwollhandschuhe (Holz- und Metallarbeiten, Gartenarbeiten, etc.)
  • Latexhandschuhe (Lackierarbeiten Prostatavorsorge, Arbeiten mit Epoxidharz)

Lederhandschuhe

Die typischen Lederhandschuhe bestehen im Griffbereich aus festem Leder (z.B. Spaltleder) und sind im Bereich des Handrückens mit einem Stoff ausgestattet. Die Lederhandschuhe halten bei mir ewig, weil ich sie nur selten benutze und dann auch nur kurz. Zum Beispiel beim Schweißen oder wenn ich grobe Metallarbeiten zu erledigen habe. Auch bei Holzarbeiten mit sägerauhem Holz, wo die Gefahr sich einen Splitter in die Hände zu jagen sehr hoch ist, trage ich solche Handschuhe.

Latex- oder Vinylhandschuhe

Auch bekannt als “Einweghandschuhe” kannte ich früher eher aus der Arztpraxis oder dem Krankenhaus. Die Latexhandschuhe hole ich mir beim Discounter im 100er-Pack für unter 10 € und werfe sie nach jedem Gebrauch weg, weil das auf Linksdrehen sich als nicht nützlich erwies… Ich gehe damit recht verschwenderisch um. Zum einen, weil sie doch schnell kaputtgehen, zum anderen, weil ich sie wegen der Schweißbildung nicht lange tragen mag.

Baumwollhandschuhe

Am häufigsten benutze ich die Baumwollhandschuhe, die in der Innenfläche eine Kunststoffbeschichtung haben. Sie bieten einen leichten Schutz vor Holzsplitter oder Metallspänen, schützen vor Verunreinigungen und sind angenehm zu tragen. Außer an der Standbohrmaschine (!) habe ich sie eigentlich ständig an. Dementsprechend sind sie auch schnell kaputt oder so verunreinigt, dass ich sie nur noch für bestimmte Arbeiten nehmen kann, z.B. für Metallarbeiten. Mein Verbrauch ist also relativ hoch und leider sind sie nicht so günstig, wie die Latexhandschuhe.

Ich habe billige Versionen im Internet gekauft und war tief enttäuscht, weil sie sehr schnell kaputt gingen und dafür dann doch zu teuer waren. Die meisten Angebote von den einschlägigen Discountern sind zwar recht günstig, aber sie sind immer nur in grau oder grün erhältlich. Ich habe mir nicht nur einmal ein Werkstück aus Holz ruiniert, weil ich nicht darauf geachtet habe, dass die Handschuhe total verschmutzt waren. Gerade vor Kurzem habe ich die Deckplatte eines Schränkchens neu machen müssen, weil ich die falschen Handschuhe gegriffen habe, mit denen ich vorher ölige Metallwinkel transportiert habe. Die Ölflecken habe ich nicht mehr weggeschliffen bekommen… Daraufhin habe ich alle alten Handschuhe ordnungsgemäß entsorgt… im Fegefeuer…

Meine letzte Bestellung erfolgt hier, weil ich diesen Shop aus meinem beruflichen Alltag her kenne. Eigentlich ist die Firma gaerner GmbH ein Lieferant für die Industrie, aber natürlich kannst du auch als Heimwerker dort bestellen. Für 24 Handschuhe bezahle ich etwa 2,70 € das Stück und das ist deutlich weniger, als ich bisher bezahlte – außer die Dinger von ebay, die aber leider ihr Geld nicht wert waren… Das Wichtigste war mir aber, dass die Handschuhe weiß sein sollten. So erkenne ich sofort, wenn sie verdreckt sind und vermeide damit solche Unfälle wie oben beschrieben.

Somit hat es die Firma gaerner GmbH geschafft in meine “best of Heimwerkerpartner” zu kommen. Glückwunsch! 🙂

Wo nutzt du Handschuhe im Heimwerkeralltag, worauf achtest du besonders und wo kaufst du sie? Hast du einen Tipp zum Thema “Handschuhe”? Schreibe einfach in die Kommentarzeile.

Bis bald und herzliche Grüße

Frank