Meine Serie geht weiter, eine neue fängt an…

Tja, was soll ich sagen… Kaum dass ich mit meinen Kindern versuche einen einigermaßen normalen Alltag zu gestalten, breche ich mir den rechten Fuß… das Sprunggelenk um genau zu sein.

Jetzt heißt es erstmal Kopf… äh… Fuß hoch und auf der Couch liegen… genau mein Ding. Wie du aber siehst, passt das Bild und die Arbeit der Chirurgen thematisch zu diesem Blog. Auf die Frage, ob ich die lange Schraube selbst nach sechs Wochen ziehen könne, meinte der Arzt lächelnd:” Dafür haben sie gar nicht das richtige Werkzeug.” Daraufhin habe ich ihn angelächelt…

Ich habe aber in den letzten Tagen festgestellt, dass auch intensives Jammern den Heilprozess nicht wirklich voranbringt, Deshalb habe ich mir Fotos von meinem letzten Umbau angeschaut und beschlossen, nach und nach einige Kurzbeiträge zu verschiedenen Themen des Umbaus zu schreiben. In diesem Sinne fange ich im ersten Teil mal mit dem Badezimmer an.

Unsere Dachgeschoßwohnung (125 m³, 5 Zimmer) ist die letzte von vier Wohnungen, die nach unserem Kauf des Hause vor 10 Jahren noch nicht saniert wurde.

Da sich die WG zum April diesen Jahres aufgelöst hat, nahm ich das zum Anlass, die Wohnung zu sanieren. Erschwerend kam hinzu, dass meine Frau schon sehr krank war und es ihr täglich schlechter ging.. Deshalb habe ich mir ein enges Zeitfenster gesetzt und wie ein Verrückter in jeder freien Minute gearbeitet. Rückblickend war das der reinste Wahnsinn und ich würde so etwas nie wieder machen. Am 06.06. habe ich die letzten Arbeiten erledigt und am 15.06. starb meine Frau…

Ich wollte nur die nötigsten Arbeiten verrichten, also Laminat verlegen (125 m³), Wände und Decken streichen, Fußleisten herstellen und montieren und zu guter Letzt das Badezimmer komplett sanieren. Das war übrigens die Idee meiner Frau und sie ließ sich auch nicht von diesem Gedanken abbringen…

Wie so oft im Altbau, kamen tausend andere Arbeiten hinzu und mein enger Zeitplan wurde nach drei Wochen von mir höchstpersönlich in den Mülleimer geworfen.

Der Umbau dauerte mit allen Arbeiten etwa acht statt 4 Wochen. Ich hatte zum Glück etwas Hilfe beim Schleppen der Materialien, sowie der Abfälle und beim Malen. Nur zum Verständnis: das Haus ist über 100 Jahre alt und die Wohnungen haben eine Deckenhöhe von 3.6 m. Das bedeutet, ich musste jedesmal 60 Stufen zurücklegen, um nach oben zu kommen…

In Zahlen:

etwa 60 Pakete Laminat, vier Säcke Fliesenkleber, etwa 20 OSB-Platten (22mm!), etwa 50 Platten Trockenestrich (30 mm), acht Bund Dachlatten, Schrauben, Kleinmaterial und vor allem das ganze Werkzeug… Rauf und runter!!!

Während der gesamten Umbauphase ist ein Mitglied der alten WG dort wohnen geblieben. Es war wohl mehr ein hausen, denn er hatte zeitweilig weder ein Klo, noch eine Dusche… Er hat dann zwischenzeitig bei uns geduscht. Mittlerweile hat er eine neue WG dort gegründet, ich hoffe, sie wissen meine Arbeit zu würdigen… 🙂

Die Beschreibung der einzelnen Umbaumaßnahmen erfolgt eher als Dokumentation, denn als Baubeschreibung. Wenn du also detaillierte Anleitungen suchst, muss ich dich enttäuschen. Es lohnt sich aber trotzdem mal reinzuschauen.

Der erste Teil “das Badezimmer” erscheint am Freitag, dem 27.10.17 um 17.00 Uhr.

Herzliche Grüße

Frank

– der Kellerwerker

Ein Gedanke zu „Meine Serie geht weiter, eine neue fängt an…

  1. Finn Lenz

    So schafft einem so ein Unfall die Zeit solche Sachen “aufzuarbeiten” 🙂
    Gute Besserung und frohes Schreiben 😉
    Ich freu mich auf den Beitrag 😉

    Antworten

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