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Die liebe Zeit, Knochenleim und Schleifstaub…

Nein es ist kein Schreibfehler und soll auch nicht heißen „Ach du liebe Zeit!“, sondern beschreibt  nur, dass ich gerade für meine geplanten Projekte, die Werkstatt und diesen Blog leider zuwenig von der lieben Zeit übrig habe.

So viele Dinge, die ich gerne machen möchte, aber der Beruf und natürlich auch meine Familie gehen in dieser Vorweihnachtszeit nun mal vor.

Was mache ich also gerade:

Für eine gute Freundin baue ich eine Freundschaftsbank (180 cm lang), mit einem persönlichen Spruch, der in Holzlettern auf der Rückenlehne steht.

Freundschaftsbank 180

Eine ähnliche Bank habe ich ja bereits für meine Frau gemacht – die Baubeschreibung dazu findest Du hier.

Ach ja, bei dieser Bank werde ich die Armlehnen etwas anders gestalten. Sie kriegen vorne eine Rundung – ich weiß nicht, wie ich es besser beschreiben soll. Schau selbst:

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Ich habe vorne einen Kreis angezeichnet und von der restlichen Leiste unten einen Zentimeter abgesägt. Ich denke, ein Zentimeter ist zu wenig, da muss mehr ab… Die Rundungen habe ich mit der Bandsäge grob ausgesägt und mit meinem Tellerschleifer bearbeitet. Das ging nicht nur sehr gut, sondern auch sehr schnell!

Im Internet habe ich gerade Knochenleim bestellt. Ich möchte damit etwas herumexperimentieren.

Da das Holz der Freundschaftsbank teilweise durch den richtigen Einsatz des undercover jigs und der falschen Entscheidung in Hinblick auf die Schrauben (Senkkopf-Schrauben… ja ich weiss…) beschädigt wurde, muss ich mit Holzspachtel einige Risse und Löcher bearbeiten. Dazu fertige ich mir selbst den Holzspachtel aus Knochenleim und Sägespäne, bzw. Sägestaub an. Mit dem Gemisch aus Knochenleim und gröberen Sägestaub fülle ich die Löcher und mit dem Gemisch aus Knochenleim und feinem Schleifstaub glätte ich alles. Mal sehen ob es klappt!

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grundsätzlich eine gute Idee, wenn man die richtigen Schrauben nimmt…

Ich verspreche mir davon, dass der Holzspachtel das Öl für die Oberflächenbehandlung annimmt und dass die Farbe besser auf das Holz abgestimmt ist.

Außerdem bin ich wahnsinnig neugierig, ob der Knochenleim wirklich so gut ist, wie ich im Internet häufig gelesen habe.

Ich bin ein großer Fan von Lothar Greef, der auf seinem youtube-Kanal unglaublich tolle Videos zu den Themen „alte Holztechniken“, „Schellack-Polituren“, „Restauration“ und noch ganz viele andere Dinge behandelt. Schau mal rein, es lohnt sich wirklich! Durch ihn bin ich auf den Knochenleim aufmerksam geworden. Zu diesem Thema werde ich mich aber später auslassen.

Heute habe ich den ganzen Abend geschliffen… Da ich den Schleifstaub brauche, habe ich den Exzenterschleifer nicht an meine Absauganlage angeschlossen. Leider habe ich Bilder dazu aus Versehen gelöscht…

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schön geschliffene und abgerundete Sitzbretter

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hier war viel Handarbeit gerfagt…

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links die abgesiebten Sägespäne und rechts der Schleifstaub aus dem Filterkorb des Exzenterschleifers

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Da habe ich erstmal gemerkt, was die Absaugung tatsächlich leistet! Ich musste später meine ganze Werkstatt aussaugen. Vielleicht reicht diese Aufräumaktion ja für die Teilnahme an dem Wettbewerb vom Heimwerkerblog? 🙂  Hier geht es zum Gewinnspiel.

Leider habe ich keine „Vorher-Bilder“… 🙁

Im Zuge der Aufräumaktion habe ich den Halter für meine großen Schraubzwingen endlich mal angebaut und ganz viel Werkzeug geordnet und neu organisiert.

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alles hat seinen Platz…

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sieht doch super aus

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alle Resthölzer, die länger als 20 cm sind, habe ich in das Regal sortiert

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auch der „Zwingenhalter“ hat nun seinen festen Platz

In den nächsten Tagen werde ich die Sitzbretter befestigen und mich an den Bau der Rückenlehne machen. Dazu werde ich die nötigen Holzbuchstaben ausdrucken, auf eine Multiplexplatte kleben und mit der Bandsäge aussägen.

Die Füllbretter der Rückenlehnen werden, wie auch bereits beim Untergestell, mit meinen Flachdübeln befestigt. Die Schablonen habe ich teilweise umgebaut, damit ich auch alle Verbindungen mit den Flachdübeln machen konnte. Diese Verbindung wirkt sehr stabil.

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diese Schablone habe ich „modifiziert“, damit ich auf der stumpfen Seite des Beines fräsen konnte.

Du siehst, es wird nicht langweilig und ich bin gerade doch sehr erstaunt, was ich in den letzten Tagen so alles geschafft habe…

Ich halte Dich auf dem Laufenden. Bis dahin alles Gute!

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