Archiv der Kategorie: Ideen

Warum ein Blog und was hat das mit Werten zu tun?

Nicht nur Andere, auch ich frage mich manchmal, warum ich einen eigenen Blog betreibe.

Ist es der Drang nach Selbstverwirklichung, die Gier nach Anerkennung, der ungezügelte Wunsch nach Aufmerksamkeit und der finanziellen Freiheit?

Wahrscheinlich eine Mischung aus den genannten und weiteren Punkten – vor allem hat es mit Werten zu tun.

Ich habe schon immer gerne geschrieben und auch schon immer gerne “geheimwerkelt”. Eine Kombination aus diesen beiden Interessen stellt für mich eine tolle Möglichkeit für ein Hobby dar. Natürlich ist es auch Arbeit und kostet viel Zeit – aber es erfüllt mich.

Will ich mit meinem Hobby Geld verdienen?

Keine Ahnung, vielleicht. Das ist aber nicht mein Antrieb. Der besteht aus dem Veröffentlichen meiner Projekte, dem Aufzeigen des Weges und zwar so, wie ich es gemacht habe. Es handelt sich dabei nicht um “künstliche Projekte”, um Content zu generieren, sondern um Projekte aus meinem Alltag und Umfeld.

Ich möchte etwas geben – egal wie idiotisch sich das jetzt anhören mag, aber genauso sehe ich es.

In den USA gibt es eine riesige “woodworker community” und es gibt unzählige Blogger /youtuber, die ihren Job gekündigt haben und nur von Ihrem “Hobby” leben. Es gibt dort allerdings offensichtlich auch eine andere Art seitens der Leser oder Zuschauer, damit umzugehen. Nicht nur, dass die Kommentarfunktion viel intensiver genutzt werden, nein, es werden auch Sketchup-Pläne gekauft, auf den Button “buy me a beer” geklickt oder T-Shirts gekauft, um den Autor zu unterstützen, damit er weitermachen kann.

Von dieser Philosophie sind wir in Europa und vor allem Deutschland noch weit entfernt. Das ist kein meckern oder ein Vorwurf, es handelt sich auch nicht um meine Erwartungshaltung, sondern es ist einfach mein Eindruck.  Vielleicht erkennen auch wir Deutschen irgendwann mal, dass nicht alles im Internet kostenlos sein muss.

Aber ich schweife ab. Ich möchte gerne meine Erfahrungen mit anderen teilen ohne den Anspruch darauf, dass das was ich mache immer richtig oder der beste Weg ist.

Ich war sehr beeindruckt, als ich auf dem Blog von Tom (www.holzwerkstattblog.com) etwas über Werte und Fehlerkultur las. Er beschreibt unter anderem, wie er seinen Kindern vermittelt, dass Fehler grundsätzlich nicht schlimm sind, es aber durchaus schlimm ist, nicht zu seinen Fehlern zu stehen. Chapeau lieber Tom!

Auch meine Kinder brauchen uns gegenüber keine Angst zu haben, zu ihren Fehlern zu stehen. Sie sind jetzt 8 und 10 Jahre und ich bin sehr stolz darauf, dass sie bereits jetzt ihren eigenen Weg gefunden haben, mit Fehlern umzugehen.

Ich habe oft auch den Drang zu helfen – teilweise unbewusst und ohne Forderung einer Gegenleistung. Wer meine Projekte kennt, hat bereits etwas über meine große Nachbarschaft gelesen. Wir helfen uns gegenseitig. Der eine kann Bänke oder Balkone bauen, der andere ist Arzt oder kennt sich mit Computern aus oder passt auf unsere Kinder auf, wenn wir mal etwas vorhaben oder er besorgt Grillfleisch und macht den Grill an. Es gibt dabei kein Aufrechnen. Es wird sich einfach gegenseitig geholfen. Das funktioniert!

In einer aktuellen Diskussion in meinem Umfeld geht es um Spenden von selbst hergestellten Dingen an hilfsbedürftige Menschen. Je mehr ich mich damit beschäftige und auch sehe, wie viele Menschen täglich mit ihren Kindern um die einfachsten Sachen kämpfen müssen, weil sie sich einfach in einer anderen Situation als wir befinden, desto mehr verspüre ich auch den Drang etwas zu geben. Geben ohne Gegenleistung!

Wir Heimwerker haben Fähigkeiten, die andere Menschen nicht haben. Wir können Sachen bauen, Dinge reparieren, unser Umfeld verschönern – und wir haben Spaß dabei. Spaß dabei, etwas zu bauen, etwas zu reparieren, etwas zu verschönern.

Wenn wir jetzt noch einen winzig kleinen Teil davon dazu verwenden, anderen Menschen, die das nicht können oder wollen, zu helfen, dann tragen wir unseren Teil dazu bei, diese Welt ein kleines Stückchen besser zu machen.

Das hört sich vielleicht an wie aus einem Coca Cola Werbespot oder wie von irgendwelchen Glaubensgemeinschaften, aber ich glaube daran.

Und ich bin ganz weit entfernt von irgendwelchen Glaubensgemeinschaften oder Werbespots und bin auch keinem auf dem Lichtstrahl surfenden Engel begegnet…

So… genug vom Wort zum Sonn… äh Montag.

Ich freue mich auf Eure Meinungen, dafür gibt es bei mir etwas gaaanz Neues… die Kommentarfunktion nämlich…;-)

Einen tollen Montag noch!

 

Winkelspanner im Test

Meine beiden hochgeschätzten Bloggerkollegen Marc (www.ich-bin-heimwerker.de) und Wolfram (www.holzundleim.de) haben diese Woche jeweils unterschiedliche Winkelspanner getestet und sehr lesenwerte Artikel darüber verfasst:

Artikel von Marc

Artikel von Wolfram

Da möchte ich in nichts nachstehen, habe ich doch zwei völlig andere Arten von Winkelspannern in meiner Werkstatt im Einsatz.

Die ersten Winkelspanner habe ich nach einer Idee von Izzy Swan nachgebaut. Es handelt sich um eine Vorrichtung, die mit Hilfe von Keilen die Werkstücke fixiert. Die Baubeschreibung hierfür reiche ich nach.

Hier findet Ihr das Video von Izzy Swan – CLICK.

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Der Vorteil dieser Keilspanner – so nenne ich sie einfach mal- liegt zum einen im Preis – quasi kostenlos, weil aus der Restekiste und in der einfachen Handhabung. Die Werkstücke werden nacheinander mit den Keilen festgeklemmt und ausgerichtet. Passt alles, werden die Klemmen mit leichten Hammerschlägen befestigt – das hält bombig auch bei großen Werkstücken!

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Bei der zweiten Variante handelt es sich um Winkelklemmen von Wolfcraft, die ich bereits seit vielen Jahren im Einsatz habe. Damit kann man zwar die Werkstücke nicht festspannen, es reicht aber häufig aus, die Werkstück damit anzulegen und zu halten, damit man beispielsweise bohren kann – und vor allem geht es sehr schnell und mit nur einer Hand!

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Die Klemmen halten das Werkstück mittels Federkraft, die mit dem Daumen zurückgezogen wird, um die Werkstücke einzupassen.

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Sicherlich sind die Winkelspanner von Bessey den oben genannten überlegen, aber ich möchte hier wenigstens mal einige Alternativen zu den “Profivarianten” aufzeigen.

Halterung für die Werkzeugbox

Nun hatte ich meine schöne Werkzeugbox fertig gebaut und erstmal an die Seite gestellt.

Ich werkelte an irgendwelchen anderen Dingen herum und die Box war irgendwie immer im Weg. Es musste also eine Aufbewahrungslösung erschaffen werden… eine Art Halterung für die Werkzeugbox!

Ich fand irgendwie keinen geeigneten Platz für die Kiste. Auf dem Boden stört und verdreckt sie und in meinen Regalen passt sie nicht rein.

Über meinem Tellerschleifer hängt ein Regal für mein Schleifpapier. Direkt darunter ist noch genug Platz, um die Box zu verstauen. Aber wie?

Ich schnappte mir eine 35x35mm Leiste und sägte sie auf die Länge der Box zurecht (550mm). Danach bohrte und senkte ich zwei 5mm Löcher für die Schrauben. Die Schrauben schraubte ich soweit hinein, bis die Spitzen ca. 1-2 Millimeter auf der anderen Seite herausschauten.

Die Box hielt ich nun mit dem Boden zur Wand direkt unter dem Regal mit einer Hand fest und setzte die Leiste mit der anderen Hand darunter. Die Schraubenspitzen drückten sich in die OSB-Platte und ich fixierte damit die Leiste. Jetzt konnte ich die Box abstellen ohne die Leiste loszulassen und mit meinem Akkuschrauber die Schrauben eindrehen.

Direkt unter dem Schleifpapierregal setze ich eine zweite, kleinere Leiste an, so dass die Box zwischen Wand und Leiste eingeschoben werden kann und entsprechend hält.

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Die Aufbewahrungskonstruktion… zwei Leisten

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Die Box wird von der Seite eingeschoben und sitzt auf der unteren Leiste auf und wird durch die obere Leiste gehalten

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Die Box läßt sich nur seitlich schieben, nach oben drücken kann man sie nicht

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…und wieder wurde toter Raum effektiv genutzt…

Nun stört sie nicht mehr und wartet auf den nächsten Außeneinsatz…

Es muss ja nicht immer kompliziert sein, oder?

Kreisschneidevorrichtung für die Bandsäge selbst gebaut

Für die Projekte Tellerschleifer und später Wikingerschilde brauchte ich runde Holzscheiben.

Vor langer Zeit fand ich bei youtube ein Video, wo sich jemand so eine Kreisschneidevorrichtung selbst baute. Ich finde es nicht wieder deshalb habe eine nach meinen Vorstellungen gebaut.

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LEGO und Beton?

Ich habe gestern einen witzigen youtube-channel entdeckt:

HomeMadeModern

Das folgende Video beschreibt eine Vorgehensweise, wie man sich aus Legosteinen eine Form zum Betonieren herstellen kann! In diesem Fall bauen Sie einen Nachtschrank…

 

EIn Nachtschrank aus Beton und Lego...

EIn Nachtschrank aus Beton und Lego…

Hier gehts zum Video

Weitere Videos dieses channels beschreiben den Einsatz von Beton als Tischplatte oder als Platte für einen Nachttisch.

Super Idee, wie ich finde. Ich werde mir mal Gedanken machen, was ich damit anfangen könnte…