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Werkstattupdate – neue Werkzeuge

Hallo liebe Freunde des fröhlichen Heimwerkertreibens!

Auch wenn ich zurzeit weder oft noch regelmäßig neue Beiträge schreibe, bin ich doch ständig am Herumwerkeln. Aus diesem Grund möchte ich dich auf den neuesten Stand bringen, denn es hat sich einiges getan in meiner Werkstatt. Ich möchte vorher darauf hinweisen, dass ich alle Maschinen und Werkzeuge selbst bezahlt und sie auch bei unterschiedlichen Händlern gekauft habe, die hier nicht erwähnt werden. Es handelt sich also nicht um Werbung!

Neue Werkzeuge

Bei vielen Projekten der letzten Monate habe ich mich über ungenaue oder ineffiziente Werkzeuge oder Maschinen geärgert. Es ist ja nun nicht so, dass ich hier eine professionelle Tischlerei betreiben will, aber im Laufe der Zeit steigen die eigenen Ansprüche an die Arbeiten und dadurch ergeben sich zwei Möglichkeiten:

  1. genaueres Arbeiten durch langwieriges Einstellen und Justieren inklusive Einsatz von Hilfsvorrichtungen für die “Heimwerkermaschinen”
  2. Einsatz von besseren Maschinen und Werkzeugen – sprich: Investieren

Ich habe mich für die zweite Variante entschieden und überlegt, welche Werkzeuge ich oft im Einsatz habe und ob ich wirklich dafür einen Ersatz brauche.

Ich habe seit etwa einem Jahr eine Tischkreissäge von Festool im Einsatz (cs70) mit der ich wirklich außerordentlich zufrieden bin.

Bei Plattenmaterial bin ich allerdings auf meine Handkreissäge und eine Führungsschiene angewiesen. Genau damit war ich sehr unzufrieden. Die Handkreissäge machte keine genauen Schnitte, es entstanden viele Ausrisse und die Führungsschiene war ziemlich ungenau und instabil.

Klar kann ich nun eine neue Führungsschiene bauen und die Handkreissäge irgendwie stabilisieren. Dazu hatte ich aber keine Lust, es nervte mich einfach.

Also war die erste neue Anschaffung eine vernünftige Tauchsäge von Festool (TS 55) mit Führungsschiene. 😀

Ich kann schlecht beschreiben, wie sich der Unterschied anfühlt, wenn man das erste mal mit so einer Tauchsäge arbeitet… es ist ein völlig neues Sägegefühl und das Schnittbild ist ungewohnt… gut. 😀 Ich kann mich jetzt auf das Führen der Säge konzentrieren, ohne dass ich ständig darauf achten muss, ob sich die Führungsschiene verzogen bzw. gelöst hat.

Durch die Kombination meiner Tischkreissäge und der Tauchsäge gehen meine Möbelbauprojekte deutlich schneller und wesentlich genauer von der Hand. Jetzt verstehe ich auch, warum professionelle Tischler nur mit dieser Art von Werkzeuge arbeiten. Es ist nicht nur effizienter, sondern es macht auch deutlich mehr Spaß.

Die nächste Maschine, die mich schon seit Jahren nervte war mein Exzenterschleifer. Dabei spielt die Marke keine große Rolle, aber es handelte sich um ein Heimwerkerwerkzeug mit einem 125 mm Schleifteller. Für kleinere Projekte war das ausreichend, wenn der Schleifer auch sehr laut ist. Bei größeren Schleifarbeiten dauert es aber aufgrund des geringen Schleifkreises ewig, bis die Oberfläche so war wie ich es wollte. Außerdem verbrauchte ich dabei Unmengen an Schleifpapier. Also investierte ich in einen richtigen Exzenterschleifer… und besorgte mir die Makita BO 6050J.

Es handelt sich um einen Exzenter-Rotationsschleifer mit einem 150 mm Schleifteller, der zwei Schleifmodies hat; Grobschliff und Feinschliff. Beim Grobschleifen wird die Schleifscheibe zwangsgeführt und mit dem Schwingkreis von 5,5 mm trägt die Maschine richtig etwas ab. Man kann dann getrost vom “mobilen Heimwerker-Sportstudio” sprechen…

Beim Feinschliff lässt sie sich sehr leicht führen und man erzielt ein hervorragendes Ergebnis. Sie ist deutlich leiser als mein alter Schleifer, weist eine wesentlich ruhigeren Lauf auf und die Staubabsaugung ist wirklich sehr effektiv. Die Drehzahl lässt sich mit einem Drehrad einstellen und somit sind auch “vorsichtige” Schleifarbeiten möglich.

Neuerdings verwende ich das Schleifvlies von Abranet, was die Staubabsaugung nochmal verbessert. Dazu ist eine Schleifunterlage erforderlich, die zwischen Vlies und Schleifteller mittels Klettverschluss befestigt wird.

Apropos Staubabsaugung… Meinen alter selbstgebauter Zyklonabscheider habe ich entsorgt. Genauer gesagt hatte ich zwei. Einen ganz alten, der auf ein Kunststofffass montiert war und mit einem alten Staubsauger lief und einen neueren, der auf einen großen Holzkorpus montiert war und eine eigene Turbine hatte. Der ganz alte wurde unbrauchbar, weil sich das Fass immer zusammenzog und es dadurch schnell verstopfte.

Bei dem anderen rauchte die Turbine ab und der Korpus war von Anfang an nicht richtig dicht, so dass die Saugleistung recht gering war.

Beide Teile habe ich nun entsorgt und nutzte vorerst nur meinen Werkstattsauger und meine mobile Absauganlage. Letztere setzte ich für die Tischkreissäge und den Dickenhobel ein.

Mit meinem Werkstattsauger war ich eigentlich zufrieden, bis auf die nahezu unerträgliche Lautstärke. Ich hatte ihn unter meiner Werkbank gestellt, eine Dreifach-Steckdose an die Werkzeugsteckdose des Staubsauger angeschlossen und sie vorne unter meine Werkbank montiert.

So musste ich mich nicht immer quälen, Schleifmaschinen oder andere Maschinen dort einzustöpseln. Weiterhin merkte ich immer mehr, dass viel Staub vom Schleifen in die Werkstatt gepustet wurde und Schleifen ging nachher nur noch mit Staubmaske. Dass die Werkstatt entsprechend staubig war liegt wohl auf der Hand. Aber das gehört nun mal dazu…dachte ich.

Zufällig sah ich ein Video von Heiko Rech, in dem er über seine Werkstattsauger berichtete. Ich beschäftigte mich mehr mit dem Thema und kaufte mir vor kurzem den Starmix iPulse M 1635.

Das “M” steht dabei für eine sehr hohe Filterleistung, wie sie in Industriebetrieben vorgeschrieben ist. Weiterhin hat dieser Sauger eine automatische Filterreinigung und überwacht kontinuierlich den Luftstrom. Lässt die Saugleistung nach, reinigt er die beiden Filter durch eine Abklopftechnik. Dieser Staubsauger ist deutlich leiser als mein altes Gerät. Auch die Saugleistung und die Filterung ist nicht wirklich vergleichbar. Ließ der alte Sauger mit der Zeit stark in seiner Saugleistung nach, gibt es das bei diesem Gerät nicht. Weiterhin brauche ich beim Schleifen mit dem Exzenterschleifer keine Staubmaske mehr und die Werkstatt ist nicht ansatzweise mehr so staubig wie vorher. Ein riesiger Gewinn für die Arbeitsqualität!

Auch diesen Werkstattsauger habe ich unter die Werkbank gestellt. Er ist somit nicht im Weg und immer einsatzbereit.

Den alten Werkstattsauger habe ich in den Nebenraum gestellt und einen Zyklonabscheider mit Stahlfass gekauft (ja ich weiss… Asche auf mein Haupt…). DieseAbsaugeinrichtung nutze ich nun für meine Kappsäge, die über eine HT-Verrohrung an diesen Staubsauger angeschlossen und über eine Funkfernbedienung geschaltet wird.

Zeitgleich mit dem Staubsauger wurde übrigens die besagte neue Kapp- und Gehrungssäge geliefert. Eine Festool Kapex KS 120  EB. Warum das fragst du dich vielleicht?

Nun mit meiner Tischkreissäge und dem Schiebeschlitten oder der Zugfunktion kann ich durchaus Querschnitte machen und das auch recht genau. Allerdings ist das bei langen Werkstücken in meiner kleinen Werkstatt sehr aufwendig, weil ich dann die Tischkreissäge erst drehen muss. Dann ist das Ganze auch nicht mehr ganz so genau, weil sich das Werkstück schlecht führen lässt. Winkelschnitte lassen sich gut machen, wenn das Material nicht zu dick ist. Dann neige ich nämlich das Sägeblatt und schneide eine Gehrung. Ich habe auch die Möglichkeit mit meinem Queranschlag Winkel einzustellen. Wenn der Winkel aber nicht ganz klar ist, ist das sehr mühsam, weil ich viel herumprobieren muss. Kurzum: eine Gehrungssäge findet bei mir reichlich Anwendung. Meine alte Gehrungssäge ist etwa 12 Jahre alt und war eine Baumarkt-Eigenmarke. Es ließ sich damit nicht wirklich gut arbeiten. Also kaufte ich den Mercedes unter den Kappsägen: die große Kapex von Festool (KS 120EB)

Ich kann nur sagen: ABSOLUTER WAHNSINN!!!

Durch die Laserlinien erzielt man gleich exakte Ergebnis. Die Führung ist sehr stabil, die Schnitte dadurch sehr präzise. Die Standardwinkel sind mit einer Schnellverstellung sofort verfügbar und man muss nicht herumprobieren, bis der 45 Grad-Winkel wirklich 45 Grad aufweist. Ich arbeitete bei den letzten Projekten sehr viel mit der Säge und es ist eine unglaubliche Arbeitserleichterung und eine wahnsinnige Verbesserung der Endergebnisse. Von der Zeitersparnis und der Reduzierung des Frustfaktors mal ganz zu schweigen…

Ja, sie ist mit 1200 € echt teuer. Ich möchte sie aber nicht mehr missen.

Vor einiger Zeit baute ich einen Gartentisch für meine Schwiegereltern, bei dem ich die Tischplatte aus Bohlen herstellte. Die Bohlen wurden mit Flachdübeln versehen und verleimt. Das Ergebnis war sehr bescheiden, weil die Flachdübelfräse ziemlich viel Spiel hatte. Beim Beseitigen der Ungenauigkeiten entschied ich mich für den Kauf eine neuen Flachdübelfräse.

So kaufte ich die Makita PJ7000J

Auch hier muss ich sagen ist der Unterschied mehr als deutlich. Die Fräsungen sind präzise und das Arbeiten geht deutlich schneller von der Hand. Beeindruckend ist die Absaugung. Selbst ohne Staubsauger und nur mit dem mitgelieferten Spänesack ist die Späneentwicklung sehr gering. Beim Ansetzen wackelt nichts und die Anschläge sind sehr stabil.

Seit Jahren spielte ich immer mal wieder mit dem Gedanken mir eine Dekupiersäge zuzulegen. Vor allem für kleinere und präzises Arbeiten fehlte mir so eine Säge. Ich schaute mich nach einer gebrauchten Säge um, aber ich fand nichts passendes. Also kaufte ich mir die Dekupiersäge 502 – Vario von Holzstar. Ich bin zufrieden mit der Säge und nachdem ich mir unterschiedliche Sägeblätter gekauft und etwas herumprobiert habe sehen die Ergebnisse ganz gut aus. Allerdings ist das Sägen etwas ungewohnt, weil ich vorher nur mit der Bandsäge gearbeitet habe. Plötzlich muss man auf den Druck auf das Werkstück nach unten achten… Ich schätze mal, dass ich etwa fünf Sägeblätter verbraucht habe, weil ich genau darauf nicht geachtet habe…

Bei den letzten Möbelbauprojekten (dazu später mehr) fiel mir immer wieder auf, dass meine beiden Akkuschrauber entweder zu groß oder zu schwer für solche Arbeiten sind. Klar, das ist ist Jammern auf hohem Niveau. So war es bestimmt auch Zufall, dass ich am selben Tag ein Angebot für einen kleinen 12V-Akkuschrauber entdeckte…

Ich bestellte mir also den Bosch GSR-12 15-FC mit Schnellspannbohrfutter.

Für mich waren nicht die optionalen Aufsätze (Winkelaufsatz, etc.) entscheidend, denn die hatte ich schon bei meinem 18 Volt-Akkuschrauber von Bosch. Für mich war die geringe Größe entscheidend, weil das Bohrfutter abnehmbar ist.

Außerdem hatte ich den 12Volt-Bruder vor einiger Zeit für einen Testbericht getestet und war positiv überrascht von der Leistungsfähigkeit des kleinen Kerls.

Da ich aktuell an vielen kleineren Bastelprojekten arbeite, habe ich mir den Dremel 8220 zugelegt. Es handelt sich um die Akkuversion, dessen 12Volt-Akku erstaunlicherweise nahezu baugleich mit dem 12 Volt-Akku von Bosch ist…

Ich musste natürlich gleich die Gravurmöglichkeiten austesten… geht ganz gut! 🙂

So, das war schon eine ganze Menge an neuen Maschinen und bis auf einen Spindelschleifer und eine vernünftige Bandsäge habe ich in Sachen Werkzeuge auch keine weiteren größeren Wünsche… na ja… vielleicht nochmal eine schöne Hobelmaschine

Solltest du Fragen zu den jeweiligen Maschinen haben, schreibe mir gerne eine E-Mail oder einen Kommentar, dann gebe ich dir gerne Auskunft.

Im nächsten Teil beschreibe ich, wie ich meine Werkstatt umgebaut habe, um den geringen Platz möglichst effektiv auszunutzen. Allerdings verändert sich meine Werkstatt seit Jahren ständig und ich kann nicht sagen, ob die letzten Maßnahmen wirklich die letzten sind. Doch ich kann das sagen: sie sind es nicht!

Herzliche Grüße

Frank

-der Kellerwerker

Die Verlosung und ein Update

Nachdem ich mich einigermaßen von meiner Kiefer-OP erholt habe- danke Dr. Kling- freue ich mich nun den Gewinner der letzten Verlosung bekanntgeben zu dürfen.

Das neueste Standardwerk der Heimwerker “Trick 17 – Heimwerken” hat gewonnen….

Rene Jung

Herzlichen Glückwunsch!

Bitte schreibe mir an info@kellerwerker.de deine Adresse, dann sende ich dir dein persönliches Exemplar zu.

Alle anderen Teilnehmer danke ich herzlich für ihr Interesse.

Im Übrigen druckt der Verlag gerade die zweite Auflage, weil sich die erste Auflage bereits verkauft hat! WOW!

Ich muss nun noch eine Woche Zwangspause einhalten, dann darf ich wieder herumwerkeln…

Zuletzt habe ich an einem rollbaren Unterschrank für meinen Schweißplatz gearbeitet. Das Gestell aus Winkelprofilen und die Schubladen sind bereits fertig uns es muss nur noch alles zusammengebaut werden. Vielleicht mache ich diesmal auch ein Video davon, mal sehen.

Seit einiger Zeit treibe ich mich auch auf Instagram herum (rath.frank). Hier poste ich immer mal wieder Bilder oder kurze Clips von meinen aktuellen Projekten. Schau doch mal vorbei.

Demnächst schreibe ich noch einen Beitrag über meine neue mobile Metallbandsäge – eine Flex 2908. Ich habe sie auf Ebay-Kleinanzeigen gekauft und ich bin total begeistert! Sie macht zwar viel Lärm, allerdings deutlich weniger Dreck – also herumfliegende Späne, als meine Metall-Kappsäge. Um Sie auch stationär betreiben zu können, habe ich einen ganz einfachen Ständer aus Resten meiner Metallabschnittskiste gebaut. Das ist eine wirkliche Bereicherung für meine Werkstatt. Den Bau dieses Ständers habe ich mir ein wenig von Jimmy Diresta abgeguckt – aber das ist ja keine Schande, oder…? 🙂

Dann habe ich ja meine Werkstatt umgeräumt. Zum Beispiel habe ich meine Kapp- und Gehrungssäge mit dem großen Gehäuse entfernt und meine alte Hobelmaschine wieder reaktiviert. Allerdings nur den Abrichthobel, denn zum dickenhobeln habe ich ja den Dickenhobel von Makita. 🙂 Den Unterschrank der Kappsäge und die Hobelmaschine haben ihre Plätze getauscht, so dass ich jetzt wohl wieder öfter den Abrichthobel nutzen werde.

Als Folge davon habe ich meinen Arbeitstisch nicht nur anders angeordnet, sondern auch mit eine abklappbaren Arbeitsfläche versehen.

Ich nutze ihn nun als Verlängerungstisch für die Tischkreissäge und als Aufbewahrung für meinen Werkstattsauger. Sollten die zusätzlichen 140 cm nicht ausreichen, habe ich immer noch meine riesige 40 mm Siebdruckplatte, die ich als Unterlage für mein Tresenprojekt genutzt habe. Sie ist aber für den Dauereinsatz einfach zu groß.

Für den Bau des rollbaren Unterschranks musste ich mehrere OSB-Platten ablängen. Dafür habe ich mir auf die Schnelle eine Führungsschiene gebaut, um mit meiner Akku-Handkreissäge gerade Schnitte zu erzielen. Als Grundlage habe ich eine Laminatdiele aus dem Dachgeschoss-Umbau genommen. Ganz simpel und effektiv.

Dann habe ich noch einige neue Sachen bestellt, z.B. den Starret-Winkel, den Gluebot, Silikonpinsel…

… und einen verstellbaren Kreisschneider…

Zuletzt habe ich noch einen verstellbaren Anschlag für meine Tischkreissäge gebaut. Die Idee stammt von Stephan Pöhnlein, dessen Youtube-Kanal ich euch wirklich ans Herz legen möchte. Er hat sehr kreative Ideen!

So das war es jetzt erstmal von mir. In den nächsten Wochen gibt es wieder Projektbeschreibungen. Bis dahin wünsche ich dir ein tolles Wochenende!

Herzliche Grüße

Frank

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hurra, mein Buch ist da!

Heute ist ein besonderer Tag für mich! Warum?
Heute erscheint “mein” Heimwerker-Buch in den Buchläden, auf Amazon und den bekannten Buchhändlern.
Der frechverlag hat mich kurz nach dem Tod meiner Frau angesprochen, ob ich nicht Lust hätte, als Autor an einem Buch für Heimwerkerhacks mitzuarbeiten.
Ich dachte nicht weiter darüber nach, sondern sagte zu – ohne dass ich etwas von dem Verlag jemals gehört hatte. Es erschien mir als ein “Zeichen des Universums” und somit wartete ich gespannt auf die Dinge, die da kommen mögen.
Na ja, der Titel war soweit schon klar “222 Lifehacks rund ums Bauen, Renovieren und Sanieren” deshalb war mein Job auch eigentlich schon soweit definiert.
Ich musste also innerhalb einiger Wochen die “Hacks” zusammensammeln, kategorisieren, näher beschreiben und alles zum Verlag schicken. Mir zur Seite stand die bezaubernde Produktmanagerin Janina – vielen Dank nochmal für deine Geduld…
Ich ging also in meine Werkstatt und ließ mich von der Umgebung inspirieren. Innerhalb weniger Stunden hatte ich etwa 180 Hacks zusammen, die ich auf einen werkstattüblichen Schmierzettel kritzelte. “Mensch, das geht ja leicht von der Hand!”, dachte ich.
Die eigentliche Arbeit begann aber erst, denn die letzten 60 Hacks waren wirklich schwer zu finden… Aber nach vielen Stunden der Internetrecherche und kontinuierliches Generve meines Heimwerkerumfeldes (“weißt du noch einen Trick?— Nee, hab ich schon…”) hatte ich alle Hacks zusammen.
Nun ging es ans Ausformulieren und zwar so, dass es ein absoluter Laie versteht… Janina war sozusagen meine Testperson und schob mich immer wieder in die richtige Bahn.
Dann kam das wirklich spannende: das Fotoshooting in meiner kleinen Kellerwerkstatt! Alleine die Planung der Reihenfolge der Hacks hat mir schlaflose Nächte bereitet…
Michael, der Fotograf und Janina, die Produktmanagerin kamen hier nach Lübeck und wir verbrachten zu dritt knapp drei Tage mit dem Nachstellen meiner Hacks. Geplant waren etwa 60-80 Hacks fotografisch festzuhalten. Da es aber wirklich gut lief, haben wir etwa 180 Hacks geschafft! Der Rest wurde im Studio in Stuttgart fotografiert oder gezeichnet.

ausnahmsweise mal aufgeräumt…

Übrigens wurden auch Aufnahmen von mir gemacht – ich habe mich kurzerhand entschieden, die angestrebte Modell-Karriere nicht weiter zu verfolgen…
Es folgten immer wieder Änderungen, Ergänzungen, Fotoauswahlen, Layout-Kontrollen bis dann endlich die Deadline erreicht wurde und wir nichts mehr machen konnten. Komisches Gefühl…
Und nun ist es endlich in den Buchläden! Auch ein komisches Gefühl, aber ein richtig gutes!
Ich habe mir vorgenommen, in jedes Buchgeschäft in Lübeck zu gehen und nach “meinem” Buch zu fragen… 😀
So, nun kennst du exklusiv die Hintergrundgeschichte des neuesten Bestsellers in Deutschland und kannst jedem erzählen: “…ja, den verfolge ich schon lange auf seinem Blog…” 😀
Wenn du ein Exemplar unterschrieben haben möchtest, schick es mir einfach zu oder komm vorbei und ich signiere es dir… !
Zur Feier des Tages verlose ich eines meiner persönlichen Exemplare! Schreibe einfach einen Kommentar, warum Du das Buch unbedingt brauchst – bis zum  02.02.2018!
Herzliche Grüße
Frank
– der Kellerbuchautorwerker

“Cuttingboard” selber bauen

Ich wollte schon immer mal eines der oft auf Youtube gezeigten “Cuttingboard” selber bauen. Ein Versuch vor einigen Jahren klappte schon im Ansatz nicht, weil ich die erforderlichen Leisten einfach nicht gerade sägen konnte…

Mit meinem neuen Equipment funktioniert das aber sehr gut, deshalb habe ich mich kurzfristig und wie so oft ohne Plan einfach dran gemacht. Vielleicht lag es auch an der Tatsache, dass ich gerade meinen neuen Dickenhobel vom Makita geliefert bekommen habe…

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Neues vom Kellerwerker

Nun hatte ich wieder einige Wochen Pause, weil hier soviel los war, dass ich einfach nicht zum Schreiben kam. Ich kann nun endlich wieder einigermaßen ohne Krücken laufen und so gab es keinen Grund mehr für mich, von der Werkstatt fern zu bleiben… und einige Neuanschaffungen zu besorgen, z.B. eine neue Tischkreissäge… Hier ein kurzes Update, damit du siehst, dass es weitergeht.

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Der Kellerwerker schreibt mal wieder

Liebe Leser,

einigen ist es vielleicht aufgefallen: ich habe mich seit Monaten nur sporadisch zu Wort gemeldet. Das hatte einen Grund.

Meine Frau ist letztes Jahr an Krebs erkrankt. Sie hat gekämpft, gehofft und wir haben alles in unserer Macht stehende versucht. Leider hat sie diesen Kampf am 15.06.17 – an unserem 16. Hochzeitstag verloren. Meine Frau Daniela ist im Kreise ihrer Familie und ihrer Freunde friedlich mit 46 Jahren zu Hause eingeschlafen, nachdem wir sie bis zum Schluss gepflegt haben.

In den letzten Monaten hatte ich also keine Zeit für die Werkstatt oder für spezielle Projekte. Auch meine Autorentätigkeit für Einhell habe ich komplett ruhen lassen.

Letzte Woche war die Beisetzung und nun müssen wir nach vorne blicken. Was die Zukunft bringen wird ist mir nicht klar. Ich habe zwei Kinder – 11 und 13 Jahre alt und sie stehen natürlich an erster Stelle in meiner Zukunftsplanung.

Nichtsdestotrotz gibt es immer wieder etwas Heimwerkliches zu tun. Im April habe ich – nicht ganz freiwillig- die Dachgeschosswohnung komplett saniert. In den letzten Tagen räumte ich unsere Wohnung auf und um. Dabei habe ich schon ein IKEA-Regal umgebaut und ein simples Regal für die Mikrowelle gebaut. Kleinigkeiten, aber aus alter Gewohnheit knipse ich die ganze Zeit mit meinem Handy die Arbeitsschritte. Es ist naturgemäß viel liegen geblieben und in einem Altbauhaus gibt es immer viel zu tun. Vielleicht beschreibe ich demnächst meine Sanierung der Dachgeschosswohnung. Ich habe dort das  Badezimmer komplett neu gemacht, inklusive Einbau von Sanblocs, Fliesenarbeiten, usw.

Da das Schreiben für mich immer eine Art Entspannung, Ausgleich und auch einen therapeutischen Effekt hat, werde ich langsam wieder mit kleinen Beiträgen anfangen.

Ich freue mich, wenn Du mich wieder auf meine Heimwerker-Reise begleitest. So wie es aussieht, wird es also wieder weitergehen mit dem Kellerwerker, wenn auch bestimmt nicht regelmäßig. Sei also gespannt…

Bis dahin

Frank

-der Kellerwerker

Wasserschaden marsch…!

Meinen treuen Lesern – also auch dir- ist sicherlich bekannt, dass ich stolzer Eigentümer eines (uralten) Mehrfamilienhauses bin. Neben den drei vermieteten Wohnungen wohne ich mit meiner Familie in der untersten Wohnung. Das ist toll, hat es mich doch zum Heimwerken gebracht und mich motiviert, meine heimwerklichen Fähigkeiten auszubauen…

Na ja um ehrlich zu sein, habe ich anfangs alles selbst gemacht, weil wir aus Geldmangel keine andere Möglichkeit hatten. Wer selbst ein Haus hat, weiß, dass es immer etwas zu tun gibt. Wenn Mieter mit im Haus wohnen gibt es mehr zu tun. Und wenn die Mieterstruktur aus lauter Studenten-WGs besteht, gibt es richtig viel zu tun…

Nun habe ich glücklicherweise Spaß am Heimwerken und ich empfinde es nicht als großartige Belastung. Es gibt aber tatsächlich Situationen, in denen ich auch nicht weiter weiß. Ich beschreibe hier mal den letzten Vorfall, weil er wirklich etwas außergewöhnlich war:

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Arbeitshandschuhe im Heimwerkeralltag

Ich muss gestehen, dass ich seit Jahren für alle möglichen Arbeiten Arbeitshandschuhe verwende. Auch wenn es den Anschein einer verweichlichten Arbeitsweise hat, komme ich mit diesem Vorurteil doch so gut zurecht, dass ich sie in der Werkstatt kaum ausziehe.

In einem meiner youtube-Kommentare wurde ich nun (zurecht) intensiv darauf hingewiesen, dass ich sogar an der Standbohrmaschine Handschuhe trage. Ich Teufelskerl….

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Ein Lebenszeichen

Ja, lange ist es her, seit ich meinen letzten Beitrag in diesem Blog veröffentlichte – über zwei Monate…

Du als Stammleser hast dich sicherlich gefragt, was mit dem Kellerwerker los ist. Verschollen, unerwarteter Reichtum, Unfall, Steuerflucht…?

Nein, natürlich nicht.

In meiner Familie gibt es einen schweren Krankheitsfall und das erforderte und erfordert meinen ganzen Einsatz. Ich habe soweit alle Projekte ruhen lassen und auch das Schreiben der Gastbeiträge bei Einhell habe ich vorerst eingestellt. Es ist schlicht keine Zeit übrig für die Arbeit im Keller, weil es eben andere Dinge gibt, die wichtiger sind.

Wie lange das noch andauert, kann ich leider nicht sagen. Viele Projekte und Ideen warten darauf beendet oder angefangen zu werden. Viele Arbeiten im und ums Haus zeigen sich mir vorwurfsvoll und wollen erledigt werden. Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sagen würde, aber es gibt wirklich wichtigere Dinge, als Heimwerken…

Das klingt jetzt alles vielleicht etwas traurig und depressiv, aber das entspricht nicht meiner Art. Man kann auch durchaus positive Aspekte aus der aktuellen Situation ziehen: zum Beispiel macht man sich mal Gedanken über Prioritäten, über Werte, über Dinge, die man immer vor sich her schob oder krampfhaft am Laufen hielt. Ich werde und wurde mit Menschen konfrontiert, die über meine “Probleme” nur müde lächeln können und ich sah staunend zu wie sich diese Menschen über Kleinigkeiten mehr freuen, einfache Sachen mehr wertschätzen als ich mir je vorstellen konnte.

Es ist eine Chance, sich mal Gedanken über sein Leben, seine Ziele – natürlich auch über diesen Blog, meine Projekte und meine bisherige Internetkarriere zu machen. Ich weiß nicht was kommen wird, aber ich habe für mich festgestellt, dass ich gerne Dinge baue und mich gerne heimwerklich betätige. Das werde ich auch bestimmt wieder machen. Auch das Schreiben macht mir Spaß, so dass auch dieser Blog sicherlich wieder aufleben wird. Vielleicht in einem anderen Rhythmus aber der Kellerwerker kommt auf jeden Fall wieder!

Bis dahin wünsche ich dir alles Gute – vor allem Gesundheit – und freue mich auf das nächste Projekt, dass ich dir hier präsentieren darf.

Herzliche Grüße
Frank
-der Kellerwerker