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Wieder neues Werkzeug…

In meinem vorletzten Beitrag, der im Übrigen schon sehr lange her ist, habe ich über meine Neuanschaffungen in der Werkstatt berichtet. In den Wochen darauf kamen allerdings weitere neue Mitbewohner dazu, die ich dir natürlich nicht vorenthalten möchte:

Bandsäge

Ich nutze seit vielen Jahren eine alte Bandsäge von Inca. Ich habe sie gebraucht für 20 € gekauft und wieder flott gemacht, nachdem sie offensichtlich 20 Jahre in einer dunklen Ecke einer Lagerhalle herumstand. Sie hat eine Durchlasshöhe von 140 mm und ist nicht wirklich durchzugsstark. Für leichte Sägearbeiten war sie ausreichend, allerdings konnte ich damit keine Bretter oder Bohlen auftrennen. Das wollte ich aber…

Mir schwebte seit langer Zeit eine kräftige Bandsäge mit einer Durchlasshöhe von mindestens 20 cm vor. Da ich mehr mit Blockware aus dem Holzfachhandel experimentieren wollte, kam ich natürlich um diese Anschaffung nicht herum… hüstel…

Also informierte ich mich so gut ich konnte und kam auf die Sabre 350 von Recordpower. Als sie geliefert wurde, fiel mir siedendheiss ein, dass sich meine Werkstatt ja im Keller befindet und das 160 Kg Monster da irgendwie runter transportiert werden musste… Glücklicherweise war die Maschine teilzerlegt und ich fand einen netten Helfer, der mit bei dem schwersten Teil zur Hand ging.

Es war doch ein recht weiter Weg, bis die Maschine komplett einsatzbereit war. Im Lieferumfang war aber das benötigte Werkzeug (in hochwertiger Ausführung), sowie eine wirklich sehr gut gestaltete Anleitung. Ich brauchte etwa 3 Stunden dafür. Leider waren seinerzeit der Winkelanschlag, sowie das passende Fahrwerk nicht lieferbar, so dass ich mir mit zwei Schwerlastrollen eine provisorische Lösung gebaut habe.

Tja was soll ich sagen… “ein kleiner Schnitt für die Menschheit, ein großer für mich…” Die Säge ist genauso, wie ich sie mir gewünscht habe. Groß und kräftig genug für meine Projekte und mobil genug für meine kleine Kellerwerkstatt. Mittlerweile habe ich mir verschiedene Sägebänder zugelegt und alles mögliche gesägt. Auch der Winkelanschlag und das Fahrwerk sind eingetrudelt. So einfach, wie es in den einschlägigen youtube-Kanälen vorgeführt wird ist es mit dem Auftrennen von Brettern im Übrigen nicht, aber auch hier macht Übung den Meister…

Hobelmaschine

Seit vielen Jahren habe ich eine Hobelmaschine, mit der ich von Anfang an unzufrieden war. Daher möchte ich auch gar nicht weiter über diese Maschine schreiben. Ich habe sie verkauft und mir eine neue Hobelmaschine – also einen kombinierten Abricht-Dickenhobel gegönnt. Die Auswahl war allerdings ziemlich schwierig. Ich liebäugelte mit einer Hammer oder einem größeren Modell von Recordpower, aber da waren ja noch die Kellerstufen und die erforderliche Mobilität. Sie musste auf jeden Fall rollbar sein und durch meine schmalen Kellertüren (70 cm) passen. Daher entschied ich mich für die PT260 von Recordpower. Die Wahl fiel auf auf diesen Hersteller, weil ich mit meiner neuen Bandsäge von Recordpower sehr zufrieden bin. Es handelt sich um eine eher kleinere Hobelmaschine, die nahezu baugleich auch von Holzstar und anderen Herstellern gebaut wird. Sie weist eine maximale Hobelbreite von 260 mm auf und wird mit einem Fahrgestell geliefert.

Der Aufbau war nicht sehr problematisch, allerdings habe ich ewig gebraucht, um die Messer richtig einzustellen. Ich führe das einfach mal auf meine mangelnde Erfahrung in diesem Bereich zurück. Die Maschine tut was sie soll, im Nachhinein hätte ich mich aber lieber doch für eine Nummer größer entscheiden sollen. Ich kann allerdings gar nicht so genau sagen warum. Vielleicht weil solche Kleinigkeiten, wie die billig wirkende Absaughaube oder das schlecht festzustellende Fahrwerk den Gesamteindruck trüben.

Auf jeden Fall eröffnen sich nun mit der Kombination Bandsäge und Hobelmaschine ganz andere Möglichkeiten der Massivholzbearbeitung.

Zylinderschleifmaschine

Eine Maschine bei der sich bei Hobbyholzwerkern die Geister scheiden ist zweifellos die Zylinderschleifmaschine. Die einen sagen, sie ist im Privatbereich eher unnötig, die anderen schwören darauf aufgrund der schnellen und gleichbleibenden Ergebnisse.

Da ich im Dezember viele Schneidebretter auf meiner ToDo-Liste hatte, entschied ich mich für den Kauf einer Zyklon 405 von Holzstar. Die Zahl 405 steht sinngemäß für die maximale Schleifbreite. Auch bei dieser Maschine stand für mich die Mobilität im Vordergrund. Dieses Modell wird serienmäßig mit einem Fahrwerk und seitlichen Tischverbreiterungen geliefert.

Im Nachhinein sind diese Tischverbreiterungen zwar sehr nützlich, sorgen aber dafür, dass die Maschine nicht durch die Türen passen. Das Abnehmen und Anbauen ist aber etwas aufwändiger, weshalb ich die Schleifmaschine erstmal in der Werkstatt stehen lasse. Wenigstens bis ich die Tischverbreiterungen klappbar gemacht habe – die Scharniere liegen nun schon längere Zeit auf meiner Werkbank…

Ich bin sehr zufrieden mit der Schleifmaschine. Wer allerdings so wie ich glaubt, dass man sie nur einschaltet und die Werkstücke wie durch eine Pizzabackmaschine schiebt, dem sei versichert, dass dem nicht so ist…

Bis ich ein Gefühl für die Einstellungen bekommen habe hat es lange gedauert… sehr lange… Zwischenzeitlich wollte ich den Hersteller verklagen, den Erfinder dieser Art von Maschine verprügeln und alle Händler von Zylinderschleifmaschinen weltweit von weiteren Verkäufen dringend abraten. Es soll hier aber auch nicht unerwähnt bleiben, dass die beiliegende Betriebsanleitung nicht sehr ausführlich und dementsprechend nicht umfassend hilfreich ist. Das beginnt schon mit dem Wechsel der Schleifbänder. Ich hatte parallel eine Rolle Schleifbänder bestellt, weil es hieß, man könne “handelsübliches Schleifband” nehmen. Allerdings stellte sich heraus, dass ich schmaleres Schleifband bestellt hatte, als der Hersteller offensichtlich vorgesehen hatte. Die Maschine wird mit 80er Schleifband geliefert, welches bereits auf der Schleiftrommel sitzt. Hätte ich die gleiche Breite gehabt, hätte ich das vorhandene Schleifband als Muster nehmen und die nachfolgenden Bänder entsprechend zurechtschneiden können. Man muss nämlich sowohl am Anfang, als auch am Ende das Band abschrägen, damit es in die Halteklammern passt. Nun musste ich herumexperimentieren, bis die Bänder einigermaßen passten.

Allerdings konnte ich die Funktion der Halteklammern nicht nachvollziehen – es stand auch nichts in der Anleitung, was mir geholfen hätte… Also musste ich auch damit herumexperimentieren und das entwickelte sich zu einer schmerzhaften Angelegenheit, weil ich mir dabei fast die Finger abgebrochen hätte! Dazu werde ich aber wohl nochmal einen eigenen Beitrag schreiben, weil diese Geschichte den Rahmen dieses Beitrages sprengen würde und ich mental noch nicht in der Lage bin darüber zu schreiben…

Jetzt bin ich aber sehr glücklich eine Zylinderschleifmaschine mein Eigen nennen zu dürfen und schätze die Vorteile, die so eine Maschine bietet. Vor allem das Erzielen von exakten Stärken bei Leisten und das gleichmäßige und schnelle Bearbeiten von Oberflächen sei hier erwähnt.

Zyklonsauger

Nein, es handelt sich nicht um einen Schreibfehler. Ich habe mir tatsächlich einen Zyklonsauger gekauft. Es handelt sich um eine kompakte Absauganlage mit zwei Motoren und einem intergrierten Zyklonabscheider.

Ausgangspunkt für die Anschaffung war die Tatsache, dass die alte Absauganlage von Scheppach nicht ausreichend Saugkraft für die Bandsäge hatte. Die Absauganlage nutzte ich schon lange für meine Tischkreissäge und später eben auch für die Bandsäge. Bei der Tischkreissäge fiel es mir nicht auf, dass die Saugleistung nicht ausreichte, aber bei der Bandsäge schon.

Die Absauganlage nimmt nicht viel Platz weg und steht auf Rollen – also perfekt für meine Werkstatt. Die Saugleistung ist der absolute Hammer, allerdings gilt das Gleiche für die Lautstärke… Ich habe mir aber gleich zwei “Schalldämpfer” mitbestellt. Es handelt sich eigentlich um etwa 2 Meter lange Schläuche, die auf die Abluftstutzen aufgesteckt werden. Ich zweifelte beim Auspacken stark an die Wirksamkeit, wurde aber eines besseren belehrt. Die Lautstärke ist sogar beim Betrieb beider Motoren nicht viel lauter als bei einem Haushaltsstaubsauger.

Auch wenn ich es vorher nicht geglaubt habe, hat die bessere Absaugung nicht nur zur Folge, dass weniger Späne umherwirbeln, sondern dass die Schnittgüte bei der Bandsäge besser ist. Vor allem beim Auftrennen von Brettern.

Filteranlage

Apropos herumwirbeln… Ich habe ja nur eine ziemlich kleine Kellerwerkstatt, die keinerlei Abluft nach Außen vorweist. Der erzeugte Staub, vor allem vom Schleifen wirbelt also fröhlich herum, bis er sich an möglichst ungeeigneter Stelle absetzt, um bei der geringsten Berührung erneut herumzuwirbeln. Das hat sich durch meinen neuen Werkstattsauger und den Zyklonsauger schon deutlich verbessert, allerdings schleife ich auch viele Sachen von Hand oder bohre, fräse oder mache sonst irgendwelchen Kram, der Staub erzeugt.

In den einschlägigen Foren habe ich immer mal wieder von einer Filteranlage gelesen, die genau dieses Problem angeht. Also habe ich mir auch so eine “Filterbox” bestellt, genauer das “Werkstatt Luftfiltersystem Serie AC400 von Recordpower”. Es mag hier der Anschein erweckt werden, dass ich in irgendeiner Weise mit dieser Firma verheiratet sein, dem ist aber nicht so. Recordpower kennt mich nicht und mir ist auch keine Person aus diesem Hause bekannt.

Eigentlich handelt es sich bei diesem Teil um einen Lüfter, der hinter einem Filter sitzt, die Raumluft umwälzt und dadurch filtert. Zusätzlich bietet dieses Gerät aber eine Zeitschaltung, sowie eine Fernbedienung, mit der man auch die drei unterschiedlichen Leistungsstufen einstellen kann.

Meine erste Maßnahme nach der simplen Installation war es, die Tür zu schließen und mit Luftdruck jede Ecke meiner Werkstatt auszupusten, während die Filteranlage auf höchster Stufe lief. Meine Güte lag da aber viel Staub herum… Aber die Filteranlage hat ganze Arbeit geleistet. Nach etwa einer halben Stunde herumpusten war meine Werkstatt so sauber, dass man problemlos eine Herztransplantation hätte durchführen können. Das passende Werkzeug ist ja auch vorhanden… 🙂

Im Alltag habe ich sie nur an, wenn ich Schleife oder fräse, bzw, wenn ich mal wieder “Großreinschiff” mache (ich wohne an der Küste…). Fazit: ich bin sehr zufrieden

alles sauber…

Kleiner Bandschleifer

Im Zuge der Bestellung der Filteranlage habe ich mir gleich eine kleine kombinierte Bandschleifer-/Tellerschleifmaschine mitbestellt. Die Bauart dieses kleinen Kerls gibt es von vielen anderen Herstellern, aber meine ist von … ja du kannst es dir sicherlich denken…

Viel gibt es nicht dazu zu schreiben. Sie funktioniert gut und ich nutze sie für ein Buchprojekt, an dem ich gerade sitze. Kleinere Werkstücke werden damit bearbeitet und das einzige, was ich später daran verändern werde, ist das Montieren eines Kletthalters für den Tellerschleifer.

Spindelschleifer

Aber wo wir gerade beim Schleifen sind, möchte ich dir nicht meinen neuen Spindelschleifer vorenthalten. Es handelt sich um das Modell von Triton mit der markigen Bezeichnung
“Oszillierender Spindel- und Bandschleifer TSPST450”. Hier ist der Name Programm und die Zahl 450 jagt dem gemeinen Holzwerker einen freudigen Schauer über den Rücken… Allerdings habe ich keine Ahnung was die 450 aussagen soll, vielleicht die Aufnahmeleistung…

Was sie aber kann ist wirklich beeindruckend. Sie hat einen Bandschleiferaufsatz für handelsübliche Schleifbänder (100×610 mm), sowie fünf Spindelgummis für Schleifhülsen in fünf unterschiedlichen Durchmessern und den jeweils dazu passenden Einlegeplättchen. Sowohl der Bandschleifer, als auch die Schleifspindeln drehen nicht nur, sie bewegen sich gleichmäßig auf uns ab! Das schont nicht nur die Schleifhülsen, sondern führt auch zu einer ziemlich guten Absaugleistung.

Was mich aber wirklich fasziniert hat ist die Tatsache, dass alle Zubehörteile an der Maschine verstaut werden können, wirklich alle! Somit kann ich sie bequem unter meine Werkbank stellen, wenn ich sie nicht brauche und alles bleibt zusammen. Das ist wirklich sehr vorbildlich.

Das Arbeiten mit der Maschine ist ziemlich einfach. Lediglich beim Bandschleifer musst du darauf achten, das Werkstück festzuhalten, damit es nicht durch die Werkstatt fliegt. Woher ich das weiß? Äh.. habe ich irgendwo gelesen…

So, das waren soweit alle neuen Maschinen, die in den letzten Monaten bei mir eingezogen sind. Reicht auch erstmal, wobei ich noch mit einem Frästisch inklusive neuer Oberfräse liebäugel… Leider habe ich aktuell wenig Zeit für die Werkstatt. Das heißt also, ich habe alles was sich der Heimwerker an Werkzeug wünscht im Keller stehen, leider kann ich sie nicht einsetzen, weil ich gerade keine Zeit dazu habe… Das es mal soweit kommt, hätte ich wirklich nicht erwartet…

Aber wir wollen nicht jammern, es kommen auch wieder andere Zeiten. Ich werde jetzt nach und nach einige kleinere Projekte aus den letzten Monaten hier posten. Solltest du Fragen zu den Maschinen haben, schreibe mir einfach eine Mail oder in das Kommentarfeld.

Herzliche Grüße

Frank

-der Kellerwerker

Werkstattupdate – neue Werkzeuge

Hallo liebe Freunde des fröhlichen Heimwerkertreibens!

Auch wenn ich zurzeit weder oft noch regelmäßig neue Beiträge schreibe, bin ich doch ständig am Herumwerkeln. Aus diesem Grund möchte ich dich auf den neuesten Stand bringen, denn es hat sich einiges getan in meiner Werkstatt. Ich möchte vorher darauf hinweisen, dass ich alle Maschinen und Werkzeuge selbst bezahlt und sie auch bei unterschiedlichen Händlern gekauft habe, die hier nicht erwähnt werden. Es handelt sich also nicht um Werbung!

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Die Verlosung und ein Update

Nachdem ich mich einigermaßen von meiner Kiefer-OP erholt habe- danke Dr. Kling- freue ich mich nun den Gewinner der letzten Verlosung bekanntgeben zu dürfen.

Das neueste Standardwerk der Heimwerker “Trick 17 – Heimwerken” hat gewonnen….

Rene Jung

Herzlichen Glückwunsch!

Bitte schreibe mir an info@kellerwerker.de deine Adresse, dann sende ich dir dein persönliches Exemplar zu.

Alle anderen Teilnehmer danke ich herzlich für ihr Interesse.

Im Übrigen druckt der Verlag gerade die zweite Auflage, weil sich die erste Auflage bereits verkauft hat! WOW!

Ich muss nun noch eine Woche Zwangspause einhalten, dann darf ich wieder herumwerkeln…

Zuletzt habe ich an einem rollbaren Unterschrank für meinen Schweißplatz gearbeitet. Das Gestell aus Winkelprofilen und die Schubladen sind bereits fertig uns es muss nur noch alles zusammengebaut werden. Vielleicht mache ich diesmal auch ein Video davon, mal sehen.

Seit einiger Zeit treibe ich mich auch auf Instagram herum (rath.frank). Hier poste ich immer mal wieder Bilder oder kurze Clips von meinen aktuellen Projekten. Schau doch mal vorbei.

Demnächst schreibe ich noch einen Beitrag über meine neue mobile Metallbandsäge – eine Flex 2908. Ich habe sie auf Ebay-Kleinanzeigen gekauft und ich bin total begeistert! Sie macht zwar viel Lärm, allerdings deutlich weniger Dreck – also herumfliegende Späne, als meine Metall-Kappsäge. Um Sie auch stationär betreiben zu können, habe ich einen ganz einfachen Ständer aus Resten meiner Metallabschnittskiste gebaut. Das ist eine wirkliche Bereicherung für meine Werkstatt. Den Bau dieses Ständers habe ich mir ein wenig von Jimmy Diresta abgeguckt – aber das ist ja keine Schande, oder…? 🙂

Dann habe ich ja meine Werkstatt umgeräumt. Zum Beispiel habe ich meine Kapp- und Gehrungssäge mit dem großen Gehäuse entfernt und meine alte Hobelmaschine wieder reaktiviert. Allerdings nur den Abrichthobel, denn zum dickenhobeln habe ich ja den Dickenhobel von Makita. 🙂 Den Unterschrank der Kappsäge und die Hobelmaschine haben ihre Plätze getauscht, so dass ich jetzt wohl wieder öfter den Abrichthobel nutzen werde.

Als Folge davon habe ich meinen Arbeitstisch nicht nur anders angeordnet, sondern auch mit eine abklappbaren Arbeitsfläche versehen.

Ich nutze ihn nun als Verlängerungstisch für die Tischkreissäge und als Aufbewahrung für meinen Werkstattsauger. Sollten die zusätzlichen 140 cm nicht ausreichen, habe ich immer noch meine riesige 40 mm Siebdruckplatte, die ich als Unterlage für mein Tresenprojekt genutzt habe. Sie ist aber für den Dauereinsatz einfach zu groß.

Für den Bau des rollbaren Unterschranks musste ich mehrere OSB-Platten ablängen. Dafür habe ich mir auf die Schnelle eine Führungsschiene gebaut, um mit meiner Akku-Handkreissäge gerade Schnitte zu erzielen. Als Grundlage habe ich eine Laminatdiele aus dem Dachgeschoss-Umbau genommen. Ganz simpel und effektiv.

Dann habe ich noch einige neue Sachen bestellt, z.B. den Starret-Winkel, den Gluebot, Silikonpinsel…

… und einen verstellbaren Kreisschneider…

Zuletzt habe ich noch einen verstellbaren Anschlag für meine Tischkreissäge gebaut. Die Idee stammt von Stephan Pöhnlein, dessen Youtube-Kanal ich euch wirklich ans Herz legen möchte. Er hat sehr kreative Ideen!

So das war es jetzt erstmal von mir. In den nächsten Wochen gibt es wieder Projektbeschreibungen. Bis dahin wünsche ich dir ein tolles Wochenende!

Herzliche Grüße

Frank

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hurra, mein Buch ist da!

Heute ist ein besonderer Tag für mich! Warum?
Heute erscheint “mein” Heimwerker-Buch in den Buchläden, auf Amazon und den bekannten Buchhändlern.
Der frechverlag hat mich kurz nach dem Tod meiner Frau angesprochen, ob ich nicht Lust hätte, als Autor an einem Buch für Heimwerkerhacks mitzuarbeiten.
Ich dachte nicht weiter darüber nach, sondern sagte zu – ohne dass ich etwas von dem Verlag jemals gehört hatte. Es erschien mir als ein “Zeichen des Universums” und somit wartete ich gespannt auf die Dinge, die da kommen mögen.
Na ja, der Titel war soweit schon klar “222 Lifehacks rund ums Bauen, Renovieren und Sanieren” deshalb war mein Job auch eigentlich schon soweit definiert.
Ich musste also innerhalb einiger Wochen die “Hacks” zusammensammeln, kategorisieren, näher beschreiben und alles zum Verlag schicken. Mir zur Seite stand die bezaubernde Produktmanagerin Janina – vielen Dank nochmal für deine Geduld…
Ich ging also in meine Werkstatt und ließ mich von der Umgebung inspirieren. Innerhalb weniger Stunden hatte ich etwa 180 Hacks zusammen, die ich auf einen werkstattüblichen Schmierzettel kritzelte. “Mensch, das geht ja leicht von der Hand!”, dachte ich.
Die eigentliche Arbeit begann aber erst, denn die letzten 60 Hacks waren wirklich schwer zu finden… Aber nach vielen Stunden der Internetrecherche und kontinuierliches Generve meines Heimwerkerumfeldes (“weißt du noch einen Trick?— Nee, hab ich schon…”) hatte ich alle Hacks zusammen.
Nun ging es ans Ausformulieren und zwar so, dass es ein absoluter Laie versteht… Janina war sozusagen meine Testperson und schob mich immer wieder in die richtige Bahn.
Dann kam das wirklich spannende: das Fotoshooting in meiner kleinen Kellerwerkstatt! Alleine die Planung der Reihenfolge der Hacks hat mir schlaflose Nächte bereitet…
Michael, der Fotograf und Janina, die Produktmanagerin kamen hier nach Lübeck und wir verbrachten zu dritt knapp drei Tage mit dem Nachstellen meiner Hacks. Geplant waren etwa 60-80 Hacks fotografisch festzuhalten. Da es aber wirklich gut lief, haben wir etwa 180 Hacks geschafft! Der Rest wurde im Studio in Stuttgart fotografiert oder gezeichnet.

ausnahmsweise mal aufgeräumt…

Übrigens wurden auch Aufnahmen von mir gemacht – ich habe mich kurzerhand entschieden, die angestrebte Modell-Karriere nicht weiter zu verfolgen…
Es folgten immer wieder Änderungen, Ergänzungen, Fotoauswahlen, Layout-Kontrollen bis dann endlich die Deadline erreicht wurde und wir nichts mehr machen konnten. Komisches Gefühl…
Und nun ist es endlich in den Buchläden! Auch ein komisches Gefühl, aber ein richtig gutes!
Ich habe mir vorgenommen, in jedes Buchgeschäft in Lübeck zu gehen und nach “meinem” Buch zu fragen… 😀
So, nun kennst du exklusiv die Hintergrundgeschichte des neuesten Bestsellers in Deutschland und kannst jedem erzählen: “…ja, den verfolge ich schon lange auf seinem Blog…” 😀
Wenn du ein Exemplar unterschrieben haben möchtest, schick es mir einfach zu oder komm vorbei und ich signiere es dir… !
Zur Feier des Tages verlose ich eines meiner persönlichen Exemplare! Schreibe einfach einen Kommentar, warum Du das Buch unbedingt brauchst – bis zum  02.02.2018!
Herzliche Grüße
Frank
– der Kellerbuchautorwerker

“Cuttingboard” selber bauen

Ich wollte schon immer mal eines der oft auf Youtube gezeigten “Cuttingboard” selber bauen. Ein Versuch vor einigen Jahren klappte schon im Ansatz nicht, weil ich die erforderlichen Leisten einfach nicht gerade sägen konnte…

Mit meinem neuen Equipment funktioniert das aber sehr gut, deshalb habe ich mich kurzfristig und wie so oft ohne Plan einfach dran gemacht. Vielleicht lag es auch an der Tatsache, dass ich gerade meinen neuen Dickenhobel vom Makita geliefert bekommen habe…

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Neues vom Kellerwerker

Nun hatte ich wieder einige Wochen Pause, weil hier soviel los war, dass ich einfach nicht zum Schreiben kam. Ich kann nun endlich wieder einigermaßen ohne Krücken laufen und so gab es keinen Grund mehr für mich, von der Werkstatt fern zu bleiben… und einige Neuanschaffungen zu besorgen, z.B. eine neue Tischkreissäge… Hier ein kurzes Update, damit du siehst, dass es weitergeht.

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Der Kellerwerker schreibt mal wieder

Liebe Leser,

einigen ist es vielleicht aufgefallen: ich habe mich seit Monaten nur sporadisch zu Wort gemeldet. Das hatte einen Grund.

Meine Frau ist letztes Jahr an Krebs erkrankt. Sie hat gekämpft, gehofft und wir haben alles in unserer Macht stehende versucht. Leider hat sie diesen Kampf am 15.06.17 – an unserem 16. Hochzeitstag verloren. Meine Frau Daniela ist im Kreise ihrer Familie und ihrer Freunde friedlich mit 46 Jahren zu Hause eingeschlafen, nachdem wir sie bis zum Schluss gepflegt haben.

In den letzten Monaten hatte ich also keine Zeit für die Werkstatt oder für spezielle Projekte. Auch meine Autorentätigkeit für Einhell habe ich komplett ruhen lassen.

Letzte Woche war die Beisetzung und nun müssen wir nach vorne blicken. Was die Zukunft bringen wird ist mir nicht klar. Ich habe zwei Kinder – 11 und 13 Jahre alt und sie stehen natürlich an erster Stelle in meiner Zukunftsplanung.

Nichtsdestotrotz gibt es immer wieder etwas Heimwerkliches zu tun. Im April habe ich – nicht ganz freiwillig- die Dachgeschosswohnung komplett saniert. In den letzten Tagen räumte ich unsere Wohnung auf und um. Dabei habe ich schon ein IKEA-Regal umgebaut und ein simples Regal für die Mikrowelle gebaut. Kleinigkeiten, aber aus alter Gewohnheit knipse ich die ganze Zeit mit meinem Handy die Arbeitsschritte. Es ist naturgemäß viel liegen geblieben und in einem Altbauhaus gibt es immer viel zu tun. Vielleicht beschreibe ich demnächst meine Sanierung der Dachgeschosswohnung. Ich habe dort das  Badezimmer komplett neu gemacht, inklusive Einbau von Sanblocs, Fliesenarbeiten, usw.

Da das Schreiben für mich immer eine Art Entspannung, Ausgleich und auch einen therapeutischen Effekt hat, werde ich langsam wieder mit kleinen Beiträgen anfangen.

Ich freue mich, wenn Du mich wieder auf meine Heimwerker-Reise begleitest. So wie es aussieht, wird es also wieder weitergehen mit dem Kellerwerker, wenn auch bestimmt nicht regelmäßig. Sei also gespannt…

Bis dahin

Frank

-der Kellerwerker

Wasserschaden marsch…!

Meinen treuen Lesern – also auch dir- ist sicherlich bekannt, dass ich stolzer Eigentümer eines (uralten) Mehrfamilienhauses bin. Neben den drei vermieteten Wohnungen wohne ich mit meiner Familie in der untersten Wohnung. Das ist toll, hat es mich doch zum Heimwerken gebracht und mich motiviert, meine heimwerklichen Fähigkeiten auszubauen…

Na ja um ehrlich zu sein, habe ich anfangs alles selbst gemacht, weil wir aus Geldmangel keine andere Möglichkeit hatten. Wer selbst ein Haus hat, weiß, dass es immer etwas zu tun gibt. Wenn Mieter mit im Haus wohnen gibt es mehr zu tun. Und wenn die Mieterstruktur aus lauter Studenten-WGs besteht, gibt es richtig viel zu tun…

Nun habe ich glücklicherweise Spaß am Heimwerken und ich empfinde es nicht als großartige Belastung. Es gibt aber tatsächlich Situationen, in denen ich auch nicht weiter weiß. Ich beschreibe hier mal den letzten Vorfall, weil er wirklich etwas außergewöhnlich war:

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Arbeitshandschuhe im Heimwerkeralltag

Ich muss gestehen, dass ich seit Jahren für alle möglichen Arbeiten Arbeitshandschuhe verwende. Auch wenn es den Anschein einer verweichlichten Arbeitsweise hat, komme ich mit diesem Vorurteil doch so gut zurecht, dass ich sie in der Werkstatt kaum ausziehe.

In einem meiner youtube-Kommentare wurde ich nun (zurecht) intensiv darauf hingewiesen, dass ich sogar an der Standbohrmaschine Handschuhe trage. Ich Teufelskerl….

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